Beiträge von tinybutmighty

    Bei Jasmin schwer zu sagen. Die ist nicht so "entscheidngsfreudig" und würde warscheinlich einfach nur rumstehen und überfordert damit sein, selbst entscheiden zu müssen.

    Bei Rex - puh, schwer zu sagen. Tendenziell wohl immer der Nase nach, also eher kein bestimmtes Ziel im Kopf, sondern dem spannendsten Geruch nach.

    Allerdings kommt es auch darauf an, wo das Ganze losgehen würde. Von mir zuhause z.B. ist es zu Fuß schon ein Stück Richtung Weinberge oder Feld, d.h. ich weiß nicht, inwiefern sie dies mental daran hindern würde, diesen Weg zu wählen.

    Steige ich aber aus dem Zug, stehen wir direkt an den Weinbergen und da kam es durchaus schon vor, dass Rex dann gleich diese Richtung einschlug. Ist aber das Wetter mies oder er müde, wählt er stattdessen den Weg die Straße runter heimwärts.

    Ich habe eine Hündin aus dem Auslandstierschutz und 2 weitere der Hunde in unserem "Patchwork-Rudel" sind ebenfalls aus dem Auslandstierschutz.

    Es gibt da ganz unterschiedliche Charaktere, weil Auslandshund ist nicht gleich Auslandshund. Meine Jasmin wurde von einem Vermehrer beschlagnahmt. Sie lernte die ersten Lebensjahre wenig kennen. Bis heute ist sie Menschen gegenüber zunächst zurückhaltend und tendenziell ein eher unsicherer und ängstlicher Hund, zudem hat sie starke Trennungsängste. Zugleich ist sie aber sehr kooperativ, anhänglich und lustig.

    Luna, die Bulgarin, dürfte früher mal Straßenhund gewesen sein. Sie ist ängstlich, insbesondere Menschen gegenüber, und allzu viel Lärm und Trubel sind nichts für sie. Ansonsten ist sie sehr unauffällig, drinnen unkompliziert, generell sehr am Menschen orientiert. Zugleich aber bewahrt sie sich immer eine gewisse Unabhängigkeit und hat (kontrollierbaren) Jagdtrieb.

    Suki, unsere Rumänin, ist der Jungspund hier, viel bekannt ist nicht über ihre Vergangenheit, sie hat aber ein sehr aufgewecktes, neugieriges Wesen und zeigt sich bislang in allen Situationen ziemlich cool.


    In eurer Situation, als Anfänger ohne Hundeerfahrung und mit kleinen Kindern, rate ich von einer "Blind-Adoption" nur über Foto und Beschreibung stark ab. Viele seriöse Vereine arbeiten mit Pflegestellen zusammen, d.h. der Hund lebt bereits in Deutschland auf einem Pflegeplatz, kann dort von euch kennengelernt und vom Verein besser eingeschätzt werden.

    Vergangenen Mittwoch waren wir nun beim Cavaletti Kurs. Nunja - das ist nicht so unseres....oder jetzt noch nicht.

    Gipsy hat echt üüüüberhaupt nicht gecheckt was wir da von ihr wollen.

    Zuerst hätte sie über 2 Hürden gehen sollen. Ich habe sie warten lassen und sie hat sofort eine extreme Spannung aufgebaut - da war nichts mit "gehen". Besser gings wenn ich einfach ganz beiläufig an den Hürden vorbeigeschlendert bin und sie mir gefolgt ist. Allerdings war sie von irgendwelchen Düften auf dem Rasenteppich auch arg abgelenkt (nicht nur sie, die restlichen Hunde auch...also wars eher keine Reaktion auf den Trainingsversuch).

    Auch die weiteren Übungen klappten eher solala. Wir werden diese Arbeit vorerst nicht vertiefen. Vielleicht ist sie mit ihren 8 1/2 Monaten auch noch etwas jung dafür...

    Wir bleiben vorerst bei der Gymnastik und beim Spass haben, suchen nach wie vor eine Möglichkeit für ein Longier Seminar und freuen uns auf den Beginn der Hoopers Ausbildung im April. Es kann ja nicht alles Spass machen.

    Vielleicht war's einfach nicht der richtige Kurs. Solche Enttäuschungen hatte ich auch schon.

