Beiträge von tinybutmighty

    Das Foto von Nala im Weihnachtslook ist ja supersüß :herzen1:

    Viele Hunde, die mit Fremdhunden nicht soo können, gewöhnen sich dann ja doch recht schnell an einen Zweithund als Kumpel. Ich finde, das macht schon einen Unterschied, ob das ein Fremdhund ist oder er mit im Haushalt lebt. Ich kann mir gut vorstellen, dass Nala einen zweiten Chi oder Chimix an ihrer Seite auf Dauer doch ganz gut fände =) Rex ist ja generell sehr sozial und mag andere Hunde meistens, aber Chis sind für ihn auch das absolut Größte.

    Ich glaube, so pauschal kann man die Eingangsfrage nicht beantworten. Das kommt doch sehr stark auf den jeweiligen Hund und die genaue Situation an. Geduldiges Beibringen ist in vielerlei Situationen sicher der richtige Weg, aber es gibt auch Dinge, da bin ich eher vom Typ "Kein Aufhebens drum machen". Rex geht z.B. ungern zum Tierarzt, weil er einfach ein kleines Weichei ist - und ich gestehe, ich gehe nicht regelmäßig mit ihm rein, nur zum Hallo sagen und Leckerli abholen. Wenn TA angesagt ist, ist das halt so, ich trage ihn dann die letzten paar Meter in die Praxis rein und fertig.
    Auch Sachen, die einfach zum Alltag gehören, habe ich bei Rex teils einfach von Anfang an so praktiziert - an dem Tag nach seinem Abholtag habe ich mich vor lauter Aufregung direkt ausgesperrt und musste mit Rex dann quer durch die Stadt fahren mit allen möglichen Öffis. Aber er fährt ganz problemlos mit den Öffis mit jetzt. Allerdings ist Rex auch kein totales Sensibelchen oder ängstlich. Dann hätte ich wohl anders gehandelt.

    Hin- und hergerissen war ich ja beim Maulkorb-Training. Da Rex aber auch Hundemäntel von Anfang an problemlos akzeptierte, dachte ich mir, es sei vllt. klüger, kein "geschiss" um den Mauli zu machen. Das ging leider nach hinten los, er war extrem irritiert davon und hat ihn überhaupt nicht akzeptiert. Also habe ich versucht, es kleinschrittig schönzufüttern - leider bislang mit nur mäßigem Erfolg. Zum Glück ist ein Mauli bei uns nicht unbedingt absolut notwendig.

    Also, ich denke, wie die meisten hier, mache auch ich das von der Situation und vom Hund abhängig.

    Ich beneide Leute gewissermaßen schon, deren Hunde einfach so in allen Situationen leichtführig sind und niemanden belästigen. Hier gibt es z.B. einen jungen Mann mit einer französischen Bulldogge und einem Whippet (eine coole Kombi :D ) und die Hunde laufen einfach immer und überall ohne Leine, belästigen absolut niemanden, sind supergechillt und gelassen, straßensicher etc.
    Oder eine gute Freundin von mir hat eine wirklich einfach von Natur aus brave Havaneserhündin. Davon abgesehen, dass sie ab und an zieht, ist sie ein echtes Träumchen. Bleibt immer ganz in der Nähe vom Frauchen und ist einfach immer unauffällig.

    Aber wie schon erwähnt: Auf gewisse Weise beneide ich diese Leute. Aber andererseits auch wieder nicht, weil Rex eben mein Hund und somit ganz automatisch der beste Hund der Welt für mich ist :lol: Gut, im Grunde genommen ist er nicht besonders schwierig: er jagt nicht, hat keinen ausgeprägten Wach- oder Schutztrieb (Besuch ist somit kein Problem), er ist weder ein Leinenpöbler noch unverträglich oder unsicher, er ist freundlich zu Menschen und er ist anpassungsfähig. Nichtdestotrotz gibt es Tage, da könnte ich ihn auf den Mond schießen ;) Wenn er z.B. total im Schüffelmodus ist und ich das Gefühl habe, dass er mich überhaupt nicht mehr wahrnimmt; wenn er im Freilauf einen viel zu großen Radius hat oder sich so gar nicht ordentlich zurückrufen lässt oder wenn er ein Fiepkonzert startet, weil irgendwo in der Nähe ein Kleinhund ist, zu dem er jetzt unbedingt hallo sagen möchte.

