Beiträge von tinybutmighty

    Ich kenne mehrer Setter, die in der Großstadt bzw. mittelgroßer Stadt leben. Vor allem Iren und Gordon sieht man hier immer wieder mal. In jungen Jahren erlebe ich die meist als recht temperamentvoll und sehr "angeknipst" - aber die, die ich bisher städtisch kennengelernt habe, waren durchaus so wesensfest und gelassen, dass ihnen Stadt nix auszumachen schien.

    Dass sie oft einen recht großen Radius haben und ordentlich Bewegungsdrang, stimmt wohl. Da ist es an euch, zu entscheiden, ob ihr dem nachkommen könnt und wollt.

    Hier sieht man Setter häufiger mal als Joggingpartner oder neben dem Rad herlaufen. Eine meiner Tierärztinnen fûhrt ihre Irish Setter darûber hinaus im Mantrailing und betreibt Dummytraining. Tendenziell würde ich schon sagen, dass viele Setter je nach Linie eine sinnvolle Beschäftigung brauchen, bei der sie ihre Nase einsetzen und ihren Bewegungsdrang ausleben können. Aber das muss ja nicht gleich bedeuten, jede Woche stundenlang auf dem Hundeplatz zu stehen.

    Ansonsten könnte euch das Wesen der Flat Coated Retriever auch zusagen. Oder wenn es ne Nummer kleiner sein darf vielleicht ein Beagle oder English Cocker Spaniel?

    Zuletzt gelesen: "Die Dinge beim Namen nennen" von Rebecca Solnit

    Solnit ist US-amerikanische Journalistin, Essayistin und Aktivistin. Sie beschäftigt sich u.a. mit Feminismus, Klimawandel, Rassismus und Sexismus.

    "Die Dinge beim Namen nennen" ist eine Sammlung von Essays, die Solnit überwiegend im Zeitraum der letzten 5, 6 Jahre schrieb. Sie befasst sich damit mit aktuellen gesellschaftlichen und gesellschaftspolitischen Themen und Debatten und kritisiert insbesondere die autoritär anmutende Trump-Regierung. In den Essays geht es unter anderem um Bewegungen wie Black Lives Matter und Occupy Wall Street, um die Rechte indigener Völker, um Rassismus im US-amerikanischen Rechtssystem, und um Armut und Gentrifizierung.

    An und für sich sind die Essays sehr lesenswert und ich gehe fast immer mit Solnits Analysen und Meinung konform. Allerdings mutet das gesamte Buch schon sehr amerikanisch an, wenn man also nicht allzu sehr an US-amerikanischer Politik und gesellschaftlichen Fragestellungen interessiert ist, wird man hiermit nicht unbedingt glücklich werden.

    Leider fand ich persönlich auch Solnits Argumentationsweise nicht immer überzeugend, teilweise kam es mir schon so vor, als habe sie sich über bestimmte Dinge (z.B. verschiedene Formen von Aktivismus - ob prinzipiell gewaltlos oder nicht) einfach schon eine klare eigene Meinung gebildet, und diese eigenen persönlichen, durchaus teils nicht ganz unumstrittenen Grundsätze und Positionen lässt sie dann teilweise leider in ihre Essays einfließen, als handle es sich um reine Fakten. Argumentativ empfand ich sie beim Lesen mehrmals als eher schwach und nicht ganz stichhaltig, bzw. als sich in Nebenschauplätze verrennend.

    Vom Aufbau her empfand ich viele der Essays auch als irgendwie "formlos", wie vor sich hingeschrieben, es fehlte mir der klare rote Faden, der logische Aufbau. Und ihre Forderung, die Dinge "beim Namen zu nennen", wurde mir persönlich etwas vergällt durch ihre eigene teils eher unpräzise Schreibweise. Allein die Verklärung vergangener Jahrzehnte empfand ich schon als teils etwas ärgerlich - politische Verfehlungen der letzten Jahre und Jahrzehnte klar anzusprechen, schön und gut, aber dass früher vieles so viel besser gewesen wäre, stimmt nun einmal auch nicht.

    Oft fehlten mir dann auch tiefergehende Erkenntnisse oder zumindest Überlegungen von Substanz, so ein wenig Nabelbeschau-mäßig kamen die Essays daher: Schön und gut, dass sie sich Gedanken macht und wiedergibt, was in Politik und Gesellschaft vor sich geht, aber das Buch bleibt darin irgendwie häufig eher konsequenz- und ergebnislos.

    Ich bevorzuge den Biss und die Klarheit einer Margarete Stokowski, die die Dinge tatsächlich auf den Punkt zu bringen vermag. Hinzu kommt natürlich, dass ihre Kolumnen und sonstigen Texte weniger stark US-amerikanisch gefärbt sind.

    Solnit ist zweifellos eine wichtige öffentliche Persönlichkeit und Feministin, aber mich holten diese Essays einfach nicht sonderlich gut ab.

    Ein Mitgrund hierfür war aber auch ganz klar die schlechte Übersetzung - ich habe das Gefühl, da ging wirklich einiges verloren. Allein die Satzstellungen waren teilweise richtiggehend gruselig und störten den Lesefluss.

