Ja, das ist eine interessante Frage! Ein Stock setzt sich grob zusammen aus
Königin
Arbeiterinnen und
Drohnen (im Frühjahr, sonst gibt es keine)
Jetzt ist es aber in der Tat so, dass sich die Arbeiterinnen eine Arbeitsteilung schaffen. Was sie gerade machen, hängt von ihrer Lebensdauer ab. Dazu ein grober Überblick:
Arbeiterinnen fangen ab etwa dem 4ten Tag nach dem Schlupf an, aktiv mitzuarbeiten. Vorher laufen sie rum, lassen sich anlernen und schauen, wie überhaupt alles so funktioniert.
Dann sind die Aufgaben (4.- 12. Lebenstag)
- Ammentätigkeit (Füttern der Larven)
- Versorgung der Königin
- Putzen und Füttern von Stockbienen
(ab dem 12. Lebenstag dann:)
- Abnehmen von Nektar von heimkehrenden Sammlerinnen
- Fächeln mit den Flügeln zur Belüftung und Kühlung des Stockes (oder zum Wärmen. Im inneren muss der Stock stets 37 Grad haben)
- Putzen und Füttern von Stockbienen
- Wächterinnendienste (die Bienen sitzen tatsächlich direkt hinter dem Einflugloch und kontrollieren, dass nix fremdes reinkommt)
(Letzte Lebensphase, ab dem 20. Tag )
- Sammelflüge von Nektar, Pollen, Wasser oder Propolis
- Ablegen von allem Gesammelten bzw. Stillhalten, bis die Stockbienen ihnen alles abgenommen haben (Propolis muss zum Beispiel richtiggehend abgenagt werden)
Jede Biene hat also irgendwann alle Aufgaben im Stock erledigt. Die Sammlerinnen sind die ältesten Bienen, im Sommer werden sie etwa 4 Wochen alt, die Winterbienen haben eine längere Lebensdauer von ca. 6 Monaten.