Beiträge von tinybutmighty

    Die Unterscheidung verstehe ich auch nicht ganz. In so gut wie jeder Hundeschule hier wird neben Gruppen- auch Einzeltraining angeboten.

    Mir sind mittlerweile allerdings auch ein paar TrainerInnen bekannt, die kaum bis gar keine Gruppenkurse anbieten, sondern (fast) nur Einzelstunden, auch Hausbesuche.

    Ich finde auch, der HuSchu-Besuch weckt oft Lust auf aktive Beschäftigung mit dem Hund, darum geh ich auch weiter in HuShu bzw Verein. Ich fänds total langweilig so ganz ohne Gruppenkurse und Seminare. Das Training macht mir in der Gruppe einfach Spaß, man trifft andere Hundeleute und von einem guten Trainer bekommt man viele nützliche Tipps. Ich finde es schön und faszinierend, wie viel Hunde lernen können. Natürlich braucht man nicht zwingend für alles einen Kurs. Aber oft ist es halt schon sinnvoll - und lustiger als immer nur alleine für sich finde ich es allemal.

    Mir hat auch noch nie jemand was Abfälliges oder Kritisches gesagt, wenn meine Pulli oder Mantel tragen.


    Da fällt mir ein, gestern bin ich mit Rex vom Verein heimgefahren. Er war todmüde nach dem Agility und hat in seiner Hundetasche tief und fest gepennt. Ein paar ältere Leute wurden dann auf ihn aufmerksam und waren total begeistert und wollten wissen, warum er so müde ist. Ich meinte dann, dass wir Training hatten, und die älteren Damen:" Oh, wirklich, was machen Sie denn mit ihm Agility?" - und waren ganz begeistert, dass aie damit sogar richtig lagen :D

    Heute im Zug bin ich auch von einer ganz netten Frau auf meine beiden angesprochen worden. Die war echt lieb, hat mehrmals gesagt, wie absolut entzückend und goldig die zwei sind :herzen1: So nett, wirklich.

    Nachdem ich heute meinen (verletzten) Großhund 4km nach Hause getragen habe und dabei gefühlt 5000 dämliche Sprüche gehört habe, dass der Hund ja selber laufen könne und Bliblablubb muss ich sagen, ich bewundere euch Kleinhundehalter, dass ihr denen nicht mal den Hals umdreht, ihr hört das sicher am laufenden Band :ugly:

    Gute Besserung dem Armen!


    Zu mir hat tatsächlich noch nie jemand was gesagt, wenn ich einen meiner zwei trage.

    Hier ist das tendenziell eben schon so, dass viele Vereine zwar Welpenkurse anbieten, dann aber keine Alltagserziehungskurse :ka: Und darunter sind durchaus auch gute Vereine, deren Schwerpunkt eben der Hundesport ist. Ich finde es besser, jeder Verein und jede HuSchu konzentriert sich auf das, was die Trainer wirklich gut können.

    Ein Retriever könnte da recht gut passen. Bedenken muss man natürlich, dass es letztlich vom individuellen Hund abhängt, ob er für eine Tätigkeit in der tiergestützten Therapie geeignet ist. Labradore und Golden eignen sich dafür recht oft, da sie meist ein sehr stabiles Nervenkostüm und einen aufgeschlossenen Charakter sowie eine hohe Kooperationsbereitschaft haben.

    Mit "Hundesport" gemeint sind ja auch Tätigkeiten wie Fährtenarbeit, Obedience und Co. Wenn Retriever euch gefallen, lies dich doch mal in die Dummyarbeit ein. Nasenarbeit und Obedience passen da aber auch recht gut.


    Retriever sind ja Jagdhunde, werden aber schon lange als Begleit- und Familienhunde gezüchtet, sodass ein sehr starker Jahdtrieb eher die Ausnahme ist. Wach- und Schutztrieb bringen sie meist auch eher nicht mit, da sie ja ein sehr offenes Wesen haben meist.

    Genau das finde ich das große Problem, weil wir dazu neigen, Gewalt erst dann zu erkennen, wenn sie körperlich wird, also zb "Alphawurf" oder eine reinhaun, Leine rucken etc.Gewalt kann aber auch dann ausgeübt werden, wenn Hunde überfordert werden, oder im Welpenspiel, wo der Laie gar nicht erkennt, daß der eigene Hund grad um sein Leben rennt und nicht spielt etc.


    :applaus: ja genau. Und ich glaube, letzteres ist häufig das Problem. Das mangelnde Gefühl und Gespür (auch für die Halter)

    Eine Bekannte von mir hat jetzt auch die Scheinchen zum Hundetrainer in einer Huschu gemacht. Und weil sie noch keine Praxis hat, leitet sie da jetzt die Welpenkurse... :roll:

    Du hast natürlich Recht, dass Gewalt nicht erst da anfängt, wo man dem Hund gegenüber körperlich wird. Darum empfehle ich auch Hundeschulen, die ohne Dominanzgefasel auskommen und den Hund nicht einschüchtern. Ein paar "Gütesiegel" wie zB TsD gibt es da ja schon. Klar, nicht jeder TsD-Trainer ist automatisch klasse! Ich selbst arbeite auch nicht immer zu 100% positiv. Aber besser als Rumgerucke, Bedrohung, und stänfiges Strafen ist ein gewaltfreies, einfühlsames Training meiner Ansicht nach allemal.


    Zum Thema "Hundeschule oder Verein" - hier erlebe ich es so, dass die Vereine schon eher auf den Hundesport konzentriert sind, während die Hundeschulen Alltagstraining anbieten. Man merkt es einfach am Angebot - in den Hundeschulen werden vermehrt Alltagskurse angeboten mit Inhalten wie Leinenführigkeit, Rückruf, entspanntes Warten, vllt noch Sachen wie Medical- und Abti-Giftködertraining, Social Walks und Einzelstunden. Die Beschäftigungskurse sind meist "just for fun", es wird tendenziell weniger Wert auf einen zu 100% perfekten Aufbau gelegt.

    In den Vereinen, die mir bekannt sind, liegt der Schwerpunkt beim Sport - Begleithundkurse, Agility, IPO, Obedience, Rally und Co. werden da hauptsächlich angeboten.

    Sicherlich mag es auch Vereine geben, die tolle Alltagskurse anbieten. Genauso kenne ich eine Hundeschule, wo wirklich gute Beschäftigungskurse, durchaus auf "hohem Niveau", angeboten werden.

    Ich nutze beide Angebote - Hundeschulkurse ebenso wie Vereinstraining. In eiden Sparten gibt es sowohl gute als auch weniger gute Trainer.

    Wenn ein späterer Einsatz als Therapiehund geplant ist, fände ich mehr Informationen zu diesem Aspekt hilfreich.

    Man findet unkomplizierte erwachsene Hunde z.B. in Tierheimen oder auf Pflegestellen.


    Wollt ihr mit dem Hund etwas Bestimmtes machen, beispielsweise Hundesport? Wie viel Bewegung und Beschäftigung soll der Hund bekommen? Wie steht ihr zu Jagd-, Wach- und Schutztrieb?

    Ich kenne selber mehrere Hundeschulen, da ich jemand bin, der gerne was mit seinem Hund unternimmt und Neues zusammen mit ihm erlernen mag.

    Von der Qualität her unterscheiden sich Hundeschulen natürlich ganz stark.

    Meine Stamm-HuSchu zB würde ich jedem Ersthundehalter ans Herz legen, da dort wirklich viel erklärt wird über Hundeverhalten und -kommunikation und die Schwerpunkte in den Alltagskursen sind auch wirklich alltagsrelevante Sachen. Ich glaube schon, dass "Neulinge" viel daraus mitnehmen können.
    Außerdem sind sie sehr einfühlsam im Umgang mit unsicheren und ängstlichen Hunden. Ich war im Sommer mit meiner Auslandshündin dort und finde, dass sie davon sehr profitiert hat.

    Natürlich ist es für Anfänger schwer, eine gute Hundeschule zu erkennen. Darum empfehle ich immer, darauf zu achten, dass nicht über Gewalt, Einschüchterung und Druck "gearbeitet" wird.


    Eine fundierte Ausbildung des Trainers finde ich wichtig, aber die beste Ausbildung nutzt nicht, wenn das Gefühl für Hunde fehlt. Ich kenne eine HuSchu-Inhaberin, die ist erst Mitte 20 und leistet wirklich fantastische Arbeit. Sie ist gut ausgebildet, aber obendrauf scheint sie einfacg h mit Hunden zu können. Und dann gibt es hier eine recht neue HuSchu einer etwas älteren Frau mit ähnlicher Ausbildung - aber ihr fehlt trotzdem "das gewisse Etwas" im Umgang mit Hunden.

    Ein Modeberuf ist Hundetrainer definitiv. Deshalb sollte man eben auch darauf achten, ob man sich in der HuSchu wohl fühlt, ernsthenommen wird und wie gut der Trainer sich dann in der Praxis auf verschiedene Hundecharaktere einlassen kann.

    Hier in meinem Umfeld beobachte ich trndenziell schon, dass Leute, die eine HuSchu besucht haben bzw besuchen (oder auch einen Verein) zumindest etwas besser über hündische sprache und Bedürfnisse informiert sind als jene, die wirklich nie eine HuSchu besucht haben.

    Allerdings finde ich im Zweifelsfall auch die Devise "Besser gar keine HuSchu als eine schlechte!" wichtig.