Hallo,
ich finde, man kann da weder pauschal abraten noch "Go for it!" sagen.
Ich lese aus deinem Text nicht ganz klar hinaus, ob der Hund hauptsächlich dem Ersthund guttun soll - oder ob auch du selbst wirklich und unbedingt einen zweiten Vierbeiner möchtest. Das würde ich an deiner Stelle wahrscheinlich nochmal überlegen, denn man kann halt vorab nie ganz genau sagen, ob die Hunde "best friends" werden und sehr voneinander profitieren, oder ob's einfach nur ein friedliches Nebeneinanderherleben wäre. Zweiteres finde ich persönlich absolut ausreichend.
Wichtig ist halt auch zu überlegen, ob du bereit bist, einen Mehraufwand an Management und Erziehung zu leisten. Es könnte ja z.B. durchaus sein, dass Micki beim Neuzugang dann öfter mal aufreiten will, oder es zu Eifersüchteleien oder draußen zu Gepöbel (Gruppendynamik halt) kommt.
Aufreiten ist oft Stress/Übersprung, da wäre es dann wichtig, dem Ersthund Sicherheit und Struktur zu vermitteln, aber natürlich auch das nötige Durchsetzungsvermögen mitzubringen, dass der Hund eben nicht beim andren aufreitet und ihn auf diese Art nervt. Wenn die Zweithündin wirklich so eine eher zarte, schüchterne Seele ist, kann es schon sein, dass man da als Mensch öfter mal schützen und das Verhalten des Ersthundes regulieren muss.
Dass die Mixhündin noch Gefallen an Aktivität finden würde, glaube ich übrigens schon. Hunde sind sehr anpassungsfähig und ich kenne mehrere Tierschutzhunde, die auch im höheren Alter noch Freude an Training und Wanderungen etc. entwickelten. Wichtig für diese Hündin ist es sicherlich einfach mal, zur Ruhe kommen zu können und nicht rumgereicht zu werden.