Beiträge von Stachelschnecke

    Keine Jodi Picoult mehr für mich, bitte. :pfeif:
    Mir war's einfach zu viel tränennasses Kissen.

    So, ich habe jetzt schnell einen Thriller eingeschoben gehabt, 'Todesfrist' von Andreas Gruber. War wirklich nicht schlecht, ich werde den Rest der Reihe wohl auch noch lesen. Ich mochte die Protagonisten und die Story. Solide, würde ich sagen. Kann man gut zwischendurch lesen, sprachlich halt naja- aber von nem Thriller erwarte ich auch nicht, Weltliteratur zu sein. Und jetzt? Ich schwanke. Jetzt geht es wieder an etwas ernsthafteres ohne Thriller.

    @Chris2406

    Bleibt es eigentlich dabei, dass du ein Topinambur Paket rumschicken wolltest? =)


    Ich freue mich gerade total. Nachdem ich mit dem herabfallenden Laub und Pferdemist jetzt die Grundlage für meinen Komposthaufen gelegt habe (war das eine Plackerei...), sind nächste Woche die Kräuterbeete dran (ich möchte die Beete für nächstes Jahr ja dieses Jahr schon mit Pappe machen). Statt aber Mist in die Beete einzuarbeiten, nehme ich ein Erde/Sand Gemisch. Wäre sonst zu viel für die magerliebenden Kräuter. Zwiebeln für Frühlingsblumen haue ich auch noch in die Erde, wenn ich schon dabei bin.
    Und nächste Woche wird's ganz toll- da ziehen nämlich meine Mädels ein, das heißt, vier Bienenvölker kommen in meinen Garten, wo sie sich dann hoffentlich sehr wohl fühlen. Sie bekommen auch ein Willkommensgeschenk, denn zusätzlich zu den vielen Linden, den Obstbäumen und Robinien dort hat der Bauer mir gesagt, dass nächstes Jahr auf allen Feldern um meinen Garten rum Raps angebaut wird. Na dann haben die Bienchen ja gut zu tun. :bindafür:
    Sonst wird es hier jetzt langsam ruhiger. Ich habe Todholz für meinen Igel an der Hecke aufgeschichtet und Steinhaufen errichtet. Die Obsternte ist erledigt und alles ist fein verarbeitet, verteilt oder gelagert (und ein Korb Fallobst ist stehen geblieben für die tierischen Bewohner des Gartens).

    Und wenn alles gut angeht was ich dieses Jahr gepflanzt habe (Aronia, Blaubeeren, Johannisbeeren in drei Farben, Himbeeren, Sommerflieder in drei Farben, Kolkwitzie, Forsythie (leider ökologisch nutzlos, nur für meine Sentimentalität), Ballonblumen, Stockrosen), habe ich nächstes Jahr einen bunten, summenden Garten. Die Dame von der ich die Bienen übernehme löst im gleichen Zug auch ihren Garten auf- und ich nehme alle Bienenpflanzen auf, die sie dort ausbuddelt für mich. Gibt auch noch ganz viel Saat für mich von Nachtkerze und Co. Also, läuft. Ich freue mich total darauf, wenn nächstes Jahr dann der erste Frühling in meinem Garten ist. :herzen1:
    Im Winter werde ich dann ordentlich Kräuter- Saatgut bestellen.

    Meine To-Do Liste für dieses restliche Jahr lautet also wie folgt:

    - Bienenkästen schleppen, bis der Rücken schmerzt
    - Zwei riesige Kräuterbeete erstellen und mit Steinen einfassen, damit ich weiß, wo ich mit dem Rasenmäher nicht lang darf
    - Malin beständig davon abhalten, den Rüssel zu den Bienen reinzustecken (... Memo: Noch ein Stückchen Hühnerzaun zum Einfassen der Bienen besorgen- hundefreie Zone)
    - diverse Stauden aus einem anderen Garten bei mir einbuddeln, bevor es friert
    - dito Zwiebeln in die Erde bringen, bevor der Boden friert
    - Vogelfutterstationen besorgen
    - den alten Hundezwinger vom Nachbarn, den ich jetzt endlich gekriegt habe, auf- und zum Schuppen umbauen (also Dach drauf, Wände rundherum, Dachrinne für die Regentonne anbringen).

    Ich sollte mich sputen. :lol: :hust:

    Aber natürlich, verantwortungslos will keiner hier sein! Schließlich sind wir ja alle perfekte Hundehalter und perfekte Bürger. :respekt:

    Wir haben uns heute entschieden, verantwortungslos zu sein. Malin und ich werden im Garten alles nochmal sichern, und mein Mann und seine Kollegen sind heute, verantwortungslos wie sie sind, zu ihrem Arbeitsplatz (Baumschule) gefahren, um dort die Bäume zu schützen, die durch die Gegend fliegen. Da muss ich aber mal ein ernsthaftes Wort mit ihm reden, wenn er nach Hause kommt. :dafuer:

    Ich habe früher auch immer gedacht, ich will nen möglichst unplüschigen Sheltie. Aber das was man so auf Ausstellungen sieht, entspricht ja eh selten der Realität. Die werden ja richtig auftoupiert! Inzwischen ist es mir egal, Shelties haben nunmal viel Fell, da macht das den Kohl jetzt auch nicht mehr fett, ob der Kragen dicker ist. Bei nem Rüden muss ich ja anscheinend eh mit mehr rechnen. Von daher... ich werd meinen Sheltie rein nach Wesen auswählen, und wenn ich am Ende mit einem aufgeplatzten Sofakissen auf dem Hundeplatz stehe, ist das eben so. :D

    Jetzt frage ich mich, was ich als nächstes lese - das nächste von Jeannette Wals, einen Ken Follett oder doch "Während die Welt schlief"?

