Beiträge von tinybutmighty

    tinybutmighty

    Interessehalber eine Frage: Diese deutliche „Brille“, die man auf den Bildern von Pippa sieht - hat die eine bestimmte Ursache?

    Sind einfach tränende Augen, leider sind manche Chichis dafür anfällig. Hab mir jtz so ein Pflegemittel geholt.

    Pippa ist so witzig - wenn ich heimkomme, schnappt sie sich gern meinen Schlüsselbund und flitzt damit aufs Bett :grinning_squinting_face: Hatte ich auch noch nie bei einem Hund^-^ Vielleicht sollte ich ihr beibringen, nach meinem Schlüssel gezielt zu suchen? Wäre sicher hilfreich, da ich ja eh ständig mein Zeugs verlege und verliere... :beaming_face_with_smiling_eyes:

    Nachvollziehbar, allerdings kann man doch auch nicht mehr machen als sich auf vermeintlichen Fachseiten darüber zu informieren. Wenn es dort dann bspw. heißt dass "Theory of mind" (Gefühle, Bedürfnisse, Ideen, Absichten, Erwartungen, Meinungen und Motive anderer zu erkennen) bei Menschen aus dem Spektrum "für gewöhnlich sehr schwach ausgeprägt" wäre (Quelle autismushamburg.de) finde ich es nachvollziehbar, dass man Fragen stellt wie es diesbezüglich dann mit der Tierhaltung funktioniert.

    Nun ja - Autismus ist komplex und eine rasche Google-Suche allein bedeutet halt nun wirklich nicht, dass man in der Materie drin ist. Ich würde mir auch bei den meisten Erkrankungen oder Behinderungen nicht zutrauen, da genug drüber zu wissen, um in einem Thread dann die Person sehr persönliche Dinge zu ihrer Kondition zu fragen.

    Und ja, leider sind ganz ganz viele Fachleute bei Autismus nicht auf dem neuesten Stand. Gebe dir schon recht, dass es dann umso schwieriger ist als Laie zu erkennen, was denn nun wie ist, es mangelt halt einfach an Aufklärung und der Beteiligung tatsächlich Betroffener...

    Hundehaltung trotz Erkrankungen welcher Art auch immer ist ja nichts, das man strikt voneinander trennen kann. Und gerade betreffende selbst können am Besten einen Einblick geben und falsche Vorstellungen korrigieren.

    Wobei Autismus keine Erkrankung ist. Viele, aber nicht alle Betroffene definieren sich als behindert. Manche mögen die Bezeichnung von Autismus als Neurotyp und sind gegen jede Pathologisierung und sehen Autismus nur im Sozialen Modell von Behinderung als solche.

    Weiteres gern per PN, nachdem sich der TE ja bereits zurückgezogen hat.

    Letzten Samstag war ich mit Pippa zum ersten Mal im Junghundekurs für Minis. Sie hat den ersten Schultag unter dem Motto "Chichis unter sich" - anwesend waren nämlich insgesamt 3 Chihuahuas und sonst keine anderen Schüler - bravourös gemeistert <3

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    Kontrollierten Freilauf gab es dann auch inklusive Tipps, wie man das halt am besten angeht, also nicht einfach Leine ab und Anarchie^^, sondern Hund erst mal noch warten lassen und gezielt freigeben. Wir waren eine nur sehr kleine Truppe in dieser ersten Stunde des Kurses, aber waren ja auch noch Ferien hier. Die anderen beiden Chichis waren im direkten Vergleich mit Pippa wirklich sehr ängstlich und unsicher.

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    Und natürlich macht so ein erster Schultag ordentlich k.o.

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    Bin stolz auf die Laus <3

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    Welpen haben oft die von zuhause weggeh" - Sperre. Ich kenne das auch von den bisher 2 Tierschutz-Junghunden so. Das sichere Zuhause ist eben wie die Höhle, die man erstmal ungern verlassen möchte. Verwächst sich normalerweise.

    Am besten trägt man den Welpen bis außer Sichtweite des Hauses oder fährt mit Auto bzw Öffis an einen netten Ort, in der Regel sind die Kleinen dann durchaus ready zu erkunden ;)

    "Sitz" bietet Pippa inzwischen schon recht häufig von sich aus an, finde ich praktisch und übe da weiter dran rum, dass sie es z.B. auch unter Ablenkung bei Hundesichtung etc. gut umsetzen kann. Hatten wir gestern Abend z.B. auf dem Spaziergang. Gestern hat sie außerdem zum ersten Mal Halsband kennengelernt statt Geschirr.

    Heute habe ich ganz kurz getrickst mit beiden Mädels, mit Jasmin habe ich geübt, sich öfter als einmal zu drehen, also so Kreisel-mäßig, mit Pippa hab ich vor allem geübt, dass sie auf ein kleines Podest steigt, weil sie das neulich noch spooky fand, und hab dann auch mal ganz kurz den Elefantentrick begonnen. Alles aber "spielerisch", am meisten Wert lege ich eh drauf, dass sie einfach im Alltag was lernt. Nachher geht's kurz zur Bankfiliale und in ein Tierbedarfsgeschäft. Das ist ja auch alles Übung.

