Ach ja. Weißt du was?
Mit meiner großen Hündin hat es über ein Jahr gedauert bis wir uns richtig verstanden haben, bis wir uns vertraut haben und uns gegenseitig einschätzen konnten. Ich musste mich erst auf sie einstellen, aber jetzt haben wir eine Freundschaft und eine friedliche Koexistenz aufgebaut- sie ist mir sehr wichtig, ich sorge für sie und habe sie sehr gerne um mich und hab sie sehr lieb- aber ein Seelenhund ist sie nicht. ABER: Sie ist der von meinem Mitbewohner. Das ist sein Mädchen, an dem er schrecklich hängt. Mit den beiden passt es einfach, und das ist ausreichend. Dabei lehne ich Malin aber keineswegs ab- es ist aber so, dass sie auf jeden Fall mit ausziehen würde wenn mein Mitbewohner geht. Die beiden wollen und können nicht ohneeinander- für mich wäre das nicht so ein Drama, wenn ich sie noch regelmäßig sehen könnte und gut versorgt wüsste.
Jedoch: Alleine der Gedanke daran er könnte Öre mitnehmen, schnürt mir die Kehle zu. Niemals käme das in Frage. Das war aber auch gar keine Diskussion- dieser Hund kam hier rein und suchte sich mich als Bezugsperson aus. Meinen Mitbewohner findet sie nett, die beiden verstehen sich gut und kuscheln auch... aber sie haben keine tiefe Beziehung zueinander. Wenn ich da bin, ist die Kleine bei mir (wenn sie nicht eh mit mir mitkommt). Bin ich nicht da, wartet sie in meinem Bett im Obergeschoss, auch wenn der Mitbewohner da ist. Der interessiert sie einfach nicht.
Hauptsache ist, dass der Hund eine echte Bezugsperson hat, zu der er eine tiefe Bindung aufbauen kann. Viele Hunde suchen sich diese auch selbst aus. Für andere Personen reicht ein 'nur mögen' dann aus. Da sollte man sich nicht so einen Kopf machen. Die Hunde tun's auch nicht.