    Kommt darauf an... wie sehr hat dich Schloss aus Glas denn mitgenommen? Die anderen Bücher der Autorin sollen in die gleiche Kerbe hauen, hab ich gehört. Wenn mich ein Buch emotional sehr mitgenommen hat muss ich immer zuerst was anderes lesen, bevor ich mir wieder die Dröhnung gebe. Welcher Follett ist es denn? Ich denke bei dem hast du nicht zu befürchten, zuviel nachdenken zu müssen. 'Während die Welt schlief' ist vermutlich (so nach Inhaltsangabe und Rezensionen) auch eher schwerer Stoff, den man verarbeiten muss. Ich glaub, ich würd nen Follett dazwischen schieben.

    Ja, Zeit nehmen für das Buch würde ich mir unbedingt! Ich habe mich zwischendurch gebremst um nicht zu schnell zu lesen, denn dann entgeht einem was. Vieles geschieht zwischen den Zeilen. Und dann hat man Sätze, die banal und einfach erscheinen, aber im Zusammenhang einen Kloß im Hals verursachen.

    @Brauni2012

    Vielen vielen Dank dass du uns auf die Wunderraum Bücher aufmerksam gemacht hast! :bussi:

    Ich habe 'Zartbitter ist das Glück' gerade beendet, und ich schreibe lieber gleich etwas dazu, bevor meine Erinnerungen verblassen.
    Über die Aufmachung und so weiter habe ich ja schon was gesagt, an dieser Stelle also nur mein Eindruck und etwas zum Inhalt. Es liest sich runter wie geschnitten Brot, und dennoch musste ich mehrmals inne halten um mir bestimmte Sätze auf der Zunge zergehen zu lassen.

    Mir fällt es schwer, das Buch angemessen zu beschreiben. Grundsätzlich geht es um fünf Frauen jenseits der 50, die sich auf einer Insel zusammen finden, um Schokolade zu machen. Im Grunde ist das die Handlung. Es wurde bewusst ein sehr langsames Erzähltempo gewählt und es ist definitiv nicht die Handlung, die im Vordergrund steht. Sie bietet nur einen Rahmen für das, was eigentlich wichtig ist. Und das sind die Frauen selbst. Fünf Frauen in reifem Alter, die sich zwar in ihrer Jugend gut kannten, seitdem aber ein komplett unterschiedliches Leben geführt haben. Wie das eben so mit Schulfreundinnen ist, die man aus den Augen verliert. Jede dieser Frauen ist sehr unterschiedlich, jede hat ihre eigenen Fehler gemacht und hat ihr eigenes Päckchen zu tragen. Und doch wollen sie versuchen, fünf so unterschiedliche Charaktere unter einen Hut zu bringen und zusammen zu leben. Dabei ist es so, dass das Buch aus sehr vielen Kapiteln besteht und jedes Kapitel abwechselnd aus der Sicht einer der Frauen erzählt wird. Nebenbei lernen wir auch noch so einiges über die Kultur von Fidschi, denn zwischendurch kommt auch immer die einheimische Haushälterin zu Wort, die versucht, die Europäerinnen zu begreifen.

    Die Entwicklung der Charaktere ist enorm, und jeder einzelne ist wahnsinnig liebevoll und detailliert ausgearbeitet. Gefühle und Handlungsweisen sind und bleiben absolut nachvollziehbar, ich litt mit, ich freute mich mit, und ich mochte jede einzelne von den Frauen- auf ihre Art. Und zum Schluss kamen mir tatsächlich die Tränen. Angenehm war, dass das ganze völlig ohne Kitsch auskam (wenn man es denn grundsätzlich erträgt, sich in einer tropisch paradiesischen Inselwelt zu befinden). Die Frauen sind normale Frauen von der Straße, es könnten Nachbarinnen sein. Und ich denke das ist es auch, was den Reiz des Buches ausmacht. Man schaut danach unwillkürlich auf der Straße einen Menschen an und denkt sich: Was hat er wohl für ein Leben gelebt? Was empfindet er?

    Die Sprache empfinde ich als absolut passend, sehr malerisch und schön, so schön, dass ich manchmal zweimal lesen musste. Und immer zwischendurch wieder Sätze, die zum Nachdenken anregen.
    Für jeden ist das Buch sicher nicht. Wer bei einem Roman vor allem eine Spannungskurve erwartet: Finger weg. Es gibt keinen Thrill, kaum Adrenalin. Wer jedoch auf Charakterentwicklung von Figuren steht und wen es interessiert, wie sich eine Gruppe von Menschen aus selbstgeschaffenen Gefängnissen befreit, wird das Buch lieben. Ich finde es wundervoll, es hat mich sehr berührt, diese Frauen zu begleiten. Ich kann es wärmstens weiterempfehlen und werde es sicher nochmal lesen.