Hallo @Fellknäul99
Erziehungsratschläge übers Forum finde ich immer ein bisschen schwierig. Hat deine Hundeschule denn nichts weiter dazu gesagt? Ich denke, ich würde mich als erstes an die Trainer wenden, die den Hund auch persönlich kennen.
Ich kann dir aber erzählen, wie ich es gehandhabt habe.
Mein Zwerg kam mit drei Jahren zu mir und war damals komplett überdreht. Sie blieb nie ruhig und war eigentlich permanent angespannt und gestresst. Alle fanden das sooo süß, weil sie viel gefiddelt hat (bei Menschen) - sie ist hoch gesprungen, hin und her gesaust und hat gefiept.
Andere Hunde in ihrer Größe und kleiner will sie platt machen, größer als sie will sie verbellen und fährt Scheinattacken. Das will sie immernoch, hat aber gelernt, dass ich ein Wörtchen mitzureden habe und motzt halt nur noch. Wir sind weiter dran, Hundekontakte gibt es nur kontrolliert und eigentlich auch nur mit bekannten Hunden.
Zuhause (und später dann auch mal in Cafés oder Restaurants) runter kommen habe ich ihr über konditionierte Entspannung und klare Regeln beigebracht. Sie hat das Kommando "Korb", dann geht sie auf einen von mir definierten Platz (zuerst war das immer die selbe Decke mit einem bestimmten Geruch, heute reicht es, wenn ich irgendwo hin zeige) und bleibt dort, meist kann sie sich dann auch entspannen oder sogar schlafen.
Erregung durch Bewgung zu kompensieren erlaube ich ihr auch nicht. Habe ich das Gefühl, sie ist mit einer Situation überfordert, helfe ich ihr, in dem ich ihr Schutz biete. Ich hocke mich hin, nehme sie mit leichtem Druck zwischen meine Beine und warte bis sie sich beruhigt hat. Mein Trainer hat mir erklärt, wie man den Hund in so einer Situation streichelt um den Hund zu unterstützen (nicht kraulen, langsame Bewegungen und eine Hand immer am Hund).
Das war alles ein sehr langer Prozess und auch heute noch kommt ihre Aufregung oft durch. Sie geht dann in den "Korb", ist aber sehr unruhig und fiept. Ich sitze das aus, solange sie keine Schmerzen oder ähnliches hat, muss sie es auch aushalten. Das kann und will nicht jeder so machen.
Wie es mit einem Welpen ist, weiß ich nicht. Das war eben mein Weg diesem einen erwachsenen überdrehten Hund Ruhe beizubringen.
Wie gesagt, am sinnvollsten finde ich es, nochmal genauer bei eurer Hundeschule nachzufragen.