Beiträge von tinybutmighty

    Also so winzig ist ein Havaneser ja nun nicht, das du da ne Schere für Vögel oder Nager benötigen würdest.

    Ne Tasche, meine Hunde fahren ohne Tasche Bus. Die passen auf den schoß, aber ist Geschmackssache, mir persönlich ist das mitnehmen einer Tasche zu lästig. Außer im Zug (im IC und ICE ist es ja Pflicht)

    Was du sonst noch brauchst? Normale Sachen halt. Leine, Geschirr, Napf, Liebe, evtl. n Kurs in der Hundeschule, Geduld, Kamm/ Bürste/ Schere, vielleicht n Mikrofasertuch oder Bademantel zum trocknen

    Hier in AT kann man kleine Hunde in einer verschließbaren Tasche/Box whatever in den Öffis transportieren, dann muss man keinen Fahrschein fûr sie kaufen. Teilweise sind auch zB bei Jahrestickets die Mitnahme von einem Hund inkludiert. Auch wenn er nicht in der Tasche ist. Aber dann muss er halt Maulkorb tragen offiziell.

    In der Realität wird es bei kleinen Hunden aber meist locker genommen und meine fahren oft genug "einfach so" mit - ich mag auch nicht immer Hundetaschen dabeihaben |)

    Bodyguard für Begegnungen mit TutNixe muss ich die ersten Jahre übernehmen.

    Nicht nur die ersten Jahre, sondern immer. Außer du bekommst so ein seltenes Exemplar von Kleinhund, der tatsächlich auch große Hunde stramm stehen lassen kann.

    Das wäre dann wohl mein Rex :lol:


    Also Krallen muss ich hier zum Glück nur ganz selten mal kûrzen, die Zwerge laufen sich die meist selber ab. Die Daumenkrallen hin und wieder mal, oder wir machen das gleich beim Tierarzt/Hundefrisör, wenn es sich ergibt.

    Irgendwie ist da für mich ziemlich viel Durcheinander.

    Du schreibst von diversen Spielsachen und Spielsituationen, aber auch, es gehe dir um "richtiges Dummytraining" und dann kommt auch noch Schutzhundesport ins Spiel (sorry für den unbeabsichtigten Wortwitz).

    Das sind aber doch unterschiedliche Dinge, die man für sich selber halt erstmal aufdröseln muss, um auch den Hund verschiedene Konzepte der Beschäftigung begreiflich machen zu können.

    Zum einen gibt es das Spiel, wo ich persönlich der Ansicht bin, da kann man auch mal fünfe grade sein lassen. Natürlich ist es gut, wenn der Hund das Spielzeug z.B. auf Kommando abgibt, aber ich finde es jetzt nicht tragisch, wenn ein Hund mal mit Balli, Zerrgel oder sonstwas wild rumkaspert und sich selber auch mal damit beschäftigt. Vor allem bei einem jungen Hund ist diese Lebensfreude doch etwas total Normales und Schönes.


    Und dann hat man da eben zum anderen den Hundesport mit klaren Regeln für Apport und Co. Beim Schutzhundesport soll ja meines Wissens nach der Beutetrieb des Hundes genutzt werden, damit er scharf auf den Ärmel des Helfers wird und dann werden dem Hund eben nach und nach die Verhaltensmuster, die zum Schutzhundesport gehören, beigebracht, mit ganz klaren Regeln und dem Ziel, dass der Hund jederzeit auch im hohen Erregungszustand für den Hundeführer kontrollierbar bleibt.

    Beim Dummysport gibt es ebenfalls klare Regeln fürs Apportieren, der Hund soll das Dummy schön möglichst mittig tragen, nicht knautschen oder darauf rumkauen und es auf direktem Wege zum Hundeführer zurückbringen und abgeben - sich damit keinesfalls selber beschäftigen und bespielen.

    Ich würde "Arbeit/Training" und "Freizeitspiel" klar voneinander trennen, damit ihr weder euch noch somit auch den Hund unnötig verwirrt. Unter fachkompetenter Anleitung wie eben z.B. im Hundeverein sollten euch ja die Grundlagen der Hundesportarten, die ihr machen möchtet, beigebracht werden, und euch vermittelt werden, was ihr eventuell - z.B. fürs Dummytraining - zuhause alleine vertiefen und üben könnt.

    Für mich liest sich das so, als würdet ihr einfach nicht so mit ihr kommunizieren, dass sie euch versteht und weiß, was ihr von ihr wollt. Klar, dass sie darauf dann mit Überforderungssignalen (Bellen, Zwicken etc.) reagiert. Ich denke, sie ist gefrustet und gestresst, weil ihr die "klare Linie" fehlt, womit ich keinesfalls Strenge oder gar Härte meine, sondern einfach nur Kontinuität eurerseits - berechenbares, souveränes Verhalten.