    Das Alter kann aber durchaus ebenfalls eine Rolle spielen. Rex war mit 8,5 Monaten noch sehr welpig drauf und unser erster Gruppenkurs war eine ziemliche Katastrophe, weil er vieel zu abgelenkt war und sich noch überhaupt nicht konzentrieren konnte. Ich war so enttäuscht damals, das weiß ich noch genau :tropf: Aber als er älter wurde und mehr Routine in solchen Dingen erlangte, wurde es dann soo viel besser!

    Also vielleicht einfach zu einem späteren Zeitpunkt wieder versuchen :bindafür:

    Ich finde die von dir beschriebene HuTA nicht so toll. Mal ehrlich, einen neuen Hund einfach zu ihm unbekannten Artgenossen in eine Box quetschen und das durchziehen, selbst wenn der Neuling bedrängt wird und sich sichtlich unwohl fühlt, ist doch nicht sehr empathisch und für deine Kleine bestimmt alles andere als ein schönes Erlebnis. Da züchtet man sich vielleicht noch schön eine Angstaggression oder zumindest ein Problem mit Artgenossen ran...

    Dann lieber entweder eine andere professionelle Betreuungsmöglichkeit (ich hatte mal wirklich extrem gute, warmherzige hauptberufliche Hundesitterin für meinen Ersthund) oder eine Privatperson mit mehr Tagesfreizeit. Finde das auch nicht so schlimm, wenn die Person dann mit dem Hund rausgeht, man kann ja vereinbaren, dass es z.B. bei eher kurzen Löserunden bleibt und sagen, worauf man Wert legt im Umgang mit dem Hund. Wenn man sich menschlich sympathisch ist, klappt das meist ganz gut. Außerdem verstehen Hunde es durchaus, dass woanders auch mal etwas andere Regeln gelten als bei der eigentlichen Hauptbezugsperson.

    Dass sie Grenzen austestet und Regeln hinterfragt, erscheint mir nicht sehr logisch. Sie weiß halt einfach noch nicht, dass man nicht auf Möbel hüpft, woher denn auch?

    Ebenso wenig kann sie nach so kurzer Zeit bei euch schon die Bedeutung eines verbalen Abbruchsignals wie "Nein" verstehen.

    Das es nervig ist, verstehe ich, aber ich würde bei einem jungen Hund, der in einer völlig neuen Umgebung gelandet ist und nichts kennt, ehrlich gesagt auf ein an und für sich harmloses Problem nicht so viel Energie und Kapazität "verschwenden".

    Wenn ihr zuhause seid, könnt ihr ja darauf achten, sie immer im Blickfeld zu haben und eine Hausleine dranlassen, sodass ihr sie einfach ohne großes Tamtam wegholen könnt bzw. das Verhalten schon im Ansatz abbrechen, wenn möglich. Dabei würde ich freundlich, aber bestimmt sein.

    Hat sie bei euch verschiedene Liegeplätze?

    Rex:

    - fiepsen

    - pföteln

    - Kopf auf meine Beine legen

    - an meinem Hosenbein kratzen

    - bellen, brummeln, knurren

    - mit dem Schwanz wedeln

    - Hypnoseblick

    - sich an meinem Bein aufstellen

    Wenn Rex dringend raus muss, zeigt er das auch immer ganz deutlich an. Das ist unmissverständlich. Zuerst leises Fiepsen, wenn ich dann reagiere und gucke, was er will, läuft er zur Tür und schaut ganz bewusst erst mich an, dann zu dem Körbchen, in dem seine Leine liegt, dann zur Tür.

    Jasmin:

    -pföteln

    - sich an mir aufstützen (v.a., wen sie hochgenommen werden möchte)

    - hin und wieder auch fiepsen oder winseln

    Also was Hundeschulen und Vereine betrifft, so habe ich doch den Eindruck, dass es da Unterschiede gibt, wie gut TrainerInnen einfach mit kleinen Hunden können. Die zwei Extreme sind für mich mal die, die den Minis von vorneherein nix oder nur wenig zutrauen und sie am liebsten gar nicht in den Kursen haben möchten. Das andere Extrem sind aber jene Trainer, die auf die Bedürfnisse kleiner Hunde und etwaige "Besonderheiten" überhaupt keine Rücksicht nehmen, weil "alle gleich behandelt" werden sollen.

