Beiträge von tinybutmighty

    zu deinen Wünschen passt der Havaneser perfekt. Ruhig, schmusig, kein Jagdtrieb, leicht zu erziehen, wachsam, mir fällt nichts Negatives ein.

    LG

    Sabine

    Die Rasse möchte ich auch nochmal hervorheben. Havaneser sind wirklich rundum angenehme, anpassungsfähige, charakterlich eher gelassene kleinere Begleithunde. Ich kenne die eigentlich wirklich nur als nett und unkompliziert. Der durchschnittliche Havaneser ist auf jeden Fall ein etwas ruhigerer, weniger sensibler Zeitgenosse als der typische kleine Pudel, aber da muss man bestimmt entscheiden, was einem individuell eben mehr liegt.

    Oh je, wie blöd für euch :verzweifelt:

    Und Hoopers geht auch nicht mehr? Oder hat er da zu viel Speed? Ist halt die Frage, inwiefern ein Hund überhaupt "langsam" kann...

    Ich werde das mit Hoopers noch mit der Physio besprechen - Sorgen macht mir da tatsächlich die Geschwindigkeit, er gibt da immer Vollgas. So Typ Bodenlenkrakete :tropf: Und ich glaub nicht, dass man das wirkich rauskriegen würde, es macht ihm halt grade Spaß, weil es so temporeich ist :tropf:

    Wobei der Sport deswegen nicht gestrichen sein muss. Man muss sich nur Gedanken darüber machen welche Übung man wie noch macht

    Echt, bei einem Hund mit beidseitiger hochgradiger PL und Kreuzbandriss?

    Gar nicht wertend gemeint - mich würde nur interessieren, wie man da Agility weitermachen könnte. Springen soll er ja nicht mehr, ok, da könnte man die Stangen auf den Boden legen, aber bei den Kontaktzonengeräten besteht ja immer die Gefahr eines zu frühen Absprungs und das stelle ich mir für vorbelastete Knie und Kreuzband schon heftig vor.

    Bei einem Hund, der "nur" einen KBR hat und mittels TTA/TPLO operiert wird, könnte ich mir ein Agi-Comeback noch eher vorstellen, das soll wohl ganz gut möglich sein. Bei Rex wurde aber lediglich eine Kapselraffung durchgeführt, und dann eben noch die kaputten Knie...

    Mal ein Update, leider stellte sich raus, dass Rex sich einen Kreuzbandriss zugezogen hatte und bei der Untersuchung kam dann auch noch hochgradige Patellaluxation (dauerhaft an falscher befindliche Kniescheiben) raus. Er wurde Anfang Juni operiert am rechten Bein operiert, in einigen Wochen muss dann auch das Knie links operiert werden.

    Es geht ihm soweit gut, er ist schon wieder recht fit und munter.

    Agility ist für uns nun aber natürlich gestrichen. Und wenn ich gewusst hätte, dass, er so wie meine Hündin Jasmin, PL hat, hätte ich Agility natürlich gar nicht erst mit ihm angefangen - zukünftig werde ich vor derlei sportlichen Aktivitäten wohl immer röntgen lassen oder zumindest eine gute Physio konsultieren.

    Mein Rex hat Agility und davor Hoopers so geliebt, also macht es mich schon traurig, ihm das zukünftig nicht mehr erlauben zu dürfen :verzweifelt: Ich werde versuchen, für den Zwerg geeignete Beschäftigungsmöglichkeiten zu finden, denn wenn er erst wieder ganz gesund wird, möchte er bestimmt wieder was "arbeiten" - er ist für einen Chihuahua recht arbeitsfreudig und "braucht" was fürs Köpfchen.

    Ich hatte überlegt, mit unserem Jungspund Suki weiterhin zum Agility zu gehen, aber leider sind wir immer noch etwas schockiert von Rexis Verletzung, auch wenn er natürlich unbemerkterweise vorbelastet war :tropf: Trotzdem traue ich mich da gerade nicht so recht wieder auf den Platz :( : Wahrscheinlich werde ich früher oder später mit Suki beim Hoopers landen, eventuell auch beim Longieren.

    Zuletzt gelesen: "Schlampen mit Moral" von Dossie Easton und Janet W. Hardy

    In dem Ratgeberbuch, welches 1997 erstmals veröffentlicht wurde, geht es um ethische Polyamorie, also "ethical non-monogamy". Das Buch soll Anregungen liefern, mit Vorurteilen ausräumen, und zu offenen, ehrlichen, respektvollen Liebesbeziehungen beitragen, die nicht-monogam sind, was immer das im konkreten Fall heißen mag.

