Beiträge von tinybutmighty

    Ich sehe das auch so. Ressourcen wie Spielzeug sind eh immer kritisch, und "Spielen" auf dem eigenen Grundstück ist auch bei manchen Hunden so eine Sache, Stichwort Territorialverhalten eben.

    Die meisten erwachsenen Hunde spielen generell viel weniger als Junghunde und auch nur mit ausgewählten anderen Hunden. Weniger, dafür qualitative Kontakte sind da oft besser. Hubde müssen auch nicht unbedingt miteinander spielen, um einen guten Sozialkontakt zu haben. Erwachsenen Hunden reicht es oft schon, einfach friedlich schnuffelnd gemeinsam spazierenzugehen.

    Außerdem gibt es auch erwachsene Hunde, die auf den Großteil an Artgenossen gut verzichten können.

    Ich finde es eurer Hündin gegenüber fairer, da einfach schon vorab drauf zu achten, dass sie nicht immer wieder in Situationen landet, in denen es am Ende kracht. Sie zeigt ja normales hündisches Verhalten, da dann zu korrigieren bedeutet eigentlich, dass ihr lange zu spät eingegriffen habt.

    Die Situation, die du beschreibst, fänden viele Hunde blöd. Bei dir oben am Schoß fühlt sich der Hund sicher, und dann kommt auf einmal ein fremder Hund daher und verhält sich extrem aufdringlich und unterschreitet jegliche Individualdistanz.

    Aber es geht wohl auch generell darum, wen ihr im Dunkeln unterwegs seid? Ich denke, das könnte noch Unsicherheit sein, meiner fand Gassi im Dunkeln anfangs auch gruselig und verhielt sich dementsprechend misstrauischer. Ich denke, dies wird sich vermutlich von selbst legen, würde den Hund aber unterstützen durch ausreichend Distanz zum anderen Hund und Belohnen jeglichen ruhigen Verhaltens.

    Du musst deine Erwartungen wirklich enorm runterschrauben und dem Hund anpassen. Das ist ein Auslandshund mit ungewisser Vorgeschichte, der jetzt in ein völlig neues Leben geworfen wurde. Stell dir vor, du wirst von heute auf morgen nach China gebracht...wärst du da nach 2 Wochen schon richtig "angekommen" und integriert?

    Viel, viel weniger machen und erwarten, der Hund ist noch mitten in der Eingewöhnung.

    Ich denke auch, dass die Anforderungen an den Junghund noch zu hoch sind. In dem Alter haben die Hunde einfach noch so vieles zu verarbeiten, die Kapazitäten für "immer schön brav artig sein" sind nur in geringem Maße vorhanden.

    Ich würde, wenn der Hund auch in anderen Situationen schlecht zur Ruhe kommt und entspannt warten kann, erst mal da ansetzen und kleinschrittig üben - meine Wahl wäre vermutlich Deckentraining. Muss man natürlich erstmal ohne Ablenkung zuhause üben, das dauert dann schon eine Weile.

    Wenn ihr in nächster Zeit Lust auf Unternehmungen habt, würde ich nicht gerade zu den "Stoßzeiten" in den Biergarten gehen, sondern zu ruhigeren Zeiten, oder auf andere Lokale mit weniger Betrieb ausweichen bzw den Junghund zuhause lassen. Außerdem würde ich vor solchen mental anstrengenden Unternehmungen mit dem Hund eher nur entspannte Sachen machen, damit er im Lokal dann nicht schon komplett überdreht ist.

    Ich war im März auf einem Stöber-Seminar für Anfänger und Fortgeschrittene. Soweit ich mich erinnere gibt es 3 Prüfungsstufen. Die Trainerin meinte auch dass man das mit fast jedem Hund machen kann und es eine nette Nebenbeschäftigung ist. Hsben dann auch eine Weimi-Hündin dort gehabt, die schon in der höchsten Stufe ist, das war schon recht beeindruckend, wie konzentriert und souverän die beim Stöbern war.

    Der Terriermix hier ist jagdlich null ambitioniert. Die interessiert das gar nicht, was Spaziergänge total angenehm macht.


    Der Chihuahua geht ab und zu sehr der Nase nach, wobei ich mir oft gar nicht sicher bin, ob er da wirklich Wild riecht oder vielleicht was anderes.

    Bei Wildsichtungen erstarrt er meist kurz, würde dann aber schon hinterherjagen, da es halt doch ein spannender Bewegungsreiz. Er macht das aber weniger aus richtigem Jagdtrieb raus, würde auch nicht stundenlang verschwinden und die 2-3 Male, wo er kurz nach ist,war er auch immer abrufbar. Auch neulich, als plötzlich ein Feldhase aus dem Gebüsch sprang, womit ich null gerechnet habe, da ma in diesem Waldgebiet kaum je Wild sieht. Es war auch Rexos erste Hasensichtung. Er ist dann eben erstmal durchgestartet, kam aber auf Pfiff zurück.

    Das hier kürzlivh "Ein ganzes halbes Jahr" fand ich für ein Buch aus dem Chick-Lit-Genre auch recht gelungen, denn es spricht ja eine sehr sensible Thematik an, und ich fand die aufgeworfenen Fragestellungen interessant und das Buch trotz der Lovestory auch nicht zu extrem schmalzig verkitscht.


    Jodi Picoults "A Spark of Light" kann ich bis jetzt sehr empfehlen, liest sich sehr flüssig, wie immer beleuchtet Picoult darin ein sehr sensibles Thema. Ich mag es, dass sie nicht vor kontroverd diskutierten Themen zurückschreckt.

    Heftig fand ich persönlich ja teils die negativen Amazon-Rezensionen zu "Sing you home/Ein Lied für ihre Tochter". Da haben gerade im englischsprachigen Raum so viele Leute das Buch negativ bewertet und zwar nicht weil sie es schlecht fanden, sondern aufgrund der Tatsache, dass es in dem Buch um ein lesbisches Paar geht. "Picoult tricked me into buying this book", "gay agenda", blablabla. Ich hätte von Picoult-Lesern da echt mehr erwartet...zumal sogar schon durch die Kurzbeschreibung für mich zumindest von Anfang an klar war, worum es in dem Buch geht....