    Ich habe beides noch nicht in dem Extrem erlebt, war aber sicher schon in einem halben Dutzend Hundeschulen in diversen Kursen über die letzten Jahre sowie in mind. 3 verschiedenen Vereinen und da gab es für mich schon ein paar, die einfach sehr positiv hervorstachen gerade im Umgang mit Klein- und Kleinsthunden.

    Und ein paar Trainer, wo ich zumindest ab und an den Eindruck hatte, sie haben da vielleicht noch "Nachholbedarf" - z.B. in einem Verein ein Trainer mit einem Beagle, der nicht verstand, dass ich mit Rex auswich, als ein größerer Hund - beide waren an der Leine - an uns vorbeikam. Dessen Besitzerin hätte ihn voll zu Rex hingelassen, ich möchte das aber schon allein aufgrund der Trainingssituation nicht, das war halt eine kurze Pause im Begleithunde-Kurs, aber ist ja immer noch Vereinsgelände. Da meinte der Trainer so zu mir, ich solle meinen Hund nicht immer so "abschirmen" oder was Ähnliches, müsse ihm mehr zutrauen oder sowas. Das fand ich total gaga, aber das war auch der Kurs, in dem es vorkam, dass ein Husky einen kleinen, total verängstigten Pudel quer übers Gelände hetzte und das Eingreifen der Trainer empfand ich als sehr halbherzig.

    Eine Freundin von mir war dort eine Zeitlang mit ihrem Chi in der Agility-Gruppe, wechselte dann aber auch, weil sie das Gefühl hatte, sie würde nicht wirklich herzlich behandelt werden und ihr fehlte halt das "Zugehörigkeitsgefühl". Ob das jetzt an der Rasse ihres Hundes lag, weiß ich natürlich nicht zu 100%, aber zumindest bei dem einen Trainer hatte ich so ein wenig den Eindruck, als Kleinhundehalter steht man gleich im Verdacht, so ein wandelndes Klischee zu sein, das den Hund eh nur verhätschelt und nicht wie einen "richtigen" Hund behandelt.

    Ich habe vorhin zufällig in einer Buchhandlung einen Roman namens "Shuggie Bain" entdeckt von Douglas Stuart. Hab dann kurz gegoogelt, die Inhaltsbeschreibung sowie die paar Rezensionsfetzen, die ich auf die Schnelle fand, klangen überzeugend, also mitgenommen. Möchte ich gern der Herzensmenschin zum Geburtstag schenken, ich hoffe echt, sie mag es...

    Dann habe ich noch "Leere Herzen" von Juli Zeh mitgenommen. Auf "Über Menschen" bin ich zwar schon sehr gespannt, das ist mir im Hardcover aber schlicht noch zu teuer.

    Naja, was heißt "brauchen", es gibt ja genügend Hunde aller Größen, die 3x am Tag um den Block latschen und dann vielleicht noch 10 Minuten Hundeauslauf haben und das war's und die exisitieren trotzdem, oft genug sogar ohne jegliche Auffälligkeiten.

    Klar, ist jetzt ein plakatives Beispiel, aber ganz prinzipiell denke ich schon, nur weil ein Hund was nicht unbedingt braucht oder einfordert, heißt das ja nicht, dass er von einem "Mehr" keinen Mehrwert hätte...


    Und klar fordert mein Chi auch mal ein, dass er jetzt bitteschön nach 2 ruhigeren Tagen gern wieder mehr laufen täte, eimfach weil er es gewöhnt ist, viel unterwegs zu sein. Hat für mich also echt herzlich wenig mit der Größe zu tun :ka: Für mich ist "Große Hunde brauchen mehr Bewegung" einfach nur ein Mythos, für den ich bislang keine überzeugende Begründung gehört habe, aber das kann freilich jeder sehen, wie er möchte.

    Und nein, ich fühle mich nicht angegriffen oder sonstwas, ich erlebe kleine Hunde halt nur anders - und zwar nicht nur meine eigenen. Und davon dsrf ich ja auch berichten denke ich mal =) Es ist total okay, wenn jemand schreibt, für seine Hunde reichen 2-3 Kilometer-Runden oder sonstwas, ich hab halt auch geschrieben, wie es bei mir ist und ich das Thema sehe, wurde ja auch verlinkt ;)