Beiträge von tinybutmighty

    Endlich wieder Leseratten-Austausch :hurra:

    Bin fertig mit Kate Atkinsons "Die Unvollendete". Ein sprachlich wunderschönes Buch mit einer genialen Grundidee, die ich insgesamt auch sehr gut umgesetzt fand. Es gab ein paar wenige Passagen im Buch, die für meinen Geschmack ein wenig zu ausführlich waren und wo eine kleine Straffung dem Roman nicht geschadet hätte. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau.

    Allerdings frage ich mich:

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    Je öfter Ursula lebt, desto mehr erinnert sie sich ja auch an ihre vergangenen Leben. Am Ende des Buches beschließt sie dann ja auch, die enge Freundschaft zu Hitlers späteren Geliebten Eva Braun einzugehen, um so die Welt vor dem Zweiten Weltkrieg und somit geliebte Menschen vor de Tod zu bewahren. Allerdings, wenn Ursula ihr Leben wieder und wieder lebt, müsste sie ja genau dies auch wieder und wieder tun, um die Schrecken des Krieges zu verhindern? Ist das nicht der sichere Weg in den Wahnsinn, wenn Ursula immer besser weiß, was sie tun muss, um zukünftige Gräuel zu verhindern? Ich weiß nicht, vielleicht fehlt mir da auch die Fantasie - jedenfalls für mich ein sehr unheimlicher Gedankengang...

    Ebenfalls gelesen habe ich Maja Haderlapps "Engel des Vergessens". Anhand einer Familiengeschichte, die geprägt ist von den Gräueln des Zweiten Weltkrieges, wird die Geschichte der Slowenen in Kärnten erzählt, einer Minderheit, die im Krieg ebenfalls von den Nazis als minderwertig betrachtet wurde, weshalb viele der Kärntner Slowenen auch in den Lagern ermordet wurden.

    Ein sprachlich sehr starkes Buch (man merkt, dass die Autorin ansonsten auch Gedichte verfasst), das dennoch auf sehr schonungslose, direkte Weise davon berichtet, wie Verfolgung, Krieg und Gräuel noch Generationen später nachwirken und eine Familie ins Unglück stürzen können. Kann ich auf jeden Fall empfehlen.

    Für mich sind Chis Qualzuchten, weil die so klein sind, dass sie zu keinem regulären Kontakt mit normalgroßen Hunden mehr fähig sind und ich die Augen insektenhaft gruselig finde. Gehe trotzdem keinen Besitzer solcher Hunde an.

    Das ist aber ein Vorurteil deinerseits. Mein 3-Kilo-Chihuahua hat fast täglich Kontakt zu Hunden aller Größen. Du kannst auch gerne in meinen Pfoto-Thread schauen, dort findest du Fotos mit diversen anderen Hunden, auch Fotos von unserem Spaziergang mit einem Aussie und ein paar Fotos mit dem Ridgeback-Mix von Nachbarn müssten noch drinnen sein.

    Mein Chi lief auch lange bei einer Hundesitterin in der Gruppe mit, auch dort waren unterschiedliche Größen und Rassen vertreten. Sein Sozialverhalten ist übrigens auch völlig normal.

    Ich würde wohl zu Beginn der Sommerferien verdchiedene Tierheime aufsuchen. Ich halte es nicht für unwahrscheinlich, dass du dort einen passenden Hund finden wirst. Leider werden ja gerade zur Urlaubszeit öfter mal Hunde abgegeben.

    Ich würde mich halt nicht nur auf das örtliche Tierheim beschränken, sondern Tierheime im Umkreis von 2-3 Stunden Fahrtzeit auch nicht ausschließen.


    Übrigens: Mein Ersthund ist auch aus dem Tierschutz und war perfekt als"Anfängerhund" :)

    Die Rassen, die du schon im.Kopf hattest, sind ja teils schon swhr verschieden. Da würde ich zB überlegen, ob du eher einen "weicheren" Hund wie Pudel oder Kooiker möchtest oder was Kernigeres wie zB den Dackel.


    Ich musste da spontan an einen gemäßigten Terrier, zB den Border Terrier, denken. Fröhliche Kerlchen, recht robust, anpassungsfähig in Sachen Auslastung, keine Jagdsäue.


    Wenn es kein Welpe sein muss, mal in den umliegenden Tierheimen gucken?

    Rex und ich waren heute im Wald spazieren und haben dann zufällig seine ehemalige Sitterin getroffen und er hat sich sooo gefreut :herzen1: Er hat sie so begeistert begrüßt, obwohl er sie seit einer halben Ewigkeit nicht mehr gesehen hat. Und war gleich wieder "mittendrin" - sie war unterwegs mit ihren eigenen zwei kleinen Mädels, 2 Tagesgästen, die Rex von früher bereits kennt, und einer neuen kleinen Hündin.

    Wir sind dann auch ein Stück zusammen gelaufen. Am Ende musste ich Rex dann aber doch einfangen und wegtragen, denn er wäre liebend gern mitgegangen xD Ich fi de das aber schön, denn so merkt man, wie gut es ihm dort stets gefallen hat.

    Ich habe RO letztes Frühjahr im Verein gemacht. Erstmal schrieb ich hin bzw telefonierte mit dem Trainer und er sagte mir, was der Hund schon können sollte (Fußlaufen, Sitz & Platz zB...). In der ersten Einheit, die ich hatte, wurde mir dann erstmal der Ablauf kurz erklärt, dann durfte ich zugucken und schließlich waren eben wir an der Reihe :)

    Allerdings habe ich nach einigen Einheiten wieder aufgehört, einerseits aus Zeitgründen, andererseits liefen wir aber fast nur ganze Parcourse und das gefiel mir eben dann nicht mehr. Ich hätte lieber auch mehr Kleinigkeiten geübt, zB schöne Wendungen, perfekten Vorsitz etc. Immer nur Parcours finde ich eher öde.