    Zum Tut-nix-Thema: Rex ist für mich ein Tut-Nix. Ich bezeichne damit einen Hund, der am liebsten jedem Artgenossen Hallo sagen möchte, aber völlig friedlich ist. Und ich persönlich finde das schon manchmal anstrengend. Einfacher fände ich einen Hund, der einfach an jedem Artgenossen vorbeiläuft :tropf: Mittlerweile ist es besser geworden, aber es wird wohl nie perfekt sein, liegt aber auch an den Umständen und meiner Inkonsequenz, nicht am Hund. An großen Hunden kommen wir meist ganz gut vorbei, aber an kleinen Hunden könnte ich ihn nicht so ohne Weiteres ohne Leine vorbeiführen. Ich bin da jetzt aber auch nicht so ehrgeizig und handhabe das im Alltag meist so, dass ich Rex da freilaufen lasse, wo auch zum Großteil sozialverträgliche Hunde unterwegs sind und die Hunde einander auch mal kontakten können. Wobei ich schon zurückrufe, wenn uns z.B. ein angeleinter Hund entgegenkommt. Und mittlerweile klappt das auch besser als früher.


    Also, ab und an ein bisschen neidisch sein auf andere und ihre anscheinend perfekt "funktionierenden" Hunde finde ich ganz normal ;) Am Ende des Tages würde ich Rex z.B. trotzdem nicht gegen seine Havaneserfreundin eintauschen wollen.

    Was mich mal interessieren täte ....
    Gibt es Jagdprobleme bei ganz kleinen Hunden wie Chihuahuas oder Yorkshire-Terrier?
    In dem Sinne von "sie sind weg und hören nicht" und Hundehalter wartet und wartet ....

    Ich denke schon, dass es auch unter den ganz kleinen "Jagdsäue" gibt. Gerade bei den Terriern oder evtl. auch Zwergpinschern.

    Bei den Chis sind die meisten Exemplare, die ich kenne, jagdlich nicht allzu motiviert. Mein Chi hat auch recht wenig Jagdtrieb. Vögel möchte er zum Spaß manchmal gern aufscheuchen, aber es ist ihm nicht wichtig, er lässt sich da auch sehr gut von abrufen.
    Allerdings lebe ich in der Stadt und Rex hat in seinem ganzen Leben erst einmal ein Reh gesehen, also kann ich für ihn nicht die Hand ins Feuer legen, ob er in wildreichem Gebiet nicht doch jagen wollen würde.

    Von TH zu TH völlig verschieden. Kommt oft auch auf den Hund an, für den man sich interessiert. Bei uns war es so: Ins TH fahren, Rex sehen, sich in Rex verlieben, Rex gleich mitnehmen dürfen :D Vor- oder Nachkontrolle gab es bei uns nicht, das selbe TH macht bei weniger einfach vermittelbaren Hunden aber durchaus Vor- und Nachkontrollen oder besteht drauf, dass man den Hund öfters besucht, bevor man ihn mitnehmen darf.


    Ich habe mich schon bei einigen Rassen umgesehen. Boston Terrier, Beagl, Weimaraner, Bernasenne... Ich suche weiter und nehme weiter eure Ratschläge dankbar und offen entgegen.

    Warum genau diese Rassen?
    Wie gesagt, einen Hund z.B. aus der Bichon-Gruppe würde ich da als viel besser passend empfinden!

    Zu den Boston Terrieren weiß ich nichts, das wäre aber wohl noch eine Möglichkeit, da kleiner Begleit- und Gesellschaftshund.
    Beagles bringen oft einen nicht zu unterschätzenden Jagdtrieb mit. Sie können außerdem sehr "eigenständig" sein, ich weiß nicht, ob das so passend wäre.
    Weimaraner passt hier null.
    Berner Sennenhunde sind gesundheitlich leider oft recht arg vorbelastet und haben keine hohe Lebenserwartung. Und das sind echte Kälber von einem Hund, ich würde mich da selbst bei einem älteren Kind unwohl fühlen, wenn das mal alleine mit ihm rausgeht oder Ähnliches...

    Also ich hab ja schon ein bisschen Ambitionen. Dementsprechend möchte ich das dann auch alles richtig machen. Zwar mit Spaß und guter Laune, aber auch eben nicht nur so larifari. Ich bin dann tatsächlich auch immer da und habe gern "härtere" Worte ordentliches Feedback, um mich zu verbessern und was zu lernen.Ich glaub, ich wäre bei so Einzeltrainings wie im Schäferhundeverein gar nicht mal so schlecht aufgehoben...

    Deine Holly wird ja auch Besuchshündin oder etwas in der Art, oder? Sorry, habe es gerade nicht mehr ganz genau im Kopf.

    Ehrliches Feedback finde ich auch wichtig, wobei meine Trainerin eigentlich immer sehr freundlich formuliert. Aber ich bin ja auch nicht so ambitioniert, sondern mir geht es eben nur um so Grunderziehungszeugs und Beschäftigung. Und im Sommer hatte ich mal ne Einzelstunde zum Thema Leinenführigkeit. Einzelstunden finde ich auch super, aber bei 50 bis 60 Euro für eine Stunde geht das leider nicht so oft :tropf:

    Ich würde auch gerne mal in einen Verein reinschnuppern, sind aber alle so weit weg. Ohne Auto dann echt blöd.

    Hallo,

    zunächst mal verstehe ich deinen Hundewunsch sehr gut. Allerdings sind Hunde auch nicht die "ewig dankbaren, bedingungslos treuen Kreaturen" als die sie gerne mal dargestellt werden. Ein Hund kann einem durchaus auch mal den letzten Nerv rauben und das Konzept "Dankbarkeit" versteht ein Hund nicht ;) Und ja, halte dir am besten auch noch die langjährige Verantwortung vors Auge. Da sollte ein Hund schon angeschafft werden, weil man einen Hund will, nicht als eine Art Partnerersatz.

    Deine Arbeitszeit finde ich persönlich allerdings nicht so wahnsinnig hinderlich. Schließlich muss ein Hund auch versorgt werden und das geht heutzutage eben meist nur mit Vollzeitjob. Ich empfehle dir eine zuverlässige Betreuung für die Arbeitszeit, wobei ich finde, es reicht ein "Gassigeher", der den Hund mittags ca. 1 Stunde lang ausführt. Eine Hundetagesstätte kann aber auch eine gute Alternative sein, da kannst du den Hund während der Arbeitszeit ganztags unterbringen. Allerdings muss dir natürlich bewusst sein, dass du dann eben von der Arbeit heimkommst und nicht einfach die Füße hochlegen kannst, sondern einen Hund hast, der beschäftigt und bewegt werden möchte.

    Für einen Welpen wäre eine Vollzeitbetreuung in den ersten Wochen unerlässlich. Ich persönlich finde ja, dass in deiner Situation ein souveräner erwachsener Hund besser passt. Schäferhunde und Labrador Retriever bzw. deren Mixe findet man doch recht häufig in den Tierheimen. Wenn du dich dort vorstellst und einen guten Betreuungsplan für deine Arbeitszeit vorzeigen kannst, könnte ich mir schon vorstellen, dass du einen Tierheimhund bekommst.

    Guck doch auch mal in den Thread "Vollzeit-Arbeit mit Hund" hier im Forum =)