Beiträge von tinybutmighty

    Smudo hat gestern das erste mal zwei seiner Brüder wiedergetroffen.

    Ich find ja er ist schon riesig, aber in Wirklichkeit hab ich mal wieder den Zwerg 😂

    Die andern Buben sind noch bei der Züchterin und man merkt schon dass Smudo schon richtig abgeklärt wirkt.

    War spannend zu sehen wie unterschiedlich sie auch wesensmässig sind

    Es wohnt nicht zufällig eines von Smudos Geschwisterchen auch in Wien, oder? Mir fällt das gerade ein, weil ich am Sonntag in einer Regenpause bei Neuwaldegg spazieren war und da kam uns ein Paar mit zwei erwachsenen Whippet und einem Jungspund entgegen, der wirklich so aussah, als müsse er gleich alt sein wie Smudo. Ich wollte sogar nachfragen, woher sie den haben, leider waren die aber eher flott unterwegs.

    Oft verändert sich gerade bei Fremdhundebegegnungen die Dynamik,wenn man mit mehr als einem Hund unterwegs ist. Ich war die letzten 1,5 Jahre in einem Haushalt mit bis zu 5 Hunden, das hat man auf den Runden total häufig gemerkt, dass man, wenn die gamze Truppe dabei ist, Begegnungen ganz anders erlebt bzw. dass es, wenn man mit einem Teil der Bande unterwegs war, auch da auf die jeweilige Zusammensetzung ankam.


    Es kann schon sein, dass Eowyn in dieser Situation "schützen" bzw spliten/deeskalieren will, kann aber auch sein, dass sie halt einfach auf Shortys Verhaltren reagiert.Mit mehreren Hunden wird es oft schneller pöbelig als mit nur einem.


    Dass es zwischen Rüden mal zu Knatsch kommt, ist normal. Wir sind öfter mir Leiia und ihrem Pauli unterwegs. Rex ist nicht so der Fan intakter Rüden und die beiden lagen sich auch schon ein paarmal in der Wolle, was Gott sei Dank gerade bei Rüden meist ärger aussieht, als es ist. Aaber wir beide kennen uns halt gegenseitig gut, kennen unsere Hunde und passen möglichst auf, zudem gibt es bei Pauli und Rex keinen argen Größen- und Kraftunterschied.

    Bei Fremdrüden mache ich mit Rex lieber einen großen Bogen, anstatt da Begegnungen zu riskieren, die krachen könnten. Vor allem, da mein Chihuahua ja rein körperlich meist haushoch unterlegen wäre. Das ist mit einem Corgi zwar chom etwas besser, aber die totalen Kraftpakete sind die ja nun auch nicht.


    Ganz ehrlich, ich an Deiner Stelle würde da nichts riskieren, sondern den Fremdhund blocken/energisch wegschicken. Dein Rüde hat von so einer Begegnung ja auch nichts, und dass es mal kippt, liegt leider durchaus im Bereich des Möglichen.

    Kommt drauf an.

    Eine Bekannte hat eine ehemalige Zuchthündin übernommen. War für beide win-win. Die Kleine hatte nicht mehr den Stress im Rudel und hat sich als Einzelprinzessin wesentlich wohler gefühlt.

    Die neue ältere Besitzerin hatte einen Tophund der schon erwachsenen war.

    Die zwei waren von Anfang an ein Dreamteam!

    Einen älteren Hund aus einer Zucht abzugeben heißt nicht automatisch, dass der Hund einfach abgeschoben wird.

    Ja, ich weiß, es heißt dann des Öfteren, für die Älteren sei im Rudel zu viel Stress und Dynamik... kann im Einzelfall ja stimmen.

    Aber wenn ich da z.B. an eine Chi-Züchterin denke, die regelmäßig ihre alten Hunde abgibt, um Platz für Neue zu schaffen - so was stößt mir sauer auf, wenn es nicht nur ein Einzelfall ist, der wirklich zum Wohle des Hundes geschieht.

    Aber es kann natürlich sein, dass solche Züchter die Hunde eher als Mittel zum Zweck sehen. Ich sehe die halt als Individuum, für die ich zeitlebens die Verantwortung trage, sie haben sich ja schließlich nicht ausgesucht, genau bei mir zu leben. Persönlich kann ich einfach nicht nachvollziehen, dass man einen alten Hund ohne Not abgeben kann, nur weil dieser bei der Erfüllung persönlicher Ziele (die dem Hund selbst ja nix bedeuten) im Wege steht.

    Man weiß ja, wie alt ein Hund von Rasse x durchschnittlich wird, dann sollte man sich mMn schon bevor man mit der Zucht beginnt, halt eine "Grenze" setzen oder überlegen, wie man das so handhabt, dass kein Hund durch die Lebenssituation voraussichtlich mal zu kurz kommt.

    Aber Züchter die die alten Hunde abgeben sind doch böööööse.

    :ironie2:

    Mit dem Wort "böse" zieht man diesen Einwand natürlich ins Lächerliche.

    Ich persönlich finde es zumindest moralisch fragwürdig, ältere Hunde umzusiedeln, auch wenn man seriöse, ernsthafte Zucht mit Blick auf Hundewohl und Gesundheit betreibt.

