Den Vergleich zu meinem ersten Hund nicht zu ziehen, käme mir seltsam vor, denn das Zusammenleben war einfach lebensprägend. Nicht missverstehen; ich stehe nicht da und zetere warum der zweite nicht so sein kann wie der erste Hund. Es sind die Erfahrungen mit beiden die ich miteinander vergleiche und die mich manchmal wundern machen oder grübeln, zweifeln, auch lachen und eine ganze Bandbreite mehr. Manches lässt sich nicht ändern, auch nicht durch noch so schwere Bitterkeit über einen Verlust, meine Traurigkeit möchte ich meinem jetzigen Hund auch nicht aufbürden und habe ihn offenen Herzens in meine Obhut genommen. Mein "neuer" Hund ist da und mein erster Hund nicht und ich wünsche mir daher einen schönen gemeinsamen Lebensweg. Und eben darum stecke ich auch viel Herzblut hinein und reagiere mitunter so grässlich menschlich mit Enttäuschung und Mutlosigkeit.
Vergleiche mit dem ersten Hund bringen meistens ...gar nichts.
Denke voller Freude an die Zeit und Erfahrung mit deinem ersten zurück, aber sammel mit deinem jetzigen Wuff neue Erfahrungen.
Meine alte Hündin war ein absoluter Traum. Super lieb, bellte nicht, total gehorsam- aber von sich aus schon- will to please war bei ihr angeboren. Als ich sie mit 16 gehen lassen musste brach für mich auch eine Welt zusammen.
Dann kam unser "neuer" Hund. Ganz flauschig und knuffelig, aber das totale Gegenteil. Benutzt seine Stimme ziemlich oft, Gehorsam, war sehr viel Arbeit und in keinster Weise mit meiner Hündin zu vergleichen. Aber heute mit fast 7 gehört wer für mich so zur Familie wie damals mein Julekin. Dennoch denke ich heute noch oft an sie und das mache ich immer noch gerne und voller Liebe. Klar kommen manchmal Situationen auf wo man sagt, das hat sie aber anders gemacht, aber denke daran, jeder Hund ist einzigartig und so musst du mit ihm auch umgehen.
Lass dir Zeit und vorallem, höre auf dein Bauchgefühl, dann wird das schon.