    Man kann leider keine Rasse ohne Aggressionsverhalten empfehlen, weil es sowas nicht gibt. Hunde sind Lebewesen, die kommunizieren, und dazu gehören nun mal auch Droh- und Aggressionsgebärden wie Knurren, Grummeln, Warnschnappen etc. Man kann für keinen Hund die Hand ins Feuer legen, dass er solche Gesten nicht zeigt. Eher ist es die Ausnahme, dass ein Hund niemals so kommuniziert.

    Natürlich gibt es Hunde, die als Strategie in Stress- oder Konfliktsituationen eher den Rückzug wählen, aber das ist halt auch individuell. Es gibt keine Rasse, die das wirklich einprogrammiert hat.

    Wir haben hier 5 Hunde und 3 Kinder im Patckworkhaushalt (Freundin, ich und ihre 3 Kinder). 3 der Hunde sind tatsächlich die Typen, die nie die Kinder anknurren oder sonstwas, aber das ist halt Zufall, sind alles Tierschutzhunde. Meine beiden Minis genauso, aber die warnen durchaus und können schon mal deutlicher werden.

    Wie schon im anderen Thread betont, es liegt an euch Erwachsenen, das Zusammenleben zwischen Hund und Kind zu managen, zu lenken und zu schauen, dass es nicht zu Bedrängungssituationen kommt. Nobody is perfect, aber diese Bereitschaft sich auf das Lebewesen Hund einzulassen ist es, die letztlich zählt.

    Das Verhalten deiner Hündin ist nicht ungewöhnlich fûr einen Hund, der halt vieles bedingt durch seine Vergangenheit noch nicht kennt. Ich fürchte, ihr seid bei der Vermittlung fälschlicherweise von einem aufgeschlosseneren Charakter ausgegangen, weil die Hündin gleich auf euch zukam. Da hat sie aber deiner Beschreibung nach viel "beschwichtigt", das steckt nämlich bei Hunden oft hinter dem Abschlecken - das tun Hunde zB häufig in Situationen, in denen sie eher unsicher sind und zeigen wollen, dass von ihnen keine Gefahr ausgeht.

    Du wirst einfach damit rechnen müssen, dass deine Hündin viel Zeit und Geduld benötigt. Fûr sie ist jetzt erstmal alles komplett neu und 3 Monate sind ja noch kein allzu langer Zeitraum. Nimm mal die Erwartungshaltung und den Druck raus.

    Es ist gut möglich, dass deine Hündin sich mit der Zeit noch für Spielzeug erwärmt - vielleicht lässt es sie aber auch weiterhin kalt. Ebenso ist es absolut normal, wenn deine Hündin an Artgenossen eher wenig Interesse hat. Gerade erwachsene Hunde haben oft keinen Bock, mit fremden Hunden zu spielen - wir Menschen sind ja irgendwann auch aus dem Sandkastenalter raus ;)

    "Den" Anfängerhund gibt es meiner Meinung nach nicht. Es kommt da einfach auf mehrere Faktoren an: eure Persönlichkeit, eure Vorstellung eines gelungenen Zusammenlebens, die Lebenssituation, die Bereitschaft sich mit dem Hund aktiv zu beschäftigen...

    Ich denke, wichtig ist halt, sich auch mit den wahrscheinlichen "Nachteilen" der Wunschrasse auseinanderzusetzen. Es sollte einem also zB beim Jack Russell Terrier bewusst sein, dass diese Hunde eben ordentlich Jagdtrieb mitbringen können, dass sie sehr spritzig und mitunter eigenwillig sein können. Mögliche Konsequenzen daraus wären dann zB, dass der Hund womöglich lebenslang nie oder nur unter sehr passenden Bedingungen freilaufen kann. Dass man bereit sein muss, in der Beziehung eine sehr konsequente Linie zu fahren und in die Beschäftigung des Hundes Zeit und Mühe zu stecken.

    Der Welpe ist 9 Wochen, nicht 9 Monate, wie es im Titel steht, oder?

    Stubenreinheit kann dauern! Bis das zuverlässig sitzt, können mehrere Wochen bis Monate vergehen. Ihr braucht ganz viel Geduld und müsst genau auf euren Hund achten. Geht immer nach dem Schlafen, Spielen und Fressen und generell etwa alle 2 Stunden mit dem Welpen zum Gassigehen hinaus.

    Vielleicht ist der Welpe noch nervös und kann deshalb noch keine Leckerlis nehmen.

    Rex ist bisher der Einzige unter unseren Hunden, der mit der wilden Motte auch mal rumflitzt. Irgendwie verständlich, sie kann schon recht gaga sein :lol:

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    Zweimal Suki im Schnee :schneewerfen_wald:

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    Aber nicht täuschen lassen, sie hat es durchaus faustdick hinter den Ohren :D Ein Schuh musste schon dran glauben. Und sie hat bereits erfolgreich ihre Schleppleine durchgebissen :shocked:

    Aber sie ist wirklich irre schlau, und lernfähig! "Platz" hat sie schon so gut verinnerlicht, dass sie es auch im Hundewald mit Gewusel rundherum zuverlässig ausführen kann. Außerdem kann sie nach wenigen Wochen hier schon viel frei laufen, da sie sich sehr stark an uns orientiert und auch der Rückruf gut sitzt. Sie ist einfach wahnsinnig aufmerksam und ein wenig nerdig xD Langweilig wird uns mit der nicht :herzen1: