Beiträge von tinybutmighty

    Hallo,

    ich finde, man kann da weder pauschal abraten noch "Go for it!" sagen.

    Ich lese aus deinem Text nicht ganz klar hinaus, ob der Hund hauptsächlich dem Ersthund guttun soll - oder ob auch du selbst wirklich und unbedingt einen zweiten Vierbeiner möchtest. Das würde ich an deiner Stelle wahrscheinlich nochmal überlegen, denn man kann halt vorab nie ganz genau sagen, ob die Hunde "best friends" werden und sehr voneinander profitieren, oder ob's einfach nur ein friedliches Nebeneinanderherleben wäre. Zweiteres finde ich persönlich absolut ausreichend.

    Wichtig ist halt auch zu überlegen, ob du bereit bist, einen Mehraufwand an Management und Erziehung zu leisten. Es könnte ja z.B. durchaus sein, dass Micki beim Neuzugang dann öfter mal aufreiten will, oder es zu Eifersüchteleien oder draußen zu Gepöbel (Gruppendynamik halt) kommt.

    Aufreiten ist oft Stress/Übersprung, da wäre es dann wichtig, dem Ersthund Sicherheit und Struktur zu vermitteln, aber natürlich auch das nötige Durchsetzungsvermögen mitzubringen, dass der Hund eben nicht beim andren aufreitet und ihn auf diese Art nervt. Wenn die Zweithündin wirklich so eine eher zarte, schüchterne Seele ist, kann es schon sein, dass man da als Mensch öfter mal schützen und das Verhalten des Ersthundes regulieren muss.


    Dass die Mixhündin noch Gefallen an Aktivität finden würde, glaube ich übrigens schon. Hunde sind sehr anpassungsfähig und ich kenne mehrere Tierschutzhunde, die auch im höheren Alter noch Freude an Training und Wanderungen etc. entwickelten. Wichtig für diese Hündin ist es sicherlich einfach mal, zur Ruhe kommen zu können und nicht rumgereicht zu werden.

    Jasmin fällt andauernd um :lol:

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    wie ging es euren Hunden danach? wie schnell / langsam waren sie wieder ganz die alten? physisch und psychisch? gibt es auch Hunde, die die Op schlecht weggesteckt haben?

    Rex hatte ja eine Kombi-OP, PL wurde operiert plus der Kreuzbandriss.

    Die Tage nach der OP war er natürlich sehr ruhig, hat sich viel ausgeruht. Psychisch hatte ich jetzt nicht das Gefühl, dass ihm die OP was ausgemacht hat.

    Physisch dauerte es natürlich ein wenig, bis er wieder voll belastbar war.

    Wie lange haben die Hunde danach schmerzen?

    Schmerzen wirklich gezeigt hat Rex nach der OP kaum je, aber er bekam auch eine Zeitlang täglich Schmerzmittel.

    wie habt ihr eure Hunde beschäftigt?

    Gar nicht eigentlich. Rex hat von sich aus viel geruht. Ich ging nach Anweisungen des Chirurgen und später der Physio mit ihm raus, und ansonsten habe ich mich auch einfach mal mit ihm auf eine Wiese gepackt und ihn beobachten und sich sonnen lassen...

    war wirklich box angesagt?

    Hier zeitweise, ja. Mit Trichter konnte er während meiner Anwesenheit aber auch mal frei in der Wohnung sein. Ich entschied das situationsabhängig.

    hat die OP wirklich bei allen das gebracht, was sie sollte? höre im Umfeld von Hunden, deren Bein 3 x operiert werden musste,

    bis es wirklich gut gemacht war. hat das hier jemand erlebt?

    Ich kenne solche und solche Fälle. Eine Garantie gibt es nie. Man kann es halt insofern beeinflussen, dass man nach der OP wirklich langsam macht und sich an die Anweisungen des Chirurgen und der Physiotherapie hält.

    wie sahen eure physiotermine aus? wie oft seid ihr hingegangen?

    Wir gingen 1-2 Mal pro Woche hin. Ein paar Übungen für zuhause wurden mir gezeigt, bei der Physiotherapie selbst gab es so 'ne Art Wärmbestrahlung und dann Unterwasserlaufband und normales Laufband. Der Abstand der Sitzungen hat sich dann reduziert, bis wir ganz aufgehört haben. Ich würde sagen, so ca. 2-3 Monate sind wir regelmäßig hin.

    wie schnell nach der OP habt ihr eure Hunde wieder alleinlassen können?

    Eigentlich sofort, solange ich den Trichter auf dem Hund gelassen habe. Das musste ich aber kaum je länger als eine Stunde tun (Home Office bzw. Mitnahme der Hunde ins Büro).

    wenn ihr beide beine machen musstet, habt ihr den abstand kurz (also 6 Wochen) gewählt oder gibt es auch leute, die mehrere Monate dazwischen haben verstreichen lassen?

    Hier ist noch unklar, ob das zweite Bein auch operiert wird oder nicht. Möchte da noch abwarten und nochmal überprüfen lassen, wie gut das operierte Bein wirklich funktioniert und verheilt ist. Zudem habe ich von verschiedenen Fachleuten bislang verschiedene Meinungen bekommen, was mir die Entscheidung erschwert.