    Ich bekomme ja fast jeden Tag Facebook-Erinnerungen angezeigt und schaue mir die auch immer an, also wirklich immer. Neulich habe ich da diese Erinnerung an einen wunderschönen Sonnenuntergangsspaziergang mit Rex und Jasmin in meinem alten Zuhause gekriegt, das war sooo herrlich an dem Abend in den Weinbergen.

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    Dieses Foto muss ich mir wohl beizeiten auch groß drucken lassen und aufhängen <333 Mein bester Bleps einfach <333

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    Und das war wohl ziemlich genau heute vor neun Jahren... ach, ach, ach, wenn ich doch nur einmal kurz die Zeit zurückdrehen könnte, denn an manches aus Rexis Junghundezeit erinnere ich mich gefühlt gar nicht mehr so intensiv... aber wie niedlich und klein war er bitte und wie anders hat er eigentlicha ausgesehen und überhaupt... </333

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    Sag mal, wie übergriffig kann man eigentlich daherkommen?!

    Ich bin übrigens auch Autistin und deine Aussagen finde ich ziemlich krass.

    Dann entschuldige ich mich an der Stelle aufrichtig bei dir und victorian, dass ich wohl auf der Grundlage von offenbar veraltetem Laienwissen die falschen Fragen gestellt habe. Sieh mir bitte aber auch nach, das eben weil ich offenbar Laie zu dem Thema bin, kein aktuelles Fachwissen über das Thema haben kann. Ich würde mir wünschen, dass du in so weit Nachsicht für mich aufbringen kannst. Ich vermute wenn du ohne böse Absicht einen Fehltritt machst, wäre dir Nachsicht und Verständnis auch lieber als so angegangen zu werden. Ich habe das jedenfalls nicht mit negativer Absicht geschrieben um zu provozieren, auch wenn das bei dir wohl leider so gewirkt hat. Ja ich weiß es offenbar nicht besser, dann sei wie gesagt bitte so nett und korrigiere mein Falschwissen bitte, da kann ich dann auch von lernen.

    Danke für deine Antwort. Ja, ich hätte auch nochmal ruhig durchatmen können, ehe ich dich zitiert habe, allerdings ist gerade das mit der Empathie halt so ein Vorurteil, das sich äußerst hartnäckig hält und mit dem man wieder und wieder konfrontiert wird, sodass einem irgendwann die "Puste" ausgeht, das zu erklären.

    Allerdings ist ein tiefergehender Austausch über Autismus hier im Forum auch nicht erwünscht - mein Thread vor einem Jahr zu dem Thema Austausch für neurodivergente Hundehalter:innen wurde gelöscht, deshalb möchte ich da jetzt auch nicht ins Detail gehen, allerdings wollte ich eben Infos, die nicht auf dem neuesten Stand sind und autistische Perspektiven selbst (es wird leider noch sehr viel pathologisiert und negativ eingeordnet von der Fachwelt, obwohl es langsam ein Umdenken gibt -allerdings bis jetzt primär im englischsprachigen Bereich, z.B. durch partizipative Forschung und Betroffenen selber eben auch öfter mehr Raum geben usw.) doch nochmal einordnen, um zu vermeiden, dass bei einem Thread mit doch reger Beteiligung dann bei irgendwem vielleicht hängen bleibt: "Oh, Autisten sind ja alle wenig empathiefähig und sollten daher eigentlich keine Tiere halten" oder Ähnliches - überspitzt formuliert, wobei, so überspitzt ist das (leider) gar nicht.

    Bei Interesse an der Thematik kann ich dir z.B. als Einstiegslektüre "Unmasking Autism" von Dr. Devon Price empfehlen, gibt aber noch vieles mehr. Interessant ist z.B. generell mal Texte zum NDM (Neurodiversity Movement) oder z.B. über das Doppelte Empathie-Problem zu lesen.

    Und noch abschließend wegen emotionaler und kognitiver Empathie - da hast du was durcheinandergebracht. Es gibt dazu noch viel mehr Infos, aber hier mal ganz kurz zitiert:

    Zitat

    Es zeigte sich, dass die Autismus-Gruppe tatsächlich Schwierigkeiten hatte, die dargestellten Gefühle korrekt zu beschreiben und im Vergleich zur Kontrollgruppe eine signifikant geringere kognitive Empathie aufwies. Allerdings zeigten beide Gruppen keinen Unterschied hinsichtlich der emotionalen Empathie. Mitgefühl und Anteilnahme waren in der Autismus-Gruppe ebenso ausgeprägt wie in der Kontrollgruppe. Der Einsatz des Multifaceted Empathy Test widerlegte damit die Meinung vom generellen Fehlen empathischer Fähigkeiten bei Autisten. Vielmehr scheinen Menschen aus dem Autismus-Spektrum zwar die sozialen Zeichen, die unserer Inneres nach außen tragen – Gesten, Gesichtsausdruck, Tonfall – schlechter „lesen“ zu können und werden daher oft als teilnahmslos erlebt. Mit der lange unterstellten Unfähigkeit zu Mitgefühl hat dies jedoch nichts zu tun. Wie der Test zeigt, reagieren Menschen mit Autismus emotional adäquat, wenn sie eine korrekte Beschreibung der Gefühle erhalten und so der Mangel an kognitiven Empathieanteilen kompensiert wird.

    Quelle: https://www.mpg.de/396174/empathie-bei-menschen-mit-autismus