Ich freu mich drauf! ![]()
Beiträge von Stachelschnecke
-
-
Richtig.

Und die Ruinen haben sie nichtmal gesehen als sie davor standen, so überwuchert war das alles.
Bin gespannt, wie es weitergeht.
'Tagebuch eines Buchhändlers' habe ich gerade angelesen und lege ich mir zu. Hat mich jetzt inspiriert, ich probier's mal auf Englisch. Ist schon ewig her. Ich les Bücher schon immer auf deutsch (oder schwedisch), aber an und für sich dürfte das leicht zu lesen sein.
-
Es ist so faszinierend dass es immer noch weiße Flecken auf der Landkarte gibt.
Das ist es, wobei sich mir sofort die Frage stellt, ob man sie nicht weiß lassen sollte.
Jede Begegnung mit der Moderne oder was sich dafür hält, verändert diese indigenen Völker.
Fand dazu die Gedankengänge von Nigel Barley immer passend.
Ich stimme dir zu- aber hier siedeln nicht mal indigene Völker. Die Region ist absolut unzugänglich und die genauen Koordinaten wurden auch jetzt nicht bekannt gegeben. Es ist irre, seit über tausend Jahren hat nichts dort mehr einen Menschen gesehen. Soweit ich es verstehe, soll das Tal auch weiterhin unberührt bleiben. Das Team ist bereits wieder vollständig abgezogen. Die Bilder sind überwältigend.
-
"Tagebuch eines Buchhändlers"!!


Das ist schon fest eingeplant, aber ich hab es noch nicht.
Allerdings würde ich trotzdem ohne Buchkauf aus deinem Laden laufen. Der Autor ist ja auch englischsprachig und wenn ich kann, les ich immer das Original. Waterstone freut sich schon auf meinen nächsten virtuellen Besuch ...
Ich habe mich da gerade etwas umgeschaut... bin ich doof oder kostet der Versand nach Deutschland 11 Pfund?
-
Ich lese ja jetzt 'Die Stadt des Affengottes' von Douglas Preston. Den Autor kennt man ja eher von seinen Thrillern her- da ist das mal was komplett anderes. Es ist nämlich ein (wahrer) Expeditionsbericht einer Gruppe die vor ein paar Jahren den Dschungel von Honduras bereist hat- mit dem Ziel, eine vergessene Kultur zu entdecken. Das ganze packt mich gerade ziemlich, ich lese ja ohnehin gerne von Reisen, und wenn man dabei noch eine verwunschene, im Dschungel vergessene Stadt finden kann... hach...

Es ist so faszinierend dass es immer noch weiße Flecken auf der Landkarte gibt.
-
Brauni hat gesagt, sie sei bei Seite 150. Zitate von Seite 300ff sind demnach gespoilert.
-
Viel mehr deines Beitrages gehört in den Spoiler. Da steht jede Menge drin was nicht im Klappentext steht.
-
WIESO krieg ich keine Benachrichtigungen über dieses Thema? Ich schnall's nicht.

Aber stimmt, irgendwie ist gerade so massig zu tun... vielleicht verlegen wir das einfach in den Herbst. Dann muss ich keine Bienen mehr versorgen, was momentan sehr viel Zeit frisst.
-
Das hat mich wirklich geschafft, gefesselt, auch etwas entnervt und davon muss ich mich erholen.
Eindruck hat es jedenfalls bei mir hinterlassen, uneingeschränkt empfehlen würde ich es nicht.
Dieser Meinung schließe ich mich komplett an. Ich denke es kommt darauf an, mit welcher Haltung man diesen Roman liest. Aus Beschreibung und Inhaltsangabe heraus war es einfach nicht ersichtlich dass die Gewichtung auf Glauben und Religion so stark sein würde. Man rechnet eher mit einem Gruselroman, der sich um einen verfluchten Landstrich dreht. 'The Loney' selbst, also der Ort an sich, ist hingegen austauschbar für die Geschichte. Das hätte auch an vielen anderen Orten spielen können. Aus Unterhaltungssicht hat das Buch einige Schwächen (Charaktere, zumindest im Deutschen, Lücken in der Erzählung, unlogische Sprünge, seitenweise Monologe die sehr (zu sehr für den allgemeinen Leser) in die Tiefe gehen). Liest man es aber als Gleichnis und sucht nach Symbolik, ist es sicher ein Meisterwerk. Ich hatte es unter dem ersten Gesichtspunkt gelesen. Und da blieben so einige Fragen offen.
Spoiler anzeigen
Ich weiß auch nicht wie realistisch es ist, dass sich ein Priester derart unterbuttern lässt von jemandem wie 'Mummer'. Die Bezeichnungen haben mich am Ende tatsächlich ziemlich entnervt zurückgelassen. Warum übersetze ich es nicht in Vater Bernard? Gibt's im Deutschen doch auch. Aber Father, Farther... grausam. Und dann natürlich ein extremer Schnitt... erst beschäftigen wir uns nur mit menschlichen Abgründen und einem düsteren Landstrich, und plötzlich gibt's ein Wunder- das mit dem Baby fand ich dann auch solala. Die Idee an sich war gut und passte auch gut ins Konzept, aber mir war das alles zu lückenhaft und abgehackt. Ohne ein paar Fragen zu beantworten wirkt es doch arg konstruiert. Gut, ich akzeptiere jetzt mal dass eine übersinnliche Komponente im Buch vorkommt und es tatsächlich so war dass sie sich Babies gekauft haben, um ihre Sünden und Krankheiten darauf abzuladen. Aber... wie sind sie drauf gekommen? Welche Rituale wurden genutzt? Was für Menschen sind die Männer eigentlich, was für Lebensläufe haben sie? Auch die waren nämlich sehr blass, ausser dass der Hund eben alles zerfleischte was er fand (jaja, die Symbolik mit dem Lamm hab ich durchaus verstanden) und die anderen böse schauten und bedrohlich wirkten. So sehr der Autor bei anderen Dingen in die Tiefe geht- die drei lässt er komplett aussen vor, obwohl sie doch der integrale Bestandteil der Handlung sind. So wirkte es auf mich irgendwie... unrund. Irgendwelche Männer kaufen irgendwelche Babies (warum machen sich die Mütter eigentlich keine Gedanken darüber?) und benutzen sie, um sie dann weg zu werfen. Das ist mir zu wenig. Da hätte für mich deutlich mehr Hintergrund kommen müssen.
Dann hab ich es so verstanden, dass Hanny das Baby letzten Endes erschossen hat, korrekt?
Meine Lieblingsstellen waren die, in denen sich Hanny mithilfe seiner Gegenstände verständlich gemacht hat (wie kommt man nochmal von dem Namen Andrew auf Hanny?- Namen, das immerwährende Thema in diesem Buch...). Wenn er mit traurigem Gesicht seinen Dinosaurier hervorholte, hätte ich heulen können- diese Stellen haben mich sehr berührt, aber sie waren rar gesät.
Unterm Strich werde ich sein zweites Buch auch noch lesen, obwohl ich einige Kritikpunkte an Loney habe. Was er hervorragend kann, ist Atmosphäre aufzubauen.
-
Ich halte mich noch brav zurück bzgl. der Handlung. Für mich jedoch war es stellenweise ein bißchen zuviel des Guten bzgl. der Kirche. Als Rahmen durchaus sehr interessant und passte auch gut zu der Schwermütigkeit des Romans, aber manchmal waren es leider Stellen bei denen ich das Gefühl hatte, der Autor kommt vom Hölzchen aufs Stöckchen und es hatte keinen Mehrwert für Handlung oder Protagonisten. Es las sich stellenweise wie eine religiöse Abhandlung die nichts mit den Charakteren zu tun hatte, das war mir zuviel. Als hätte der Autor in der letzten Messe eine Predigt gehört und müsse jetzt zwangsweise seine Gedanken dazu in seinem Buch verarbeiten.
Spoiler anzeigen
Zum Beispiel der Monolog des alten Priesters gegen Ende am Strand, da fielen mir fast die Augen zu. Zu ausufernd und eher als theologische Abhandlung tauglich denn als Psychogramm.
Zudem fand ich auch die Balance der Charaktere nicht ganz gelungen. Während die Protagonisten, die Priester und die Eltern durchaus glaubhaft waren wenn auch stellenweise etwas überzeichnet, blieben mir die anderen Teilnehmer der Reise wirklich zu blass. Ich konnte die bis zum Schluss nicht auseinander halten.