Beiträge von tinybutmighty

    Mach dir jetzt mal keinen allzu großen Kopf bitte.

    Leinenführigkeit ist ein Langzeitprojekt, das geht nicht so von heute auf morgen. Das ist einfach etwas,das Zeit braucht. Zudem scheint es Emma vor allem darum gegangen zu sein, wieder ins sichere Zuhause zu kommen. Das ist nicht so wahnsinnig besorgniserregend, denn Emma ist ja noch nicht lange bei euch und kennt Gassigehen vermutlich noch nicht so richtig. Du kannst es so machen, dass du für die längeren Gänge mit ihr erstmal ein Stück rausfährst oder du trägst sie einfach zB zum nächsten Park. Und drehst dort dann eine Runde.


    Knurren ist erstmal nur Kommunikation. Ein Hund kanm halt nicht die Menschensprache, sondern nur Hündisch. Vielleicht empfindet sie das Anziehen des Halsbandes als unangenehm? Oder deine Körpersprache wirkte auf sie bedrohlich. Bei so kleinen Hunden kommt dies sehr schnell mal vor, da hilft es dann, bewusst darauf zu achten,dass man sich zB nicht über den Hund beugt.

    Ich würde aber auch ein gut sitzendes, gepolstertes Brustgeschirr für Emma empfehlen. Ist ja unangenehm, wenn sie beim Ziehen am Halsband den Druck verspürt in der doch sensiblen Halsgegend.


    Zum Thema allgemein, ich sehe das nicht ganz so tragisch. Eine Freundin hat schon mehrmals ehemalige vermehrerhündin aus dem Tierschutz aufgenommen, alle auch noghmal ein ganzes Stück älter als Emma. Genau wie meine Jasmin haben diese Hunde sich echt toll entwickelt. Ja, paar Dinge muss man vielleicht stärker beachten oder brauchen etwas mehr Zeit, aber ich lese da jetzt kein katastrophales Problemverhalten raus.

    Möchte nur nochmal betonen, dass ihr bitte fair zu Emma bleibt und einfühlsam mit ihr umgeht. Die will nicht randalieren oder euch manipulieren, die ist frisch eingezogen und muss sich noch an euch gewöhnen und das Vertrauensverhältnis braucht schlicht ebenso Zeit.

    Du, das ist mir alles bewusst, nur sehe ich das komplett anders ;) Gerade wenn ich ein Tier "nutze", habe ich dafür eine mMn große und eben ein Tierleben lang währende Verantwortung.

    Und Zucht, wird hier im Forum ja auch gern betont, ist doch oft Hobby und Herzensangelegenheit. Dann ältere Tiere abzugeben passt da für mich nicht rein.

    Ich nehme mir auch keine 10 Hunde für den Sport und gebe sie dann in älteren Jahren ab, wenn ihnen das Rufelleben zu viel wird und ich keine Verwendung mehr für sie habe. Die Verantwortung setzt da ganz viel früher ein, da muss ich eben von Anfang an klar erkennen, dass ich auf Dauer gesehen nur max. 3 oder 4 Hunde bei mir haben kann. Die Welt geht nicht unter, wenn ich als Züchter mal ein paar Jahre keinen Wurf planen oder eben als Hundesportler ein paar Jahre keine Turniere laufen kann.

    Ich finde es egoistisch und kurzfristig gedacht, mehr Hunde zu haben, als ich ein Leben lang adäquat versorgen kann. Zumal mir eh nicht klar ist, wie man x Jahre mit einem Hund, zu dem idR ja eine sehr enge Bindung besteht, zusammenleben kann und ihn dann auszusortieren, um weiter züchten zu können. Das Angebot an Hunden übersteigt die Nachfrage insgesamt betrachtet eh schon bei weitem.

    Ich finde es widerlich, ältere Hunde auszusortieren und selbst wenn Rassehunde da noch bessere Karten haben mögen, soo easy ist es oft auch nicht, nicht mehr ganz so junge Tiere gut unterzubringen. Weil eben doch ganz viele Menschen Welpen und Junghunde bevorzugen :ka:


    Muss jeder selbst entscheiden, ich find's moralisch halt nicht okay und finde diese Perspektive auch nicht abwegig.

    Ich sehe da einen erwachsenen Hund aus dem Tierschutz. Auch ein Hund, der im früheren Zuhause ans Alleinebleiben gewöhnt war, wird dies bei euch aber nicht sofort und dann auch noch gleich für mehrere Stunden am Stück können. Da solltet ihr also dennoch eine Betreuungsoption für die Eingewöhnungszeit organisieren. Bei einem erwachsenen Hund, der das Prinzip Alleinbleiben bereits kennt, wird es aber dann wahrscheinlich schneller klappen als bei einem Welpen.