    Am Ende wäre mir persönlich auch ein noch so hehres Zuchtziel es nicht wert, dass ich meine liebgewonnenen Begleiter hergebe, wenn sie grau um die Schnauze werden. Ja, ich empfinde das den Seniorenhunden gegenüber als unfair. Mir ist es auch unverständlich, dass man einen Hund, mit dem man jahrelang so eng zusammengelebt hat und zu dem man ja vermutlich auch eine sehr enge Bindung aufgebaut hat, aus so einem Grund abgeben kann, denn mit persönlicher Notlage hat das ja nix zu tun.

    Und auch, wenn man Welpe und Baby sicher nicht wirklich vergleichen kann, muss ich bei den sehr heftigen Reaktionen hier an Mütter denken, die vielleicht jahrelang einen Kinderwunsch hatten, eigentlich gure Voraussetzunen - und dann kommt das Baby und sie sind am Boden zerstört und depressiv.

    Eine Wochenbettdepression hat nun wirklich gar nichts mit "ich will doch lieber meine Freiheit haben und bei meinem Freund schlafen" zu tun. Die TE hat den Hund nicht geboren und hat keinen Hormonsturz. Ein Welpe ist nun auch wirklich nicht mit einem Baby vergleichbar. Sie muss das Hundekind auch nicht an die Brust anlegen oder Windeln wechseln die nächsten 3 Jahre.

    Was ich damit eigentlich ausdrücken wollte, stand im Satz gleich unter dem von dir zitiertem Teil, dass Draufhauen da halt meiner Ansicht nach nichts bringt :ka: Und dass einschneidende Veränderungen manches Mal zu durchaus heftigen emotionalen Reaktionen führen können auch ganz ohne Hormonchaos ist ja nun auch nicht ganz von der Hand zu weisen - Jobwechsel, Umzug in ein anderes BL/Land, Beziehungsende, wasweißich.

    Man kann leider manches Mal nicht vorhersehen, wie man sich in einer bestimmten Situation fühlen wird , selbst wenn man psychisch eigentlich von guter Konstitution ist, finde ich.

    Mein sehr wesensfester und selbstbewusster Chihuahua merkt bei Standard-Gassirunde auch sehr schnell, wenn was irgendwo rumsteht, das da nicht hingehört, und bellt das "Gruselding, das da nicht hingehört, dann auch mal an, schleicht knurrend hin etc.

    Meine eher unsichere Yorkie-Hündin hat das gar nicht. Da kann was total Ungewöhnliches auf der täglichen Pieselrunde stehen und sie nimmt es nicht mal wahr...

    Also ich finde,es erfordert durchaus etwas Mut, so offen und ehrlich über seine Gefühle zu schreiben. Und auch, wenn man Welpe und Baby sicher nicht wirklich vergleichen kann, muss ich bei den sehr heftigen Reaktionen hier an Mütter denken, die vielleicht jahrelang einen Kinderwunsch hatten, eigentlich gure Voraussetzunen - und dann kommt das Baby und sie sind am Boden zerstört und depressiv.

    Draufhauen bringt mMn in beiden Fällen wenig. Sich einzugestehen, dass man sich etwas ganz anders vorgestellt hätte und auch zu erkennen, dass man sogar den wenig verantwortungsbewussten Wunsch hat, die Eltern mögen doch den Wauz nehmen, finde ich tatsächlich ganz gut - Selbstreflexion kann nicht jede/r so schonungslos.

    Für mich liest sich die Schilderung der TE nach dem recht klassischen Welpenblues. Ich habe meinen ersten Hund auch mit 19 bekommen, wobei Rex ursprünglich als Familienhunf einzog und sehr bald aber primär meine Verantwortung war. So schlecht wie hier geschildert ging es mir nie, aber intensive "Oh mein Gott, jetzt bin ich verantwortlich für so ein Würmlein"-Gedankenfetzen habe ich auch erlebt.


    Dennoch, um dem Welpen gegenüber fair zu bleiben, würde ich sagen: Gib euch ein paar Tage, ohne Stress und Druck, zum besser Kennen- und Verstehenlernen. Wenn die negativen Gefühle dann nicht abnehmen, gib den Welpen zurück zum Züchter bzw falls er nicht vom Züchter ist, in ein Tierheim, die haben Erfahrung beim Vermitteln von Hunden.

    Meine Vorgehensweise wäre ein unmissverständlicher Abbruch und dem Hund klarmachen dass ihn das nicht zu interessieren hat wer auf den Wegen vorbeigeht. Und wenn das heißt dass ich einen Tag nur damit verbringe den Hund ständig auf seinen Platz zurück zu schicken.

    Hmm... hier geht es aber um einem Hund, dem das Wachen ja rassetypisch wirklich in den Genen liegt. Wenn man das Verhalten nur deckelt und untersagt, ändert das ja vermutlich nichts an der grundlegenden Anspannung des Hundes? Dass der sich dann wirklich den ganzen Tag so sehr zusammenreißen muss, finde ich schon heftig, da empfinde ich die Ruhezeiten im Camper als sinnvoller.