Beiträge von tinybutmighty

    Ich würde keinen Hund nehmen, von dem bekannt ist, dass er sich anderen Tieren gegenüber tendenziell eher "ungut" in aggressive Richtung verhält, wobei natürlich ein komplett mit Artgenossen unverträglicher Hund dennoch mit Katzen prima klarkommen kann.

    Zudem würde ich eher keinen Hund holen, der stark auf Bewegungsreize anspringt und sich dann extrem schnell voll hochspult. Jagdtrieb wäre allerdings kein Hinderniskriterium, da es sehr viele Hunde mit sogar starkem Jagdtrieb gibt, die dennoch die Katzen im eigenen Zuhause komplett in Ruhe lassen...

    Ist einfach schwierig, da pauschal was zu empfehlen :ka: Im besten Fall wird man im Tierheim so beraten, dass man einen mit Katzen unkomplizierten Hund bekommt, der ja aber durchaus dennoch "Macken" haben kann, wenn ihr gewillt seid, diese zu akzeptieren bzw. daran zu arbeiten.

    Eine Idee wäre ein älterer Hund, die Senioren finden halt oft altersbedingt oder auch wegen Wehwehchen nicht so schnell ein neues Plätzchen...

    Gestern waren wir mit 2 Whippets einer Forenbekanntschaft 1,5 überwiegend sehr nasse Stunden im Wald :D

    Dort hatten wir sonst keine Hundebegegnung, aber auf dem Weg hin habe ich einen Goldie und einen älteren Border Collie gesehen.

    Später ging es noch kurz in die Weinberge, da haben wir von weitem zwei Boxer gesehen.

    Und auf der abendlichen Fahrt in die Stadt erinnere ich mich an zwei Huskies.

    So - ich bin durch mit Haruki Murakamis "Mister Aufziehvogel". Das Buch vermochte es, mich völlig in seinen Bann zu ziehen und zutiefst zu faszinieren, auch wenn ich leider aus zeitlichen Gründen fast zwei Wochen für diesen fast hypnotisch fesselnden Roman benötigte.

    Worum geht es in dem Roman? Toru Okada ist Anfang 30, mit Kumiko verheiratet, und hat soeben seinen Job in einer Anwaltskanzlei gekündigt. Nun versucht er, sich darüber klarzuwerden, was er eigentlich vom Leben möchte. Doch bald schon verschwindet nicht nur Noboru Wataya, der Kater des jungen Ehepaares, an dem Kumiko sehr hängt, sondern auch andere rätselhafte Ereignisse tragen sich zu: Besonders einschneidend ist hier Kumikos recht plötzliches Verschwinden, welches sie Toru gegenüber damit begründet, einen Liebhaber genommen zu haben, was dieser jedoch nicht völlig glauben kann. Es ist vor allem das Verschwinden Kumikos, welches dem Roman seine spezielle Dynamik verleiht, denn Toru begreift es mehr und mehr als seine Mission, Kumiko wieder zu finden.

    Doch auch andere, teils für die Handlung sehr wichtige Charakter tauchen in dem Buch oft auf, wobei dies nicht selten als äuserst mysteriöses bis völlig bizzarres Erscheinen geschieht - da gibt es die Schwestern Malta und Kreta Kano, die übersinnliche Kräfte zu haben scheinen und dann berichtet Kreta Kano, sie sei auf eine besonders entsetzliche Weise von Noboru Wataya, Kumikos älterem Bruder - nach dem Toru und Kumiko den anhandengekommenen Kater benannten - "beschmutzt" worden.

    Da ist eine rätselhafte Frau, die Toru mehrmals telefonisch kontaktiert und erotische Anspielungen macht. Der alte Leuntant Mamiya, der Toru von seinen screcklichen Erlebnissen im japanisch-chinesischen Krieg erzählt; die Gräueltaten werden dabei ein paar Mal so plastisch und detailliert beschrieben, dass ich es schon als fast grenzwertig empfand. May Kasahara, eine merkwürdig abgebrühte 16-Jährige, die in Torus Nachbarschaft lebt und mit ihm mitunter recht tiefschürfende und zugleich manchmal fast alberne Gespräche führt, während sie sich auf einem verlassenen Grundstück aufhalten, dessen ausgetrockneter Brunnen Toru fast magisch anzuziehen scheint...


