Beiträge von tinybutmighty

    Ich denke, letztlich kann man da nicht pauschal sagen: "Rasse X hat keinen Jagdtrieb".

    Es kommt zunächst mal ja auf die Defintion des Wortes Jagdtrieb an und dann auch noch auf den individuellen Hund, unabhängig von seiner Rasse.

    Ich kenne eine PRT-Hündin, die jagdlich null interessiert ist - dafür jagt sie aber ihrem Ball hinterher und ist ein richtiger Junkie. Wahrscheinlich könnte man in so einem Fall sagen, der Jagdtrieb ist durchaus vorhanden, wurde aber vom Besitzer bewusst oder unbewusst "umgelenkt", oder?

    Hunde der FCI Gruppe 9 weisen oftmals tatsächlich einen geringen Jagdtrieb auf, aber auch hier gibt es individuelle Unterschiede. Und man darf nicht vergessen, dass sie Hunde sind, auch wenn sie klein und niedlich aussehen!

    Mein Chihuahua hatte bisher noch keine Offline Begegnungen mit Hasen, Rehen oder anderen Tieren, von daher weiß ich nicht, wie er reagieren würde. Krähen scheucht er ganz gerne auf, aber er ist da nicht wirklich "ernsthaft" bei der Sache, sondern rennt, nachdem die Krähen aufgeflogen sind, einfach eine Runde und kommt dann zurück.

    Hi, ich habe jetzt nicht den ganzen Thread gelesen, sondern nur den Eingangspost überflogen.

    Ich vermute aber, für das Phänomen, dass RafiLe1985 hier wahrnimmt, könnte eventuell auch damit zusammenhängen, dass es heute mehr Kinder mit Migrationshintergrund gibt als früher, die aus Kulturen stammen, in denen Hunde als Haustiere eher selten sind. Was dazu führt, dass diese Kinder nur wenig Kontakt zu Hunden haben und sie somit schlecht einschätzen können und ihnen lieber aus dem Weg gehen.

    Eine sehr gute Freundin von mir, mit der ich gemeinsam in der Schule war (inzwischen studieren wir an verschiedenen Unis), hat auch ziemlich große Angst vor Hunden. Sie ist Türkin und in ihrer Familie hat niemand einen Hund, es fehlt auch völlig der Bezug zu Hunden.

    Sogar vor meinem Chihuahua hat sie nach wie vor etwas Angst. Sie hat ihn auch erst einmal live getroffen, ich glaube, es ist ihr lieber, wenn ich ihn zuhause lasse.

    Natürlich kenne ich auch Kinder mit Migrationshintergrund, die vor Hunden überhaupt keine Scheu haben. Ich hatte im Sommer sogar das Problem, dass einige Kinder hier dauernd Rex streicheln oder hochnehmen wollten - und die meisten davon hatten Migrationshintergrund.

    Trotzdem fällt mir auch immer wieder auf, dass vor allem Kinder, die einen anderen kulturellen Hintergrund haben, Rex ausweichen. Dabei ist er ja wirklich ein Winzling und sieht nullkommagarnicht zum Fürchten aus.

    Ja, allerdings nur in einer Hundepension. Und das wollen wir eigentlich nicht unbedingt, da es dort genauso auch läufige Hündinnen geben kann und da dann auch was passieren könnte, wenn nicht genau aufgepasst wird... I

    Soweit ich informiert bin, nehmen doch viele Hundepensionen bzw. HuTas gar keine Hündinnen, wenn die gerade läufig sind, oder?

    Ich werfe noch mal Hunde aus dem Tierschutz ins Rennen.

    Verres, ein paar Seiten zuvor meintest du, Angst zu haben, der Hund könne traumatisiert oder sonstwie zu händeln sein. Außerdem sei dir die unklare Vergangenheit der Tiere zu riskant.

    Dazu kann ich dir nur sagen: Ja, es gibt Tierheimhunde, die eindeutig nicht für Anfänger ohne Hundeerfahrung geeignet sind. Es gibt aber auch sehr viele Tierheimhunde, die einfach nur Pech hatten und von ihren Besitzern wegen Dingen wie Umzug/Scheidung/Zeitmangel/Jobwechsel/Todesfall abgegeben wurden.
    Die Vergangenheit von Tierheimhunden liegt also nicht immer im Dunkeln. Sie haben auch nicht alle Schlechtes erlebt.

    In einem guten Tierheim werdet ihr kompetent beraten und man schlägt euch jene Hunde vor, die für euch passend sind.

