Beiträge von Stachelschnecke

    Nachdem ich Ruhrpiraten beendet habe (ein Buch wie ein Presslufthammer, hat mir sehr gut gefallen), hab ich 'Die Frauen vom Löwenhof' von Corina Bomann angefangen- und sogleich auch wieder abgebrochen.

    Drei Punkte haben mich an dem Buch interessiert:

    1. Es spielt in Schweden
    2. Es geht um eine Suffragette
    3. Die Autorin kannte ich noch nicht und ich habe viel Lob gehört.


    Öhm, tja. Ich schätze, als Liegestuhllektüre taugt's. Aber nicht für mich.

    Zu 1. Kein Hauch von schwedischem Flair zu spüren, keine Kultur. Könnte genauso gut an jedem anderen Ort der Welt spielen. Sowas mag ich nicht, das klingt immer so nach 'es muss jetzt was cooles sein, sonst liest es ja keiner'.

    Zu 2. Sie entwickelt sich leider genau in die Gegenrichtung- zu einer liebeskranken Heulerin. Keine Spur mehr von Frauenrechtlerin.

    Zu 3. Gut, jetzt kenn ich sie. Es wird aber das letzte Buch von ihr sein. Ich weiß schon, warum ich so Frauenunterhaltungsliebesromane normalerweise nicht lese.

    Und als Zusatz: Die Sprache ist, nennen wir es mal, seicht. Ohne Bilder im Kopf. Also... nö. Nix für mich.

    Ich schreibe seit Jahren an meinem Roman- aber auf schwedisch. Leider bin ich nämlich im Deutschen nicht so wortgewandt, wie ich es gerne wäre. Mir gelingt es oft nicht, meine Gedankengänge adäquat in einer (für mich) Fremdsprache auszudrücken. Zumindest nicht auf dem Level, das ich für einen anständigen Roman voraussetze.
    Wer weiß, vielleicht probiere ich das irgendwann mal, aber bisher ist das Ganze nur für mich alleine. Weil es Spaß macht.

    Allerdings bin ich tatsächlich mehr die manische Leserin und sehe im Schreiben nicht meine Berufung.

    Hätte ich wirklich klarer ausdrücken sollen. :lol:
    Über sind sie nicht- sie passen gerade nur nicht mehr ins Regal. Aber das macht nichts, Ikea hält jederzeit etliche neue Bücherbehausungen bereit. :pfeif:

    'Ruhrpiraten' kann ich übrigens wirklich empfehlen. Es beschäftigt sich mit einem Thema, das ich so noch nie gelesen habe- nämlich den Jugendaufständen im Nationalsozialismus. Also den Jugendlichen die sich weigerten in die Hitlerjugend oder zum Bund deutscher Mädel zu gehen und lieber frei sein wollten. Es war strafbar, den 'Freizeit'Dienst zu verweigern und es hatte harte Konsequenzen. Dennoch gab es- gerade im Ruhrgebiet und Rheinland- unglaublich viele Jugendliche, die im Untergrund Widerstand übten. Echt spannend, schlau konstruiert und angenehm geschrieben.

    Hm... mein Hund ist auch herzkrank, und ich habe meine Ärztin extra gefragt, ob ich bei der Ernährung was beachten muss. Sie meinte nur ich soll möglichst salzarm füttern wegen der Wasseransammlungen in der Lunge die mit Herzkrankheiten meist einher gehen und ich soll Übergewicht reduzieren- aber sonst ist auf nichts speziell zu achten was die Ernährung betrifft.

    Dann lieber nicht... es interessiert mich echt total, aber da geh ich lieber mal auf Nummer sicher.

    So, ich biete dann mal 'Die Unvollendete' von Kate Atkinson und 'Der Apfelsammler' von Anja Jonuleit an. Beide habe ich zwar noch nicht gelesen, aber das macht nix. Ich lese sie dann, wenn sie wieder zuhause sind. Auf absehbare Zeit bekomme ich die eh nicht in meinem Leseplan unter.