    Und es liest sich so, als würde sich das immer und immer wieder "hochschaukeln", was weder für euch noch den Hund angenehm ist.

    Die kleine Dame macht auf uns einen überaus selbstbewussten Eindruck. Sie körpersprachlich zu korrigieren ist kaum möglich. Das geht ihr meist sonstwo vorbei. Daher muss ich sie öfter körperlich auf Verbote hinweisen. Das ist meist ein "wegschieben" am Brustbein. Weh tun wir grundsätzich nicht. Auch wenn es in letzter Zeit ab und an "heiß herging" ist sie höchstens mal am Brustbein weggeschubst worden, oder vom Sofa geschoben.

    Wie kommt ihr zur Einschätzung, dass der Hund so selbstbewusst ist? Es kann natürlich gut sein, ich würde nur gerne wissen, woran ihr das festmacht.

    Körperliche Korrekturen sollten halt wirklich so sparsam wie möglich eingesetzt werden. Ansonsten ist es gut möglich, dass den Hund auch sowas irgendwann mal nicht mehr interessiert, weil er abstumpft. Oder dass er eben anfängt, nach vorne zu gehen.

    Wichtig wäre es auch generell, dass möglichst wenig Korrekturen überhaupt fällig werden. Es hilft oft schon sehr, mal ein wenig den Blickwinkel auf den Hund und seine Verhaltensweisen zu ändern und sich auf das Positive zu konzentrieren und erwünschtes Verhalten auch ordentlich zu bestätigen und zu belohnen. Dieses Verhalten wird in der Regel dann auch öfter gezeigt, weil Hund sich merkt, dass er für xy eben gelobt wurde.

    Situation: wir verbieten ihr etwas (z.B. nichts vom Wohnzimmertisch holen oder nicht unter den Esstisch während wir essen. Sie wird direkt aggro und geht uns auch direkt an. Bellen, schnappen in die Luft, zwicken in Hand und Ärmel

    Wie verbietet ihr eurer Hündin dies alles genau?

    Arbeitet ihr z.B. mit einem Alternativverhalten?

    Kennt sie ein Abbruchsignal und wie wurde dieses aufgebaut?

    - ohne erkennbaren Auslöser "buddelt" sie auf dem Sofa und geht die Kissen an. Sobald wir eingreifen geht es wie oben beschrieben weiter.

    Könnte Stress und Überforderung sein, könnte aber bis zu einem gewissen Grad auch normales hündisches Verhalten sein. Meine Hündin buddelt auch öfter mal so auf dem Bett rum, weil sie sich so quasi ein gemütliches "Nest" bauen möchte.

    Wir bleiben stur und erwiedern ihre Provokation - indem wir sie auf Abstand halten, mit dem Blick fixieren, ein Bellen mit deutlicher Ansprache erwiedern. Das führt dazu, dass sie mega unsicher wird. Teilweise rennt sie weg, meist springt sie aufs Sofa und "buddelt" und dreht sich. Bis sie wieder in den "Fight" zu uns geht. Das habe ich vorhin einmal durchgezogen. Sie wird immer aggessiver. Irgendwann war sie fix und fertig und hat sich hechelnd hingelegt :(

    Ich denke, sie wird alleine deshalb schon unsicher, weil ihr irgendwie immer anders zu reagieren scheint. Außerdem weiß sie wahrscheinlich überhaupt nicht, was sie stattdessen tun soll, oder?

    Sie wird in ihr Welpenzimmer "verfrachtet". Problem: wenn ich sie da "reintragen" muss ist das ein Kampf. Sie wehrt sich und versucht zu zwicken mit allen Mitteln. Das macht keinen Spaß und kann irgendwie nicht die Lösung sein. Sie mit Leckerli da reinzulocken klappt auch mehr schlecht als Recht. Da drin liegt sie dann direkt. Oft geht es sobald wir sie rauslassen direkt weiter :(

    Das ist natürlich nicht gut, wenn der "Ruheort" so negativ verknüpft ist. Da solltet ihr nochmal ganz von vorne einen neutralen Ort positiv aufbauen und besetzen.

    Unsee jüngste Hündin kennt eine Crate als Rückzugsort, sie geht da selbstständig gerne hinein, z.B. zur Fütterung oder einfach, wenn sie mal eine Auszeit braucht. Wir haben versucht, diese wirklich nur positiv zu verknüpfen und keinesfalls mit ihr zu kämpfen, damit sie da reingeht oder ähnliches.

