Beiträge von Monstertier

    Same here, das verbinde ich aber damit, dass Kupieren bei uns ja verboten ist und eben diejenigen, die sich nicht dran halten, ein gewisser Schlag Mensch sind, die dieses Image ja wollen und alles dafür tun, es aufrecht zu erhalten. Die machen ihre Hunde gaga und finden es toll, wenn er beim Anblick von Hunden und manchen Menschen ausrastet.

    Oder es sind Hunde aus dem Tierschutz, da sind nämlich ziemlich viele kupierte. Da würde ich tatsächlich meine Vorsicht am Erscheinungsbild und Auftreten des Halters und weniger an dem des Hundes festmachen.

    Meiner zeigt bis heute nicht an, jedenfalls nicht direkt. Er fiept. Nachts und morgens bedeutet das definitiv "Ich muss raus", tagsüber kann es aber auch heißen "Mir ist langweilig", "Ich bin müde", "Lass mich raus, ich will im Garten chillen", "Lass mich raus, ich will Hündinnen schnuppern" :ka:

    Rein geht aber selbst bei Durchfall nichts mehr, wobei der letzte Unfall mit ca. einem halben Jahr war.

    Ich war so dumm nach Optik und überhöhten "Das kriegen wir schon hin" zu gehen, weswegen ein Aussie-Border-Rüde bei mir sitzt :ugly: Er ist ein ganz toller Hund, und ich würde ihn im Leben nicht hergeben, aber das erste dreiviertel Jahr war der reinste Horror, inzwischen will er vor allem gleichaltrige Rüden dem Erdboden gleichmachen, wacht ordentlich und jagd wie Sau, wenn er eine Spur in die Nase kriegt. Ins Büro würde ich ihn nie mitnehmen, weil er jede fremde Person - im Zweifelsfall dann auch den Chef - verbellen und anspringen würde. Die Stadt bzw. Innenstadt würde ihm nur Stress bereiten.

    Also alltagstauglich ist anders ;)

    Ich würde eher mindestens sechs Monate veranschlagen. Welpen sind unterschiedlich, bei den einen geht es schneller als bei den anderen, aber eine Woche ist eher eine sehr seltene Ausnahme.

    Und wenn es mal rein geht - passiert. Macht kein Trara darum, wischt es weg und passt besser auf. Das wirft euch kein bisschen zurück.

    Wenn du nicht grad eine Rasse wählst, die auf Eigenständigkeit selektiert sind - nordische Rassen oder Herdenschutzhunde zum Beispiel -, würde ich mal behaupten, die meisten Hunde sind besitzerorientiert.

    Bedenke bitte auch, dass "besitzerorientiert" auch bedeuten kann, "Ich weich dir nicht mehr von der Seite, schrei das Haus zusammen, wenn du weg gehst, und verteidige dich vor jedem, der dir zu nahe kommt."

    Und auch die Sportarten dürften von den meisten Hunden, die gern mit dem Menschen zusammen arbeiten, gern gemacht werden.

    Was mir neben den bereits genannten noch einfallen würde, wäre der Elo. Den gibt es je nach Zucht in verschiedenen Varianten. Charakterlich müsstest du dich nur mal einlesen, bin mir nicht sicher, wie es bei ihnen mit der Zusammenarbeit aussieht.

    Das, was du beim Aussie und Border genannt hast, kriegst du auch bei vielen anderen Rassen, nur ohne die Nebeneffekte wie Hang zu stereotypen Verhalten, kurze Zündschnur, Artgenossenunverträglichkeit (Aussie, ganz toll, wenn deine Mitbewohnerin auch einen Hund hat ;) ), Wach- und Schutztrieb etc.

    Von daher: sofern du nicht in das Revier einen Hundes alleine eindringst, wirst du so etwas wohl nicht erleben. Und selbst wenn, langsam weggehen ist da die beste Möglichkeit. Der Hund möchte dich nur vertreiben.

    Das würde ich so nicht pauschalisieren. Candie hat fast immer fremde Menschen (und die, die er für fremd hielt) auf Spaziergängen gestellt, und das bereits ab Junghundalter. Ob er es immer noch machen würde, weiß ich nicht, aber da war die beste Strategie immer stehen bleiben und warten, bis Herr Hund eingesammelt wird. Haben leider die wenigsten gemacht, was meinen Hund zum einen zusätzlich angestachelt hat, zum anderen das Einsammeln erschwerte.

    Ich würde also eher stehen bleiben und nicht bewegen empfehlen.

    Weil das nichts ist, was zu verstehen ist.

    Wenn man sagt, man hat sich eine schwierige Rasse ausgewählt, dann trägt man die Verantwortung bei dieser Entscheidung dafür, dass man sie konsequent entzieht, dass nichts passiert, keiner belästigt wird etc. Klar, verständlich.

    Aber welche Verantwortung trage ich denn bitte mit meiner Rassewahl, wie sich andere benehmen? Ich kann nur für mein Handeln Verantwortung tragen, aber nicht für das Handeln der anderen.

    (Und ja, auch wenn es einigen nicht passt und sie es als geschmacklos empfinden, sind wir da trotzdem schnell wieder beim Belästigungsvergleich.)