    Es finden sich im Tierheim durchaus anfängerkompatible Gesellen, die euren Anforderungen entsprechen. Wenn ihr Glück habt, ist der Hund sogar schon mit einigen Kommandos vertraut und ihr erspart euch somit einen Teil der Erziehungsarbeit.

    Gerade Anfänger unterschätzen nämlich oft, wie viel Aufwand ein Welpe/Junghund ist ;)

    Würde denn konkret für die Stadt und wenn man vormittags weg ist, ein Parson Russell Terrier (glatthaar) besser passen als ein Kooiker ? Wieso genau ?

    Die meisten Rassen können sich an ein Leben in der Stadt gut anpassen. Jeder Hund sollte aber regelmäßig auch Spaziergänge im Grünen genießen dürfen.

    Das Alleinebleiben kann ebenfalls jeder Hund lernen. Man muss es aber langsam und schrittweise aufbauen.

    Soweit ich weiß, hat der PRT einen hohen Bewegungs- und Beschäftigungsdrang. Auch der Jagdtrieb kann stark ausgeprägt sein. Wird der Hund nicht jagdlich geführt, ist eine sinnvolle Auslastung darum umso wichtiger.

    Vielen Dank nochmal für die vielen hilfreichen Ratschläge.

    1) Habe mich eigentlich schon für einen Kooiker entschieden. Mir gefällt die Optik. Ich suche halt nichts
    dackelartiges, nur weil ich vormittags meistens in der Schule bin. Außerdem suche ich einen Hund mit
    enger Bindung zum Menschen. Allzu groß soll er aber auch nicht sein, weil ich in möglichst überall mitnehmen will.
    Ich freue mich schon sehr auf die Hundeschule. Allerdings kann ich nicht garantieren, dass ich mit dem Hund
    ZEITLBENS irgendwelche Übungen mache. Das muss man sehen. Im Prinzip soll es ein Begelithaund sein

    Hallo,


    ist die Optik für dich das ausschlaggebende Kriterium? DAS ist nämlich ein absolutes No-Go bei der Anschaffung eines Hundes. Du solltest dich statt auf die Optik zu achten lieber mit dem Charakter des Kooikers und anderer in Frage kommender Rassen befassen und dir dann die Frage stellen ob die Rasse überhaupt zu dir passt.

    Du willst einen Begleithund, der nicht großartig beschäftigt werden möchte. Das ist total okay, dann solltest du aber hinterfragen, ob ein Kooiker wirklich der richtige Hund für dich ist, denn ich denke, dass diese Hunde meistens schon einen gewissen Arbeitswillen mitbringne und immer nur Gassi gehen auf Dauer langweilig ist.


    Guck dir doch mal die Hunde der FCI-Gruppe 9 genauer an. Und nein, auch Malteser und Co. kommen nicht mit Schleife im Haar auf die Welt ;)

    Ich selbst habe einen Chihuahua, auch einen Begleit- und Gesellschaftshund und diese Hunde sind zwar klein, aber oho! Mein Chihuahua liebt Action, flitzt wahnsinnig gerne herum und ist sogar für Suchspiele etc. zu haben. Dennoch gelten Hunde der FCi-Gruppe 9 als sehr anpassungsfähig und ´können sich auch damit zufriedengeben, "nur" ihren Menschen zu begleiten.

    Ich finde es aber immer schön, wenn man übers Gassi hinaus noch irgendwas mit dem Hund macht - und wenn es nur das Einüben einfacher Tricks ist. Die meisten Hunde haben an solchen Beschäftigungsangeboten nämlcih einen Riesenspaß.

    Ich denke, für das Laufen eignen sich viele Rassen.

    Wichtig fände ich noch: Was wollt ihr mit dem Hund sonst noch machen, vor allem für die geistige Auslastung? Muss ja nicht unbedingt Hundesport sein, aber die meisten Hunde brauchen zusätzlich zur Bewegung auch noch etwas Kopfarbeit.

    Was den Wach- und Schutztrieb betrifft, so finde ich auch, dass Hunde, die dies sehr ausgeprägt aufweisen, nicht unbedingt anfängergeeignet sind. Wenn ihr da nicht richtig managt, könnte dies zu einem ganzen Haufen von Problemen führen. Ein Cane Corso wirkt z.B. sicher beeindruckend, aber ob ihr dann mit ihm klarkommt, steht ja wieder auf einem anderen Blatt. Natürlich kann man als Anfänger auch einen Hund dieser Rasse super führen - es gestaltet sich aber möglicherweise einen Tack schwieriger als bei einer anderen Rasse wie zB dem Großpudel.

