Ich bin Alltagsbegleitung (noch ohne Qualifikation, aber eventuell ist die abgelehnte Weiterbewilligung der Rente und damit wieder Bürgergeld zumindest dafür gut, dass sie mir die Kosten einer Weiterbildung übernehmen) im Minijob (könnte aber auch mehr Stunden machen, geht gesundheitlich nur halt nicht) und obwohl ich zwar so viele Jobs im Kopf hatte, die mir gefallen würden, bevor ich akzeptieren musste, dass keiner davon dank des CFS je was wird, und Alltagshilfe KEINER davon war, liebe ich diesen Job. Er ist super abwechslungsreich, meine Kunden sind super (da kommt es aber halt auch auf den Chef an - meiner ist großartig und sortiert die "Ätzenden" einfach aus, denn mit seinen Mitarbeitern geht niemand blöd oder respektlos um
Aber manchen Chefs isses ja egal, hauptsache Kunden und Geld...), er ist sehr flexibel und nicht so anstrengend, vor allem wenn man es vielleicht schafft, einen schönen Mix hinzubekommen - Also ein paar Kunden, die hauptsächlich Hilfe beim Putzen/im Haushalt brauchen; ein paar, die sich eigentlich eher über die Gesellschaft freuen; ein paar, die man vielleicht öfter mal irgendwo hin begleiten oder für sie einkaufen gehen soll, ...
(Meine Mutter wär auch ein Traum für jede Alltagsbegleitung - Die hat letztens mit "ihrer Magda" ne Folge "Magda macht das schon" geguckt (wer die Serie noch nicht kennt: RTL+ - großartige Show; jede/-r Pflegebedürftige braucht eine Magda!!
), ein Exit-Game gespielt oder sonst was. Die hätt ich auch gern als Kundin, ich hoffe, "ihre Magda" weiß sie zu schätzen
)
Für mich steht fest, dass dieser Job voll meins ist und ich würd die Weiterbildung darin wahnsinnig gern machen. Ich kann den Beruf nur jedem empfehlen, der an und für sich jetzt nicht groß was gegen menschliche Kontakte hat
Das größte Problem in diesem Bereich der ambulanten Betreuung ist halt: Die Kunden (sorry, falls das jetzt makaber klingt) sterben einem halt irgendwann weg oder gehen in ein Pflegeheim, sodass man sich 1. vielleicht nicht zuuu sehr an sie binden sollte und 2. man eventuell dann halt auch mal plötzlich mit 2-3 Kunden weniger dasteht und nicht direkt morgen gleich die nächsten 2-3 passenden Kunden parat stehen.