    Und ja, anfängergeeignete kleinere Hunde sind im Tierschutz meist schnell weg, sodass sie es meist gar nicht auf die Homepage schaffen. Also am besten öfter mal in nahegelegenen Tierheimen vorbeigucken (halt vorher nachfragen, wie das dort gehandhabt wird), eure Kontaktfaten dort hinterlegen, dranbleiben. Mit etwas Geduld findet ihr auf diesem Wege sicher einen passenden Hund.


    Das "Aussortieren" von Zuchthündinnen würde ich persönlich moralisch nicht unterstützen wollen :ka:

    Es sind keine bewegungsintensiven Dalmatiner z. B., mit denen man besser mal täglich 2 Stunden joggen geht.

    Man muss mit keinem Hund zwei Stunden täglich joggen gehen. Das macht den Hund nur mental und körperlich kaputt, ganz unabhängig von der Rasse :ka:


    Im Tierschutz gibt es ja nun wirklich viele, auch kleinere Mixhunde, die für das gewünschte Leben perfekt wären. Okay, wenn Auslandstierschutz raus ist, verringert sich die Auswahl vielleicht ein wenig, aber mit etwas Geduld wird das bestimmt. Viele Orgas haben ja auch Pflegestellen im Inland.

    Ich kann total nachvollziehen, dass diese Sportarten eine schwierige Außenwirkung haben. Die Frage ist doch aber, in wie fern das alleine irgendeine Regulierung begründet. Viele Sportarten haben auf Außenstehende nicht die Wirkung, die Sportler erwarten. Ich kann zum Beispiel auch null verstehen, wie man Mountainbike oder Ski fahren toll finden kann, ich sehe da auch nur was theoretisch alles passieren kann. Aber das rechtfertigt nun mal nicht pauschal, dass ich mich da einmischen darf. und ehrlich gesagt möchte ich das auch überhaupt nicht. Also, ich kann auch das Interesse daran so etwas regulieren zu wollen nur bedingt nachvollziehen.

    Persönlich gehöre ich auch nicht zu denen, die Schutzhundesport verbieten oder einschränken wollen würden. Ich fand's nur spannend, da die Reaktion zu sehen. V.a da ja zB einige Hunde durchaus im Parcours nonstop kläffen, etc., das wurde aber gar nicht kommentiert, scheinbar fällt das überhaupt nicht negativ auf, bei dem Mondiovideo hingegen waren zB die angetäuschten Stockschläge für diesen Freund kaum zu fassen,da er zunächst annahm, der Hund würde wirklich geschlagen. Also es scheint einfach sehr "Aggression" auszusagen, für komplett Außenstehende. Wohingegen jemand mit mehr Wissen halt zB erkennt, dass es sich da um sehr ritualisierte Abläufe handelt und dass der Hund über den Beutetrieb gearbeitet wird.


    Ich finde ein Verbot oder Beschränken einzelner Hundesportarten jedenfalls nicht zielführend. Wichtiger finde ich es, tierschutzrelevante Ausbildungsmethoden konsequent zu verbieten und vor allem auch Bewusstsein dafür zu schaffen,warum es nicht okay ist, Gewalt einzusetzen. Das ist ein Thema, das ja ganz unabhängig davon ist, ob und welcher Hundesport in einem konkreten Fall betrieben wird. Mir persönlich graust es da vor allem vor "Hilfsmitteln" wie E-Halsbändern etc.

    Also ich kenne solche und solche. Es gibt schon Hunde, die sich noch verändern vom Verhalten her, nachdem sie sich so richtig eingelebt haben. Meine beiden Second-Hand-Hunde waren eigentlich von Anfang an so, wie sie sich später dann auch verhielten. Mein Rüde kam als Junghund zu mir und veränderte ich halt dadurch noch, weil er erwachsener wurde. Das ist aber ja völlig normal, egal woher man den Hund hat.

    Meine Hündin kam mit 3,5 Jahren und nicht so schöner Vorgeschichte (Beschlagnahmung von einem Vermehrer) - sie war genau so, wie beschrieben. Bei ihr habe ich gezielt mit der Zeit zB passende Beschäftigungskurse gemacht, um Selbstvertrauen zu stärken, und sie halt in Alltag nach und nach mehr gefordert, aber es war nie so, dass plötzlich total überraschend irgendeine Eigenschaft auftauchte.

