Beiträge von Billi

    Zum Thema "Spitz und Kommandos": Columbus macht brav "Sitz" an der Straße. Sehr zuverlässig abrufbar. Außer es regnet und der Bürgersteig ist nass. Da schaut er mich an, senkt minimal den Plüschpo ab, schaut mich nochmal an ("reicht doch, oder? Du willst doch nicht etwa im Ernst, dass mein Poflausch nass wird??") - und dann gehen wir über die Straße. Ich glaube, Unterordnung/Rally Obedience wird nie "unser" Hundesport... :headbash:

    Oh, täusch dich da nicht. Charly ist normal auch so drauf, aber an RO hat er (inzwischen :hust:) richtig Spaß. Er fand Unterordnung schon immer klasse. Also wenn es nicht nass war, keine anderen Hunde oder Autos anwesend waren, oder oder. Das hat sich über die Jahre so entwickelt, dass ich mit ihm auf Turniere gehen kann und da eher ich der limitierende Faktor bin. |) Manchmal ist seine Motivation sogar so hoch, dass er sogar im nassen Gras Platz machen würde. Ich verlang das aus Erfahrung mit ihm nicht so oft, aber immer wenn er es macht, wundert und rührt es mich zugleich. Macht ihm wohl wirklich Spaß der Sport. :herzen1:

    Wenn du bei einer Online-Besprechung gerade geistig abgeschaltet hast und von einem harschen „Halt die Klappe!“ wieder aus den Tagträumereien zurück geholt wirst. :emoticons_look:

    Und wenn du danach überlegst, was der Hunde-Erziehungsstil des mal kurz ausfällig gewordenen Chefs, an dessen Tür der Postbote geläutet hatte, über dessen Fähigkeiten zur Mitarbeiter-Führung aussagt. Er musste seinen Vortrag unterbrechen, um seine „Töle“ an der Tür abzulösen. Seinen Hund fand ich im Gegensatz zu ihm in der Situation ja sehr souverän…:hust:

    Ich glaube, der große Vorteil bei dem Paar mit dem super süßen Wolfsspitz ist, dass es zwei Frauen sind, die beide ziemlich zeitnah hintereinander ein Baby bekommen (haben). Das ist ja nochmal eine andere Situation, wenn beide zuhause sind und sich um die Babys und den Welpen kümmern, als wenn das nur einer tut und der andere arbeiten geht. Und es ist nicht ihr erster Hund und zudem haben sie ja schon ein Baby und wissen, worauf sie sich einlassen.

    Ich traue ihnen das also durchaus gut zu. Aber ich persönlich wäre mit der Konstellation trotzdem heillos überfordert. Allein mit einem Baby eigentlich schon. |)

    Ich möchte auch mal eben meinen Senf abgeben, weil mich die grundsätzliche Problematik (und damit meine ich jetzt nicht die vom Hund :sweet: ) sehr an meine eigenen Schwierigkeiten erinnert.

    Vielleicht deswegen ein paar Empfehlungen von einer Mitleidenden, auf die Gefahr hin, einige Tipps zu wiederholen:

    Wenn du nicht gerade die ultimative Empfehlung für einen wirklich guten Hundetrainer am neuen Wohnort bekommst, dann lass es sein. Lieber ein bisschen mehr auf den Bauch gehört und das ein oder andere schleifen gelassen, als dir mit einem schlechten Trainer (und davon gibt es viele!) neue Baustellen antrainieren. Überleg dir, was du wirklich willst und setze das authentisch um. Wenn du mal überlegst in deinem Alltag mit Hund, da gibt es bestimmt einige Sachen, die so richtig gut laufen und dir gar nicht auffallen, weil sie so selbstverständlich geworden sind. Vermutlich hast du genau diese Sachen nicht mit einem Trainer aufgebaut…

    Beim Thema Dummy oder anderer Sport genau die gegenteilige Empfehlung: Mach das am besten unter Anleitung eines guten Trainers, um dir keine Fehler einzubauen, und mach es ordentlich. Keinen Hundeschul-Spaßkurs, sondern über einen Verein, wo auch sportliche Ziele verfolgt werden. Du musst selbst nicht unbedingt an Prüfungen teilnehmen, wenn du das nicht willst (meistens will man aber dann doch irgendwann), aber hier findest du in der Regel eher einen guten Trainer auf seinem Gebiet.