    Wenn euch wichtig ist, dass der Hund Fremden gegenüber eher zurückhaltend ist, würde ich vom Labrador eher abraten. Die Rasse neigt dazu, jeden Fremden schwanzwedelnd zu begrüßen.

    Warum geht ihr nicht einfach mal ins örtliche Tierheim und guckt euch die Hunde dort mal an, falls es nicht unbedingt ein Welpe vom Züchter werden muss?

    Ich finde, dein Hund hört sich nach einem ganz normalen Junghund an. Klar sind Junghunde lebhaft, was hast du denn erwartet? Möglich, dass dein Hund besonders verspielt ist, schließlich gibt es auch unter Hunden kleine "Quatschköpfe". Mein Chihuahua hat auch sehr viel Energie und ist z.B. lebhafter als der gleichaltrige Havaneser einer Freundin. Sorgen würde ich mir da nicht machen -

    aber ich würde schon drauf achten, dass der Kleine auch zur Ruhe kommen kann. Achte also darauf, dass er nicht ständig unter Strom steht. Ist natürlich schwierig, aber du kannst schon einiges tun, indem du Spieletreffen mit anderen Hunden z.B. zeitlich begrenzt und Spaziergänge nicht "zu aufregend" gestaltest - z.B. öfter mal in einer Umgebung mit weniger Reizen Gassi gehst...

    Dass der Hund sich putzt, ist normales Verhalten. Sorgen würde ich mir nur machen, wenn er sich wirklich ständig an den Genitalien schleckt.

    Und ja, der Kleine ist ein Rüde und nach und nach wirst du das auch an anderen Verhaltensweisen wie z.B. häufigem Markierem oder "auf Durchzug schalten" bei läufigen Hündinnen merken.

    Hallo,

    es wäre schön zu erfahren, wie sich die Familie deines Bruders den Alltag mit Hund so vorstellt - wie viel Auslauf können sie ihm geben, was ist darüber hinaus geplant, besteht Interesse daran, den Hund geistig zu fördern?
    Wie sieht es aus mit Eigenschaften wie Jagdtrieb, Wachtrieb, Bellfreudigkeit etc.?


    Die französische Bulldogge halte ich per se schon für geeignet. Frenchies gibt es in meiner Gegend etliche und ich kenne sie als liebenswerte, aufgeweckte Quatschköpfe, die erstaunlich viel Energie haben und für Spiel und Spaß stets zu haben sind. Wie bereits ein Vorschreiber erwähnte, besteht jedoch ein gewisser Hang zur Starrköpfigkeit.
    Allerdings würde ich bei einer Frenchie ganz großen Wert auf einen Züchter legen, dem das Wohl der Tiere am Herzen liegt. Viele Frenchies hier röcheln nämlich ganz schön :/

    Ansonsten würde ich zu Hunden der Bichon-Gruppe raten, dazu zählen Havaneser, Bologneser, Bichon frisé, Bolonka Zweta und Malteser.
    Diese Hunde zeichnen sich alle durch ein fröhliches, umgängliches, sanftmütiges Wesen aus, sind anpassungsfähig und zudem gelten sie als leichtführig - Starrköpfigkeit ist nicht "typisch" für diese Rassen, auch wenn es natürlich letztlich immer aufs Individum ankommt.

    Shi Tzu, Coton de Tulear und andere RAssen der FCI Gruppe 9 könntet ihr euch auch noch näher angucken.

    Bei mir ist es eigentlich so, dass ich alle Rassen irgendwie mag und faszinierend finde. Aber es gibt natürlich Rassen, die ich für mich ausschließe, weil sie nicht zu meinen Lebensumständen, meinen Vorstellungen von einem vierbeinigen Begleiter und meinem Charakter passen.

    Dazu zählen zunächst mal extreme Jagdsäue - bei mir werden maximal Hunde mit moderat ausgeprägtem Jagdtrieb einziehen.

    Auch extreme starrköpfige, eigensinnige Hunde sind vermutlich nicht das Richtige für mich. Rex kann ja auch recht stur sein, das geht gerade noch, aber zu viel Sturheit ist dann wiederum nix für mich.

    Hunde mit sehr stark ausgeprägtem Wach- und Schutztrieb sind auch eher nix für mich.

    Aber eigentlich kommt es mir aufs Individuum an. Tierheimhunde kann man ja schon kennenlernen, bevor man sie endgültig zu sich nimmt.