    Ich hab neulich ein auch hier im Thread geteiltes Mondioring-Video (Weltmeisterschaft oder so?) einem Freund gezeigt, der Hunde zwar mag, sich aber so gar nicht auskennt und vom Hundesport halt nur weiß, was er über mich so mitkriegt. Zuerst schauten wir gemeinsam ein paar Agility-Videos, da war er sofort total angetan und hat richtig mitgefiebert.

    Danach zeigte ich ihm das Mondio-Video, weil ich persönlich ja durchaus positiv beeindruckt von der Leistung dieser Hunde in dem Sport bin. Seine Reaktion war völlig anders, spätestens als die Hunde wirklich im Anzug hingen, meinte er recht konsterniert "Okay..." und schob hinterher, dass das ja schon ziemlich heftig aussehe. Meine Erklärungen dazu fand er zwar einleuchtend, wirkte aber dennoch sehr skeptisch.

    Fand das nur ganz interessant, weil man in der "Dogforum/Hundesport"-Bubble halt einfach wohl einen ganz anderen Blick auf sowas hat. Ich werde vielleicht aus Neugier auch noch meiner Mama sowie einer Freundin, die zwar einen Hund hat, aber halt null Ahnung von Hundesport etc., das Video zeigen. Ich glaube, die Außenwirkung ist doch schwieriger, als ich das naiverweise angenommen hatte.

    Mein Gott, ihr habt diesen Hund erst EINEN Tag lang und erwartet schon, dass alles funktioniert?!

    Habt ihr euch über Junghunde informiert, bevor ihr den Husky aus dem Tierheim geholt habt?

    Habt ihr Hundeerfahrung? Es liest sich nämlich so, als würde euch grundlegendes Wissen fehlen.

    Das ist für einen Hund immer blöd, bei einer anspruchsvollen Rasse wie dem Husky kann es aber richtig gefährlich werden.

    Ehrlich gesagt würde ich euch raten, den Hund zurückzugeben. Gerade ein Husky ist nunmal kein umgänglicher Begleithund und ihr werdet euch drauf einstellen müssen, dass da einiges an Arbeit auf euch zukommt.

    Problem 1) Er hat seit gestern 5 Mal in die wohnung uriniert obwohl ich mit ihm raus gehe. pro Runde 45-60 min X 5/ Tag..

    Mit einem Hund, der gerade erst eingezogen ist, könnt ihr doch nicht stundenlang spazieren gehen!

    Bitte stellt das sofort ein und reduziert das Programm drastisch.

    Mehrmals täglich für wenige Minuten rausgehen, damit der Hund sich in Ruhe lösen kann, ist hier erst einmal die Devise!

    Wenn der Hund soweit gefestigt wirkt, könnt ihr eine (!) längere Runde am Tag drehen, am besten zunächst auch in einer reizarmen Umgebung, also ohne viele Hunde, Verkehrslärm etc.

    Problem 2) er will ständig mich beißen (spielerisch) ob nun am Bein. Arm und ganz besonderen die Hand.. eigentlich am ganzen körper

    Ja, das ist ein junger Hund, der die Beißhemmung vermutlich noch nicht verinnerlicht hat. Zudem ist er gerade total gestresst und weiß gar nicht, wohin mit sich.

    Problem 3) habe ich das Gefühl das er unter Dauerstrom steht und weil er die ganze Zeit sehr hächelt (siehe Video von heute)

    Es hat sich zwar schon gebessert habe es ist immer noch viel

    Ja, der Hund scheint massiv gestresst zu sein. Ihr müsst da halt euer eigenes Verhalten um 180 Grad ändern, damit der Hund überhaupt eine Chance hat, ruhiger zu werden.

    Wenn ich auf dem Bett sitze kommt er immer über den rücken und will an Kopf richen und lecken


    Er richt gerne bei mir am Po/Schritt🤣

    Das kann Beschwichtigung sein. Er kann dich nicht einschätzen und leider hast du euer Vertrauensverhältnis bereits massiv geschädigt, wie du ja selbst zugibst:

    ich habe es mit Ruhe probiert mit Lautstärke mit Wegdrücken, Lieb, Aggressiv, Dominierend.

    Du hast den Hund praktisch gerade erst aus dem Tierheim geholt und bist ihm gegenüber bereits laut, aggressiv und dominant geworden. Das ist so, als würdest du ein Kind haben und es mal anschreien, mal schlagen, ihm dann wieder ins Ohr säuseln, überspitzt ausgedrückt.