    Mach lieber weniger, aber mach es gut, sodass alle davon profitieren. Statt drei Stunden Gassi voller Frust, setz dich lieber in der Zeit ins Auto und fahre irgendwohin, wo nicht so viele Ablenkungen lauern. Hab da eine Stunde lang einen wunderbaren, erholsamen Spaziergang mit deinem Hund und fahr gut gelaunt wieder zurück. Es wird nicht immer klappen, aber irgendwann wirst du schon wissen, welche Weichen du stellen musst, damit der Spaziergang gelingt. Ab und zu kannst du dann zu Trainingszwecken natürlich auch wieder in belebteres Gebiet, aber wohldosiert. Und dann verbuche es auch als Training, denn Entspannung kannst du dir von so einem Spaziergang nicht erwarten.

    Als nächstes: Schraub deine Erwartungen an deinen Hund runter. Das ist eine sehr schwere Übung, weil man ja in der Regel ein bestimmtes Bild im Kopf hat, wie der Hund sein soll. Wenn der Rückruf nicht klappt, muss halt die Schleppleine (oder wie bei mir die verpönte Flexi) dran. Wenn der Hund ständig von seiner Decke aufsteht, wird er eben dort angebunden. Und wenn das in ein paar Jahren immer noch so ist, dann ist es eben so. Je eher du den Gedanken „das muss doch aber“ ablegst, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass dein Training Früchte trägt und es das Management irgendwann nicht mehr braucht.

    Natürlich sollst du jetzt nicht von heute auf morgen dein Alltagstraining komplett hinschmeißen, aber es mit wesentlich weniger Druck angehen. Versuche deine Spaziergänge so zu gestalten, dass der Hund dabei gar nicht so viel leisten muss. Dann hat er auch mehr Hirnschmalz in Momenten, wo du dann doch etwas von ihm abfragst.

    Unterschätze auch nicht den Umzugsstress: Statt da gleich den nächsten Trainer zu kontaktieren, solltet ihr euch alle genügend Zeit nehmen, euch zunächst an den schnöden neuen Alltag zu gewöhnen.

    Und zu guter Letzt: Wenn du mal wieder den Kopf frei hast, lies dir alle Beiträge nochmal in Ruhe durch. Es sind einige sehr gute darunter, auch wenn sie auf den ersten Blick vielleicht provokant erscheinen. Manche sind gut, passen aber vielleicht so nicht auf euch. Hier in diesem Forum kann man sehr viel lernen, aber man muss erstmal durchsteigen und manchmal auch den Ton ausblenden. |)

    Wir wohnen auch im Risikogebiet und haben regelmäßig selber Zecken am Körper ( :kotz: ) und ich hab mich impfen lassen, nachdem mein Hausarzt meinte: „Im besten Fall sterben Sie an FSME, im schlechteren sind Sie nach der Infektion hochgradig behindert.“ :ugly: Hab die Impfung gut vertragen.

    Mein Mann wiederum ist nicht gegen FSME geimpft, weil sein Hausarzt da trotz den Hunden keine besondere Veranlassung gesehen hat. Ehrlich gesagt fühle ich mich da nicht so wohl dabei, aber es ist seine Entscheidung und er hat leider auf seinen Arzt gehört.

    @Aoleon

    War nicht wirklich ernst gemeint mein Beitrag. ;)

    Hab aber wohl einen wunden Punkt getroffen und kann das auch gut nachvollziehen. Kenne das Problem leider auch von meinem Mann. Leider vor allem bei großen Dingen. Er hat damals einfach ungefragt mein Auto (!!!!) genommen. Da bin ich dann doch ziemlich an die Decke gegangen! :fluchen: :barbar: