Nach zwei Wochen jetzt durch mit "Ein Baum wächst in Brooklyn".
Ja, ein sehr schönes, liebevoll erzähltes Buch. Keine künstliche Dramatik, gleichzeitig wird auch nicht verharmlost. Der einfache Schreibstil passt natürlich zu der Umgebung und der Familie, von der das Buch handelt.
Trotzdem... wirklich "vom Hocker gehauen" hat es mich nicht. Wahrscheinlich, weil es eben wirklich eine reine Erzählung der Kinder- und Jugendjahre der Protagonistin Francie war, die in einer ärmlichen Gegend Brooklyns Anfang des 20. Jahrhunderts aufwächst. Es gibt also nicht wirklich einen Höhepunkt bei dieser Geschichte.
Der Klappentext las sich so, als stünde Francies Begeisterung für Literatur im Mittelpunkt, das empfand ich beim Lesen dann aber leider eher weniger so. Am Anfang werden ihre Büchereibesuche geschildert, und natürlich ziehen sich Schulbesuch und der Hunger nach Bildung als roter Faden durch das Buch. Ich hätte mir aber einen stärkeren Fokus auf diesen Aspekt von Francies Entwicklung gewünscht.
Trotzdem, eine interessante, leicht zu lesende Lektüre, in die die Autorin Betty Smith wahrscheinlich auch einiges Autobiographisches eingearbeitet hat.