Ich war einmal im hiesigen Tierheim und habe damals (Anfang 20) keinen Hund bekommen. Ich wollte einen älteren, gerne mit Handicap. Er musste nur verträglich sein und sollte kein Problem mit Menschen haben, weil ich ihn mit in die Uni nehmen durfte/wollte.
Ich bin sogleich durch das Raster gefallen, weil Single und Student. Dass ich ein vernünftiger junger Mensch war und durchaus Plan von dem hatte was ich wollte (mit Notfallplänen A-D), hätten sie durch ein Gespräch sicher erfahren. So weit kam ich aber leider nicht. Ich wurde dann wieder weggeschickt mit den Worten: So jung? Da machen sie doch lieber Party. Versuchen sie es in ein paar Jahren nochmal, dann sehen wir weiter...
Ich bin dann rüber nach Belgien gefahren und habe mir einen Hund aus der Tötung geholt.
Trotzdem würde ich aufgrund dieser Erfahrung niemals alle Tierheime und Organisationen über einen Kamm scheren. Alles steht und fällt mit den Mitarbeitern. Es gibt unsympathische, sture, arrogante Menschen, und die arbeiten im Tierschutz wie in jedem anderen Job auch. Und es gibt solche, die wirklich nur das Beste für die Tiere wollen, das sind dann üblicherweise die, die sich auch hier finden. Aus diesem Grund sind solche Diskussionen hier auch müßig- auch wenn das schwer zu verstehen ist, das Gros der Hundehalter ist nicht so informiert, reflektiert und so vernünftig wie die User des DF. Da regnet es Dummheiten und Lügen vom Himmel, das glaubt man nicht. Man wird im TS so oft verarscht dass ich es durchaus verstehe wenn einem mal das Lächeln flöten geht. Die meisten Menschen gehen nicht mit der nötigen Ernsthaftigkeit an die Anschaffung eines Haustieres heran, die meisten Menschen machen sowas spontan und nach 'ach wie hübsch'.
Ich würde mir dennoch wünschen, dass die Mitarbeiter die diese sehr spezielle Art an sich haben lernen, wie man mit Menschen umgeht- oder sich das wieder ins Gedächtnis rufen. Die anderen vielen tollen Mitarbeiter brauchen sich diesen Schuh nicht anziehen. Die tun was sie können und müssen und vor denen ziehe ich meinen Hut.