Du schreibst, dass Ari zwischenzeitlich schon ein paar Mal von allein die Treppe raufgelaufen ist - er KANN es also. Für mich klingt das, als wäre irgendwas passiert, was ihm die Treppe verleidet hat. Wenn Du jetzt damit weitermachst, einen angsterstarrten Hund die Treppe raufzutragen (Kontrollverlust ist in Angstsituationen richtig, richtig bös) versaust Du Dir das Hochnehmen und Tragen auch ganz bald. Ähnlich ist es, wenn man jetzt angespannt versucht, den Welpen doch noch mit Spielzeug, Leckerli zu "locken". Dadurch verkrampft sich eine von Grund auf angstbesetzte Situation nur noch mehr.
Wenn es irgendwie möglich ist, die Treppe mal für eine Pausenzeit lang einfach aussen vor zu lassen, würde ich gänzlich anders daran arbeiten. Ich würde im Garten (so vorhanden) Balance-Übungen machen - Welpi spielerisch und unverkrampft z. B. über ein Brett laufen lassen, das dann auch mal schräg gestellt werden kann. Meine Jungs sind begeistert auf dem breiten Rand eines liegenden Treckerreifens herumbalanciert, auch das Laufen über verschiedene Untergründe ist eine gute Vorübung für das Körpergefühl und die Körperbeherrschung. Auch das Hochklettern kleinerer Abhänge irgendwo draussen - alles wie selbstverständlich und ganz spielerisch und in Anforderungen, die das Hundekind auch schaffen kann, ist eine gute Übung fürs Körpergefühl.
Mein Ansatz wäre bei sowas jetzt nicht, dem Hund zu vermitteln "Ich krieg Dich da schon irgenwie hoch, notfalls mit Tricks oder sanftem Zwang", sondern mein Ansatz wäre mehr der "Ich helfe Dir dabei, damit Du es allein hinbekommst."
LG, Chris