Ui, das ist ja eine sehr unschöne Situation. Liest sich nach megaviel Stress für alle Beteiligten.
Ich frage mich, wie bist du denn in den Situationen, in denen sie aufeinander losgehen möchten, bisher damit umgegangen? Einfach machen lassen?
Wichtig bei solchen Themen ist es halt immer(!), getrennt mit den Hunden zu gehen. Das muss ja gar nicht "für immer und ewig" sein, aber für mindestens einige Monate, bis die Hunde gelernt haben, sich auf den Einzelrunden passabel zu benehmen. Strategien gibt es da viele, Menschen und Hunde schönfüttern, Zeigen und Benennen, Click for Blick... Ein guter Trainer kann einem da sehr weiterhelfen, mit Begegnungstraining und Alltagstipps.
Wurde denn schon professionelle Hilfe in Anspruch genommen? Wie wurde im Laufe der letzten Jahre mit den Hunden trainiert? Wird erwünschtes Verhalten bestätigt? Werden die Hunde generell auch mal getrennt voneinander beschäftigt?
Fakt ist halt, nur weil Hunde blutsverwandt sind, müssen die sich nicht miteinander verstehen. Und bei euch kommt erschwerend hinzu, dass schon so viel vorgefallen ist. Jedes negative Erlebnis hat das Verhalten der Hunde noch verfestigt. Trainingstechnisch wäre es wohl ein langer und mühsamer Weg, diese Spirale zu durchbrechen. Wenn das nicht konsequent geleistet und umgesetzt werden kann, finde ich es deutlich fairer, einen der beiden Hunde abzugeben, denn beide sollten in Frieden leben können, ohne ständige Konflikte.
Allerdings sollte mit dem Hund, der bleibt, dennoch an seinem Verhalten gearbeitet werden. Entspannte Spaziergänge sind doch sowohl für Dich als auch für den Vierbeiner viel schöner als der jetzige Krampf, oder?