    Heute, 1x Gassi in den Weinbergen und 1x Spaziergang im örtlichen Wald (wobei wir vor allem auf der Wiese dort waren, da schön weitläufig):

    - 1 Hovawart

    - 1 schwarzer Labrador

    - 1 kleiner Wuschelmix

    - 1 größerer struppiger Mix

    - noch 1 Hovawart

    - irgendwas Rottimäßiges

    - 1 Husky

    - 1 Langhaar-Collie

    - 1 kurzbeinige Terriermixhündin

    Zuletzt gelesen: "Qualityland" von Marc-Uwe Kling

    Am ehesten kann man diesen Roman wohl als dystopische Zukunftssatire bezeichnen: Kling schreibt in "Qualityland" über das so umbenannte Deutschland in einer automatisierten, digitalisierten, ökonomisierten Zukunft, in der Roboter vielfach die menschliche Arbeitskraft ersetzen, intelligente Androiden dazu imstande sind, bessere Romane zu schreiben als Tolstoi und Kafka und sogar für politische Ämter kandidieren, und Menschen schon mehr in einer virtuellen als in der echten Realität leben. In Qualityland ist alles nicht nur super oder spitze, sondern "bestens" - erlaubt sind nämlich nur Superlative - , Menschen bekommen von Drohnen automatisch Ware geliefert, die sie gar nicht bestellt haben - weil die Systeme alle Daten über alle Menschen sammeln, wird einfach errechnet, was jeder Mensch braucht oder sich wünscht und das wird ihm dann eben zugeschickt - und ernstzunehmende Nachrichten sind nur noch als eine Art kurzer Unterbrechung der Dauerwerbung, welche die Bewohner QualityLands auf allen Kanälen zumüllt, zu haben.

    In dieser tristen Zukunftswelt , in der alles angeblich am obergeilsten ist, die Menschen aber zunehmend leer und sinnbefreit herumirren wie Zombies, lebt Peter Arbeitsloser - in QualityLand werden die Menschen nach dem Beruf des gleichgeschlechtlichen Elternteils benannt - und führt ein bescheidenes Dasein als Level-10-Mensch, der eine Schrottpresse für defekte Maschinen betreibt. Anstatt diese zu verschrotten, behält er sie aber, so sammeln sich bei ihm unter anderem ein Kampfroboter mit posttraumatischer Belastungsstörung und eine E-Poetin mit Schreibblockade.

    Peter fängt an, sich Fragen über die Richtigkeit und Sinnhaftigkeit dieses gesellschaftlichen Systems zu stellen, als er einen Delfinvibrator geliefert bekommt, den er nicht zurückgeben kann, weil er sich laut seinen Daten ja angeblich genau so ein Teil gewünscht hat. Das Buch handelt von seinem kleinen Widerstand gegen das System, welcher mehr oder weniger große Wellen schlägt.

    Das klingt ziemlich irrwitzig, aber gleichzeitig auch nicht ganz abwegig - leben wir doch schon in Zeiten, in denen uns Algorithmen vorschlagen, was wir angeblich sehen möchten, und wo Daten für viele multinationale Großkonzerne das Allerwichtigste sind. Marc-Uwe Klingt treibt es in seinem Roman natürlich auf die Spitze und entwirft eine Gesellschaft, in der die Menschen so leidenschaftslos und schablonenartig daherkommen wie die Künstlichen Intelligenzen, die ihnen mehr oder weniger den Rang als "Krone der Schöpfung" abzulaufen drohen.

    Leider blieb das Buch für mich in seinem Potential nicht voll ausgeschöpft: Die Idee ist originell und erfrischend, aber dermaßen schwarz-weiß-gezeichnet umgesetzt, dass das Lesevergnügen darunter einfach leidet. Es liest sich eher wie ein Drehbuch oder ein Script zu einem Comedyprogramm denn wie ein ernstzunehmender Roman. Die Protagonisten bleiben einem fern, man fiebert nicht mit, es wirkt alles sehr "runtergeschrieben". Zusammengehalten wird der Roman durch den Versuch, den Leser durch Witze bei Laune zu halten - und ja, es gibt die ein oder andere Passage, an der ich laut auflachen oder zumindest in mich hineinschmunzeln musste, aber das war's dann auch und genug andere Witze waren so flach und abgelutscht, dass ich mich eher langweilte.

    Für mich ist das leider wieder mal so ein Roman, wie es sie unter zeitgenössischen deutschen Autoren häufiger mal gibt: irgendwie sehr flach bleibend, an der Oberfläche kratzend, wenig ausgereift, stilistisch übermäßig simpel gehalten. Man kann es nett runterlesen und die Gesellschaftskritik springt einem ja förmlich entgegen, aber es fehlt schlicht an Raffinesse und Würze, an Grauschattierungen - die für mich einen Roman erst wirklich lesenswert machen.

