Ich halte mich noch brav zurück bzgl. der Handlung. Für mich jedoch war es stellenweise ein bißchen zuviel des Guten bzgl. der Kirche. Als Rahmen durchaus sehr interessant und passte auch gut zu der Schwermütigkeit des Romans, aber manchmal waren es leider Stellen bei denen ich das Gefühl hatte, der Autor kommt vom Hölzchen aufs Stöckchen und es hatte keinen Mehrwert für Handlung oder Protagonisten. Es las sich stellenweise wie eine religiöse Abhandlung die nichts mit den Charakteren zu tun hatte, das war mir zuviel. Als hätte der Autor in der letzten Messe eine Predigt gehört und müsse jetzt zwangsweise seine Gedanken dazu in seinem Buch verarbeiten.
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Zum Beispiel der Monolog des alten Priesters gegen Ende am Strand, da fielen mir fast die Augen zu. Zu ausufernd und eher als theologische Abhandlung tauglich denn als Psychogramm.
Zudem fand ich auch die Balance der Charaktere nicht ganz gelungen. Während die Protagonisten, die Priester und die Eltern durchaus glaubhaft waren wenn auch stellenweise etwas überzeichnet, blieben mir die anderen Teilnehmer der Reise wirklich zu blass. Ich konnte die bis zum Schluss nicht auseinander halten.