    In dem Roman kommen viele Leitmotive und Symbole vor: Wasser ein besomders wichtiges davon, denn vor diesem wird Toru vom alten Wahrsager Honda gewarnt, und die hellsichtige Malta Kano führt Untersuchungen, welche dieses Element involvieren, durch. Der Brunnen spielt ebenso wie der im Baum schnarrende "Aufziehvogel", nach dem Toru sich seinen Spitznamen verpasst, eine zentrale Rolle.


    Murakamis herausragendes schriftstellerisches Talent sowie die mysteriöse Aura, die das ganze Buch umgibt, machen "Mister Aufziehvogel" zu einem bemerkenswerten Roman, dessen teils wirklich schwindelerregende Wendungen sich in den Kopf des Lesers zu brennen vermögen. Ich las stellenweise richtiggehend atemlos vor Erstaunen und Verwunderung - und somit kann ich lilactime zustimmen, die hier neulich schrieb, das Ende des Buches habe sie enttäuscht, denn diese Enträuschung empfand ich auch. Ich hate das Gefühl, dass es wie bei den ebenfalls so komplexen und vielschichtigen Romanen Mitchells eine zufriedenstellende Auflösung der Irrungen und Wirrungen geben würde, doch empfsnd ich das Ende dann als recht antiklimaktisch und teilweise unbefriedigend.

    Natürlich bin ich keine Intellektuelle und so muss ich auch ehrlich gestehen, dass mir einfach bis zuletzt nicht alle Anspielungen und Symbole im Roman klar wurden. Zudem kannte ich weder sie Besonderheiten des Autors Murakami noch andere, vielleicht etwas weniger schwerverdauliche Werke. Nach Lektüre einiger Interpretationen, Kritiken und Rzensionen online bin ich mit dem Ende zwar etwas ausgesöhnter, gewisse Fragen schwirren mir aber nach wie vor unbeantwortet im Kopf rum. Eine Seite, die mir half, Mister Aufziehvogel besser einordnen und versthen zu können, war:

    https://fantasyguide.de/essay-haruki-m…phantastik.html

    Auch der Text der neuen, deutschen Übersetzerin Murakamis gefie und half mir, ein paar Puzzleteilcheb mer aneinanderzufügen - leider scheine auch ich die frühere Übersetzung des Werks erwischt zu haben, und diese wurde wohl nicht unerheblich gekürzt, was schon schade ist, da es dadurch doch den ein oder anderen Hinweis gibt, der mir vielleicht gelegen gekommen wäre.

    Letzlich gefiel mir auch die Kritik eines Murakami-Fans und Schriftstellers, der darauf hinwies, dass am Ende auch fasr alle Murakami-Geschichten Liebesgeschichten seien. Wenn man dies als Leitmotiv des Aufziehvogels begreift, fallen einige Puzzleteilchen ein wenig leichter.


    "Mister Aufziehvogel" - ein interessantes und mit Sicherheit einmaliges Werk, über das man wohl ausgiebig diskutieren und auch nachgrübeln kann. Aus dem Kopf gehen wird mir dieser Roman voller Mystik, Mehrdeutungen und seltsamer Charaktere wohl noch lange nicht. Das Lesevergnügen jedenfalls war hoch, aber dass sich die Geister an diesem Buch scheiden, ist absolut klar und verständlich.

    Ich bekam meinen Ersthund damals im Frühjahr als Junghund, im Sommer war er dann auch etwa 8 Monate alt. Sobald es draußen so heiß wurde, war er auch so, dass er noch mehr schlief und ruhte als sonst auch. Draußen war alles tutti, aber drinnen suchte er sich ein vorzugsweise kühles Plätzchen und döste.

    Mittlerweile ist dieser Hund bald sieben 7 Jahre und obwohl er generell oft nicht wahnsinnig hitzeempfindlich ist, merkt man ihm im Sommer doch an, dass auch ihn die Hitze einfach etwas schlaucht.

    Ich würde es bei eurem Hund mal weiterhin beobachten, wenn er sonst fit, gesund und munter ist sehe ich persönlich da jetzt keinen Anlass zu riesiger Sorge. Ich bin bei der Hitze ja wie so viele andere Menschen auch ebenfalls schlapper und deutlich weniger unternehmungslustig!

    Für den Sommer habe ich noch ein paar lose Urlaubsideen,von denen sich hoffentlich zumindest eine umsetzen lässt: entweder wochenendcampen in Salzburg oder bei uns in NÖ, alternativ Ferienapartment/Pension in Kärnten in Mallnitz und/oder mal wieder Kurzurlaub im wunderschönen Pielachtal.