    Also, das war jetzt aus der Perspektive von Normalsterblichen geschrieben. Mich schränkt das jetzt auch nicht so ein, weil ich eh kein Leben führe wie andere. Fast alles, was man Menschen zusagt, was die angeblich gerne machen, mache ich nicht gern. Essen gehen zum Beispiel. Das mache ich tatsächlich in der Regel nur, wenn ich irgendwo verreist bin und zwecks Nahrungsaufnahme was brauche. Meistens hole ich mir einen Döner. |) (Ich lebe schon immer so, dass ich auch bei härtesten Corona-Auflagen nix verändern muss. :lol: )

    Ich war im Sommer in Salzburg mit damals 4 Hunden jeden Tag was essen, manchmal auch 2x am Tag :lol: Man braucht halt, wenn 2 größere Hunde dabei sind, etwas mehr Platz, aber sonst hat das eigentlich gut funktioniert, ich war sogar recht entspannt xD

    Ich habe auch kein Auto und steige dann halt mal eben mit 4 Hunden in Zug, Bus oder Bahn, wenn ich Lust auf einen Ausflug habe :pfeif: Die zwei Großen meiner Freundin haben das erst mit mir kennengelernt, aber es geht tatsächlich ganz gut =)

    Allerdings bin ich auch oft froh, wenn ich nur meine zwei Kleinen dabei habe, das ist natürlich nochmal einfacher, schon allein, weil sie so praktisches Miniformat haben.

    Ich habe zwei eigene Hunde. Ich hätte gerne einen dritten Mini dazu - wieder aus dem Tierschutz, gerne schon mind. 3 Jahre alt oder auch älter. Im Moment ist das aber einfach nicht machbar. Ich bin drauf angewiesen, die Hunde mit ins Büro nehmen zu können, was mit den zweien gut funktioniert, ein dritter Hund wäre da aber einfach "too much". Da meine Hündin nicht wirklich alleine bleiben kann, wäre es zudem schwieriger für mich, für Einzelzeit mit jedem der Hunde zu sorgen.

    Zwei Hunde (noch dazu so kleine) haben natürlich viele Vorteile: ich kann meine beiden oft irgendwohin mitnehmen, die Urlaubsplanung ist noch recht easy machbar. Öffifahren (ich habe kein Auto, daran wird sich wohl auch in naher Zukunft nichts ändern) geht super mit den beiden Zwergen. Sie sind fast überall gerne gesehen. Die Kosten halten sich in Grenzen.

    Trotzdem hätte ich gerne einen Dritthund, weil Hunde nunmal der wichtigste Teil meines Lebens sind und ich eh mein ganzes Leben um und mit den Hunden rum plane. Finanziell wäre es nicht unbedingt die vernünftigste Entscheidung, aber wohl okay machbar.


    Im Grunde genommen habe ich ja durch meine Freundin, die 3 Hunde hat, eh ein "erweitertes Rudel". Ich wohne zurzeit praktisch zu mindestens 85% der Zeit bei ihr und da wuseln also 5 Hunde in der Wohnung rum. Das ist schön, ich allein könnte das aber nicht stemmen mit so einem 5er-Rudel. Da hätte ich das Gefühl, nicht allen gerecht werden zu können. Außerdem finde ich es teilweise schon als ein wenig anstrengend, alleine mit allen 4 oder seit kurzem eben sogar mit allen 5 unterwegs zu sein. Mal eben in den Zug steigen für einen Ausflug geht halt nicht mehr so einfach mit der Anzahl an Hunden. Und die Sache mit der Gruppendynamik natürlich - ab und an pöbelt halt einer beim Spazierengehen und wenn die anderen dann mitmachen, ist das nicht gerade entspannend^^

    An und für sich bin ich von Zeit zu Zeit aber sehr gerne solo mit allen 4 bzw. jetzt eben mit allen 5 Hunden unterwegs! Bis auf oben genannte Punkte ist unser Rudel nämlich an und für sich ganz easy zu händeln - maximal 2 Hunde müssen normalerweise an der Leine bleiben, ich kann auch Freunde zum gemeinsamen Spazierengehen mit allen Hunden treffen, da sie alle verträglich sind...

    Aber: Das erweiterte Rudel ist zurzeit ein Mitgrund dafür, warum ich selber mir keinen Dritthund nehme. 6 Hunde insgesamt, das wäre einfach zu viel. Außerdem mit meiner jetzigen Wohn- und Lebenssituation einfach zu viel "Hin und Her", ich hätte nicht das Gefühl, da einen weiteren Hund gut integrieren zu können, ohne dass er zu kurz kommt oder gerade in der Anfangsphase zu viel mitlaufen muss.


    Kurz gesagt: Ich habe sehr gerne zwei Hunde, hätte gerne einen dritten, das wird aber wohl noch einige Jahre dauern und kommt vor allem auf die Entwicklung meiner Lebensumstände an.