    Sowohl Chirurg als auch Physio meinten bei mir jedenfalls, es sei besser, etwas Zeit dazwischen verstreichen zu lassen, damit das operierte Bein dann erstmal wieder belastbar ist und es dem Hund soweit gut geht, ehe dann die zweite OP durchgeführt wird

    Hmm, nachdem die Thematik ja doch recht kommplex und umfangreich ist, habe ich jetzt erstmal überlegt, in welchen Situationen ich in den Kontakt eingreife, wie und warum:

    - Jasmin ist zwar ein Hund mit mMn durchaus guter Sozialkompetenz, sie neigt aber zur Unsicherheit und es gibt daher Situationen, die sie überfordern, wenn z.B. ein hibbeliger Junghund gerne spielen würde oder ein hormongesteuerter Rüde ihr permanent an den Hintern möchte. Weil ich eine solche Situation ja hie und da nicht vorab schon vermeiden kann, indem ich ausweiche/blocke/whatever, habe ich Jasmin anfangs immer bestätigt, wenn sie anderen Hunden ihre Grenzen aufzeigte. Sie hat also gelernt, dass sie "Bescheid sagen" darf und dass ich das auch gut finde und sie natürlich - das selbstverständlich - unterstütze. Das hat auch merklich was gebracht, sie kommuniziert fair und duldet eben nicht jede Respektlosigkeit.

    Ich möchte hier aber nochmal betonen, dass ich Jasmin selbstverständlich nicht bewusst in potentiell stressige, blöde Kontakte reinlaufen lasse, in der Regel zeigt sie mir sogar sehr gut verständlich an, ob sie zu einem Hund Kontakt aufnehmen möchte oder nicht.

    - Rex als intakter Chi-Rüde mit dem Selbstbewusstsein eines T-Rex kommuniziert in der Regel auch recht schön, er erkennt auch, wann es z.B. angebracht ist, durch Beschwichtigen (Züngeln, Bogen laufen, Blick abwenden) eine Situation zu deeskalieren.

    Allerdings kann er anderen Rüden gegenüber eine kleine A...krempe sein, wobei hier vor allem intakte Rüden, die ebenfalls eher imponierend daherkommen, "Feindbild" sind. Er kann schließlich auch mit intakten Rüden zusammen spazieren gehen, wenn man aufpasst oder es charakterlich passt.

    Intakte Fremdrüden meide ich, leider lassen manche Leute die dennoch reincrashen. Bei einem sehr eklatanten Größenunterschied versuche ich nur, meinen Hund da unbeschadet aus der Situation zu holen. Ich kann dabei aber auch ziemlich ruhig bleiben.

    Ansonsten reicht es manchmal schon, wenn ich Rex freundlich, aber bestimmt anspreche und auffordere, mit mir zu kommen. Findet er den anderen besonders blöd und das beruht vielleicht sogar noch auf Gegenseitigkeit, fällt ihm Abwenden deutlich schwerer und da gibt es dann schon mal ein "Hey!" und ein Wegdrängen und ein "Ab!" und "Lass das!". Also da sind es dann Abbruchwörter gepaart mit körperlichem Wegdrängen/Bedrängen, das ist dann sicherlich auch weniger feine Kommunikation, aber bis jetzt bin ich so doch ganz gut gefahren.

    Zuletzt gelesen: "Sie" von Stephen King

    "Sie" hat eigentlich alles, was man von einem King-Roman erwartet: einen durchgehenden Spannungsbogen, einen interessanten und fesselnden, etwas bedrückenden Plot, den gewohnt flüssigen und doch gekonnten Schreibstil. Trotzdem dauerte es ein wenig, bis ich wirklich in der Geschichte "drin" war. Das mag aber mit auch daran liegen, dass die weibliche Antagonistin, welche den Protagonisten gefangenhält und quält, so als "typisch Pyscho" dargestellt wurde und da auch ein paar Begriffe fielen, mit denen ich in dem Zusammenhang ein Problem hatte (Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung z.B. mögen im Umgang häufig schwierig sein, wie ich aus Erfahrung bestätigen kann, sie sind aber doch üblicherweise keine Gewalttäter, die anderen Menschen so krassen Schaden zufügen...) - aber da spricht sicher ein wenig der aufgeklärte "Woke"-Anteil in mir, der sich bei der Stigmatisierung psychisch Kranker einfach unwohl fühlt und es auch nicht unbedingt mag, dass für Romanzwecke seelische Erkrankungen doch immer wieder noch als Erklärung für Gräueltaten herhalten müssen (natürlich gibt es das auch, aber mMn wird damit in fiktionalen Werken tendenziell schon eher leichtfertig und oft auch sachlich inkorrekt umgegangen).

    Aber gut, "Sie" erschien Ende der 80er-Jahre, das liegt nun doch schon über 30 Jahre zurück und seitdem hat sich viel getan.

    Trotzdem kam ich jedoch nicht allzu rasch in die Handlung hinein. Lag vielleicht auch mit daran, dass mir das Buch zwar klug aufgebaut schien, aber dadurch fast schon etwas "Formelhaftes" an sich hatte. Technisch ausgefeilt, ja, für mich litt darunter irgendwie ein klein wenig die Qualität. Nichtsdestotrotz kam ich dann noch ordentlich in den Lese-Flow und verschlang vor allem das letzte Drittel, hier musste ich Stephen King dann doch wieder Respekt zollen für den mitreißenden Aufbau eines packenden Showdowns, der sich mit einer unausweichlichen Dringlichkeit entfaltet.

    Auch wenn "Sie" nicht mein bisheriger Lieblingsroman von King war, werde ich weitere Werke von ihm auf jeden Fall auch noch lesen - tatsächlich habe ich bereits mit "The Green Mile" begonnen...