Beiträge von tinybutmighty

    Zum unteren Absatz: Wer ohne Fehler ist, werfe den 1. Stein.

    Zum oberen Absatz: Du kennst wirklich keine Schicksalschläge in deinem Umfeld? Dann sei froh - und das meine ich ehrlich! Man kann wahnsinnig schnell in eine Notlage geraten, von der man dachte, einen selber würde es schon nie treffen.


    Hier in AT liegt das Arbeitslosengeld übrigens bei 55% vom Nettogehalt! 55%! Davon kann man auch mit Beihilfen wohl kaum seine Ausgaben bestreiten und das Ersparte, was man behalten darf, ist da auch schnell futsch...


    Beispiel einer Freundin, die selbstständig ist, die hatte - ma stelle sich vor - nicht mit Corona gerechnet und dadurch fiel ein Großteil der Einnahmen weg. In dieser Situation erkrankte ihr Hund schwer, 6000 Euro Tierarztkosten für Not-OP,, satiobären Aufenthalt etc. Kurz darauf verstarb völlig unerwartet ihr Partner mit Mitte 40. Ihre Mutter war bereits vor Pandemieausbruch an früher Demenz erkrankt.

    Needless to say dass man in so einer Situation auch psychisch wohl ganz flott am Ende ist - die Freundin kämpft sich da so durch, pflegt aber auch ihre Mutter etc., also alles nicht gerade easy-peasy.


    Auch psychische Erkrankungen können jeden treffen und zB ganz schnell aus dem Alltag werfen. Man kann dadurch zB auch arbeitsunfähig werden und in solchen Fällen ist Armut leider eine häufige Folge...


    Another example: Kaum jemand hatte mir dieser Inflation gerechnet, die wir jetzt haben. Grundnahrungsmittel wie zB Mehl kosten teils doppelt so viel wie vorher. Mag für Gutverdiener jetzt kein Problem sein, ohnehin schon nicht gut Betuchte trifft die Inflation aber Studien zufolge noch stärker! Auch in der Mittelschicht fängt es schon an zu kriseln.

    Meine Mama zahlt jetzt zB für Energie alle zwei Monate über 500 Euro. Davor waren es 200 Euro!

    Ich war früher auch so, dass ich mir wegen Rex 'nen Riesenstress gemacht hab, weil wenn man halt regelmäßig in so Hundeforen liest, kriegt man schnell das Gefühl, anderen Haltern passiert das niemalsnie, dass ihr Hund zu Artgenossen abdampft und nicht auf den Rückruf hört oder sonstwas und wenn man es wagt, einen Hund, der nicht zu 100% im Gehorsam steht, je frei laufen zu lassen, ist einem ohnehin nicht mehr zu helfen...

    Joa - man kann mich jetzt steinigen, aber meine Ansicht hat sich da im Laufe der Jahre ein wenig geändert, im Sinne von: entspannt. Es passiert mir jetzt nur noch sehr selten, dass Rex wirklich zu einem anderen Hund "abhaut", er ist auch noch nie in einen Hund reingerannt, der wirklich ein Thema mit Artgenossen hatte, aggressiv war etc. Und ja, das Alter hat auch geholfen, mittlerweile ist er nicht mehr an jedem Fremdhund allzu interessiert und entscheidet sich meist dafür, doch einfach weiter zu gehen. Gehorsam und Umorientierung haben sich im Laufe des Erwachsenwerdens zudem auch ordentlich gebessert.

    Und trotzdem - trotzdem passiert es mal. Selten, aber eben doch. Mittlerweile läuft Rex auch öfter mal an der Flexileine, wenn ich merke, das wird heute sonst ein anstrengender Tag (er hat auch einen großen Radius und Mister Independent ist sein zweiter Vorname), aber ja, ich gewähre ihm auch regelmäßig Freilauf, da bin ich ehrlich. Auch, wenn es eben nur zu +/- 90% klappt mit der Abrufbarkeit von Artgenossen. Das Restrisiko nehme ich in Kauf. Ich bin kein Hundetrainer, ich bin kein Trainings-Genie, ich bemühe mich und achte darauf, dass wir möglichst niemanden stören und belästigen. Ach so, ja, und ich lasse ihn auch mal in weitläufigen Freilaufgebieten freilaufen, in denen Kontakte zwischen den unangeleinten Hunden als "normal" betrachtet werden, sodass ich auch mal entspannt schlendern kann.

