Fertig mit Nino Haratischwilis "Juja".
Das Thema ist ja sehr düster: In den 50ern in Paris soll sich eine 17-jährige vor einen Zug geworfen haben, doch die von ihr vor ihrem Tod vefasste sehr düstere Schrift verbreitet sich weiter und führt im Laufe der Jahre zu 14 Selbstmorden - alles Frauen, die sich nach Lektüre der "Eiszeit" umbrachten. Das Buch wird aus mehreren Perspektiven erzählt. In der Gegenwart machen sich eine Universitätsdozentim und ein junger Student auf, das Rätsel um die Identität der jungen Schriftstellerin und den mysteriösen Werther-Effekt, der durch die Schrift ausgelöst wurde, zu lösen...
Die Grundidee finde ich sehr spannend, zumal ich herausgefundem habe, dass tatsächlich eine ähnlich rätselhafte Schrift existiert und die Autorin diese ungeklärte Geschichte als Vorlage nahm.
Mir persönlich war das Buch dann aber doch etwas zu überladen und gerade das letzte Drittel konnte mich kaum noch mitreißen, obwohl die Geschichte durchaus spannend begann. Aber mir war das einfach zu viel - zu viele Zeit- und Perdpektivenwechsel, zu viel "gewollt möglichst viel Leid, Hoffnungslosigkeit, Depressiom" und zu viele offen gebliebene Handlungsstränge.