    Ich bin, was das Buch betrifft, etwas zwiegespalten. Die Autorinnen leben selbst schon lange polyamourös und sind somit sehr überzeugte Verfechterinnen dieser Lebensweise, auch wen sie betonen, dass selbstgewählte Monogamie natürlich eine genauso legitime Entscheidung sei. Dennoch empfand ich das Buch für einen Ratgeber in dieser Hinsicht schon ein wenig arg "poly-verherrlichend". Die Träume von einem "Schlampen-Utopia", in dem es für jeden körperliche und emotionale Liebe und Nähe im Überfluss gibt, man familiäre Strukturen aufbauen und dabei moralisch aufrichtig gegenüber all seinen Partner:innen bleiben kann, nun ja - es ist schön und gut, dass die Autorinnen hierfür Beispiele bringen, aber mal ehrlich, wie oft ist denn so ein harmonisches Miteinander der Fall? Fand ich ein wenig arg romantisierend-verklärend, zumal die Autorinnen für mich leider nicht schlüssig und nachvollziehbar genug darlegen konnten, was genau denn nun der Mehrwert polyamouröser Beziehungsgeflechte ist. Ich hätte mir da einfach stichhaltigere Argumentationen gewünscht, anstatt dieses doch sehr allgemein gehaltene "Sie verdienen alles, und Ihre Partner verdienen alles". Vielleicht muss man da auf seiner polyamourösen Reise bereits ein Stück weiter sein, um sich damit zufriedengeben zu können.

    Es gibt Kapitel über Kommunikation, Konflikte und Eifersucht, die durchaus nützliche Hilfestellungen beinhalten und auch praktische Übungen und Tipps bieten - zur ehrlichen, gelungenen, wertschätzenden Kommunikation mit dem/den Partner:Innen, zur Bewältigung negativer Gefühle, zur konstruktiven Lösung von Meinungsverschiedenheiten und Konflikten, aber etwas wirklich "Bahnbrechendes" war hier nicht dabei, eher Dinge, die eigentlich heutzutage ohnehin jeder schon weiß - Ich-Botschaften anstelle von Vorwürfen, Verantwortung übernehmen für die eigenen Gefühle, gemeinsam mit dem/den PartnerInnen Vereinbarungen treffen, die für beide akzeptabel sind, und sich auch an diese halten - das alles hat Hand und Fuß, ist aber zugleich nichts Neues und vor allem nichts, was speziell auf Poly-Beziehungen gemünzt ist.


    Und ich bin wahrhaft nicht prüde, aber die ständige Betonung von körperlicher Liebe und Lust und Leidenschaft begann irgendwann tatsächlich, mich ein wenig zu stören, ein ganzes Kapitel, das Gruppenerfahrungen wie Orgien, S*x-Parties etc. gewidmet war, habe ich mir auch komplett geschenkt und fand es auch etwas unpassend für einen Polyamorie-Ratgeber - dafür wäre es mir lieber gewesen, das Buch wäre stärker auf emotionale Verbindungen eingegangen, auf die Herausforderungen und Konflikte in Polybeziehungen, auf die doch oftmals beschränkten Zeit- und Energieressourcen, die im Buch zwar kurz thematisiert werden, aber eben nur kurz und knapp, als handle es sich dabei lediglich um Lappalien, obwohl doch genau das ein Knackpunkt ist, der in nichtmonogamen Beziehungsgeflechten meiner Ansicht nach besondere Beachtung verdienen würde.


    Das Buch enthält durchaus zum Nachdenken anregende Ansätze und die grundsätzliche Einstellung der Autorinnen, den Lebensmenschen mit Respekt, Würde, Ehrlichkeit und Vertrauenswürdigkeit zu begegnen, ist ein wirklich schöner - aber es fehlt an konkreten Strategien, an einer in sich geschlossenen, wirklich überzeugenden Argumentation. Natürlich kann es für zwischenmenschliche Beziehungen keine ganz genauen Handlungsanweisungen geben, Menschen sind schließlich keine Maschinen und zudem ist jeder Mensch einzigartig, aber etwas mehr "Verwertbares" wäre doch toll gewesen.

    Rex hatte heute seine erste Einheit Physiotherapie! Die Physiotherapeutin war sehr zufrieden mit dem kleinen Fuchs - er belastet das Knie schon recht gut und laut ihr ist das OP-Ergebnis sehr schön. Auch die Kapselraffung für den Kreuzbandriss fand sie bei so einem kleinen Hund vollkommen in Ordnung (ursprünglich war ja TPLO/TTA Rapid geplant).

    Hüft/Kreuz-Bereich sind durch die lange Fehlhaltung, die er hatte, der eigentliche Schmerzpunkt, hier wurde gleich mal für erste Schmerzlinderung gesorgt :)

    Ab nächster Woche steht dann das Unterwasserlaufband auf dem Programm.

    Zuhause können auch Balance Pads und Infrarotlampe angewandt werden, um Rexi zu unterstützen :) Auch kurz mal im Wasser an der Schwechat plantschen steht auf dem Plan.

    Bin sehr erleichtert - es geht also bergauf <3


    Wie geht es denn euren Vierbeinern gerade?