    Auch Hunde wollen ihrem Besitzer vertrauen können. Als verantwortungsbewusster Hundehalter ist es ganz wichtig, dass man souverän, ruhig und berechenbar ist. Bis jetzt bist du für diesen Hund leider das genaue Gegenteil - unsicher, angespannt, aggressiv. Unberechenbar. Unter diesen Umständen wird es äußert schwer werden, eine gute Beziehung zu diesem Hund aufzubauen.

    Zudem scheinst du ja sehr altmodische Vorstellungen über Hunde zu haben. Einem Hund gegenüber muss man nicht "aggressiv" oder "dominierend" auftreten. Gerade bei einer so eigenständigen Rasse wie dem Husky verbaut man sich damit nur, dass der Hund überhaupt Interesse hat, ein "Team" zu bilden. Du würdest auch nicht für einen cholerischen, unberechenbaren Vorgesetzten arbeiten wollen, oder?

    Laut Züchterin wäre das mit den Nährwerten besonders wichtig. Ja wir haben auch Nassfutter da usw. aber laut Ernährungsplan der Züchertin ist das Trockenfutter auch nötig. Naja, sie hat davon gestern nun doch nicht soviel gegessen.

    Manche Züchter haben etwas seltsame Vorstellung über die hündische Ernährung und wollen ihre eigenen Ansichten dann auch gerne mal den Welpenkäufern überstülpen.

    Ich finde es wichtig, dass ein Hund auch mit Genuss frisst. Wenn eure Kleine das Trockenfutter nur zögerlich annimmt, könnte dies nicht nur ein Hinweis darauf sein, dass es ihr nicht schmeckt sondern auch darauf hindeuten, dass sie davon z.B. Bauchweh bekommt.

    Es gibt doch auch im Nassfutter-Segment tolle Dosen, ich würde ihr also geben, was ihr schmeckt.

    Auch wenn ich Souveränität zeigen muss, diesen Trennungsschmerz 5 mal die Woche erleben zu müssen ist nicht ganz einfach. :pleading_face: Oder aber ich hab ihre Bedürfnisse noch nicht ganz richtig gedeutet, denn sie liegt jetzt total ruhig vor mir auf dem Boden.

    Naja, im Moment ist immer noch alles neu für eure Emma. Klar ist sie da erstmal durcheinander, wenn deine Frau das Haus verlässt. Das vergeht mit der Zeit aber sicher, wenn sich alles bei euch gut eingespielt hat =)


    Übrigens gibt es hier auch einen Kleinhunde-Thread: RE: Erfahrungen mit Chihuahuas und anderen Kleinhunden 2.0

    Falls du Lust hast, auch dort mitzulesen und zu schreiben :smile:

    Aber, und da wird es materiell: ich werde keine 2000 Euro für einen Hund vom "Züchter" bezahlen, nur im im Nachhinein festzustellen, dass es sich nur um einen Vermehrer handelt und der Hund krank ist. Ab gewissen Preisen bringe ich auch Anforderungen mit, wie Papiere vom ausgewiesenen Verbandszüchter, Tests auf Krankheiten, Genetik und was weiß ich. Und diese Anforderungen werden überprüft.

    Hier im Forum wird dir auch niemand zum Kauf eines "Rassewelpen" ohne seriöse Verbandspapiere raten :ka:

    Allerdings wie bereits gesagt wurde, bei 'nem Welpen kann man halt nicht viel mehr machen als den Stammbaum zurückzuverfolgen und sich die Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere genau anzusehen. Das mag das Risiko für manche Krankheiten verringern, passieren kann dann aber trotzdem noch ziemlich vieles. Kenne ich jetzt z.B. bei der Patellaluxation, sowohl meine beiden Tierschutzhunde haben dieses Problem als auch zwei Kleinhunde aus seriöser Zucht, die bei Freundinnen von mir wohnen.


    Man muss bitte beim Kauf vom noch so seriösen Züchter zudem auch bedenken, dass es durchaus Erkrankungen und gesundheitliche Probleme gibt, die nicht zum Ausschluss von der Zucht führen müssen, und dass es durchaus sein kann(!), dass so ein Hund dann eben nicht aus der Zucht genommen wird. Mir ist auch z.B. hier im Forum schon zu Ohren gekommen, dass bei gewissen Rassen wohl in Züchterkreisen gewisse Probleme kleingeredet werden, z.B. Neigung zu Epilepsie...