    Und wenn nix dazwischenkommt fahr ich im Oktober für ein paar Tage nach Offfenbach/Main meine Sis besuchen und verknüpfe dies mit nem persönlichen Kennenlernen einer ganz lieben Forenfrrundin irgendwo in Hessen.

    Erstmal würde ich versuchen, da nicht alllZU verkopft ranzugehen. Ich habe den Eindruck, dass Hunde die Anspannung von Zweibeinern da sehr schnell spüren und es dann erst recht zu Schwierigkeiten kommen kann, weil die dann auf diese unterschwellige Anspannung auch reagieren.

    Bei meinen Hunden muss ich tatsächlich sehr wenig managen/eingreifen, da sie im Zusammenleben miteinander gelernt haben, sich gegenseitig trotz aller Differenzen halt zu akzeptieren. Aber da ist die Konstellation halt eine erwas andere, Ersthund Rex ein souveräner unkastrierter Rüde, der sich von Hündinnen prinzipiell aus "Ritterlichkrit" mehr bieten lässt und meine Zweithündin Jasmin in gewissen Situationen gar nicht für voll nimmt - Jasmin war/ist tendenziell eher unsicher und sehr auf mich bezogen, wo es schon mal vorkommen kann,dass sie sich zB bei der Begrüßung vordrängelt ofer ihn nicht im Bett haben will - pronzipiell würde ich da zB deutliche Ansagen und Management empfehlen, in der Konstellation hier ist das aber tatsächlich gar nicht wirklich notwendig, da Rex da nach dem Motto "Idt doch eh alles nur heiße Luft" cool bleibt und sich davon null beeindrucken lässt.

    Eure Konstellation ist natürlich wieder ewas anders, auch wegen der Gleichgeschlechtlichkeit, wobei es ja auch sehr viele Hündinnrn gibt, die in friedlicher Koexistenz miteinander leben oder sich sogar sehr gern mögen :)

    Ich würde vermutlich von Anfang an die üblichen Hausregeln etablieren und versuchen, potentielle Konfliktsituationen von Beginn an aus dem Weg zu räumen, also zB:

    - eigene Rückzugsorte für jeden der Hunde etablieren

    - keine Ressourcen wie Futter, Spielzeug etc frei rumliegen lassen

    - Türgitter beschaffen, sodass man auch mal räumlich trennen und Distanz schaffen kann

    - drinnen kein Anspielen dulden, wenn Suki da noch recht ungestüm ist. Auch kein Nerven, Bedrängeln etc durchgehen lassen

    - Suki notfalls drinnen an die Hausleine nehmen


    Die beiden bescriebenen Konfliktsituationen schätze ich tatsächlich erstmal als halb so wild ein. Beim ersten Beispiel finde ich gut, dass du eingegriffrn hast, allerdings würde ich da eben generell ein Auge drauf haben, dass keine Ressourcen frei rumliegen.

    Beim zweiten Beispiel hätte ich sofort eingegriffen, allerdings war wohl Abby da sehr fix mit ihrer Ansage, diese dürfte fair und für Suki verständlich gewesen sein. Natürlich sollte man dieses Rammeln, da es öfter auftritt, generell auf mögliche Uraschen hin erforschen - ich tippe stark auf Stressabbau/Übersprung. Würde Kontakte zu fremden Hunden ds auch nur wohldosiert zulassen, eingreifen, sobald Suki überfordert wirkt, sie aus der Situation holen. Alltag eventuell anpassen, wenn ja doch noch einiges sehr fordernd für sie ist mental - weniger ist oft mehr.

    Ich mach ja mittlerweile Teilzeit mit Hunde ins Büro mitnehmen und Home Office 2x die Woche.

    Hab aber früher auch Vollzeit gearbeitet und war Vollzeit außer Haus, da kein Home Office. Mein Rex wurde damals von der fantastischsten Hundesitterin überhaupt betreut bzw. zum Mittagsgassi abgeholt, und an manchen Wochentagen war er bei meiner Familie untergebracht. Ihm hat das gar nichts ausgemacht, und die Zeit vor und nach der Arbeit gehörte eh auch ihm.

    Ich war so von 07:30 bis ca. 17 Uhr außer Haus.

    Kannst du nicht vor Urlaubsantritt noch das Gespräch suchen und dabei deine schriftliche Kündigung abgeben? Klar ist das unangenehm, aber meiner Erfahrung nach tut es einen schon auch gut, das persönlich auszusprechen. Außerdem, je früher du es ankündigst, desto mehr Zeit bleibt im Kollegium, Aufgabrn umzuverteilen etc.