    Ich würde mir auch wünschen, dass mein Hund zu 100% top im Gehorsam steht und ich ärgere mich auch über rücksichtslose, egozentrische Hundehalter, klar. Stimmt beides und wirkt vielleicht erstmal widersprüchlich, aber ich habe diesen Perfektionsanspruch tatsächlich einfach aufgegeben.

    Rex ist jetzt 8 Jahre alt und viel vernünftiger und weniger "tut-nixig" geworden, will z.B. die meisten größeren Hunde überhaupt nicht mehr von sich aus kontakten, aber naja, wie gesagt ich würde die Hand nicht für ihn ins Feuer legen.

    Ich kenne aber auch kaum einen Hund, der so zuverlässig "funktioniert" und wirklich niemals nie zu einem anderen Hund hinläuft, wie es hier im DF als Standard angegeben wird. Und damit möchte ich den Leuten nicht unterstellen, dass sie lügen! Ich selbst würde das einfach trainingsmäßig nicht so perfekt hinbekommen. Naja, bei einem Hund wie meiner Jasmin schon, die von sich aus den meisten Hunden eher aus dem Weg geht oder sich so vorsichtig annähert, dass da einfach nichts eskalieren würde, weil sie sofort kehrtmacht, wenn der andere Hund sie auch nur schief anguckt. Rex war früher so ein richtiger "Hallo, hier bin ich!!" und ich bin immens stolz darauf, dass wir insgesamt betrachtet echt sehr viel geschafft haben, aber ab und an meint der Chichi dann eben doch, 'ne weirde Aktion bringen zu müssen :ka:

    Wir waren heute beim Hundeturnen, mit im Kurs waren:

    - der ältere, schwarze Mix

    - unsere Hundefreundin Hailey, auch ein Mischling

    - der Havaneser und der Biewer Yorkie, die wir schon vom Rally Obedience kennen

    Auf der städtischen Allee-Abendrunde gesehen:

    - den Kleinpudelrüden einer gut bekannten Nachbarin

    - den Nachbarschafts-Westie

    - den Nachbarschafts-Cavalier King Charles Spaniel

    - 2 größere Schäfermixe

    - 1 Goldie

    - die 2 leider sehr hysterischen Chihuahuas, da habe ich gleich nen Bogen gemacht, Rex ist mal von einem attackiert worden...

    - 1 Malteser

    - 1 Husky

    - 1 Boxer

    - 1 riesiger Schäferhund

    In Wien ist mittlerweile ein Sachkundenachweis für Neuhundehalter Pflicht, wenn diese sich ab einem bestimmten Stichdatum einen Hund holten und die letzten zwei Jahre davor keinen Hund mehr gehalten hatten:

    Zitat

    Seit dem 1. Juli 2019 muss jede Person, die in Wien einen Hund anmelden möchte und in den zwei Jahren zuvor keinen gehalten hat, einen Sachkundekurs besuchen. In diesem vermitteln die autorisierten AnbieterInnen Grundkenntnisse über die Anschaffung, Haltung, Pflege und Erziehung von Hunden sowie die rechtlichen Bestimmungen.

    Mehr Infos hier: https://www.wien.gv.at/presse/2020/04…kurs%20besuchen.


    Ich bin da ehrlich gesagt zwiegespalten, weil ich glaube, dass diese Maßnahme vor allem diejenigen trifft, die eh vernünftig sind und sich vorab Gedanken machen.

    Wenn wer den Hund nicht anmeldet, naja... und genau das sind die HundehalterInnen, bei denen ich am meisten Bauchschmerzen habe vermutlich... irgendwelche Halbstarken mit möglichst krassem Malinois etc.


    Zum Inhalt des Sachkundenachweises kann ich aber nix sagen, ich hab den nicht gemacht. Ich weiß also nicht, inwiefern der wirklich hilft, Hunde zu schützen und ihre Haltungsbedingungen zu verbessern.

    Spitze sind top Gebrauchshunde. Personenschutz passt. Aber als Hofhund wird ihr Potential absolut verschenkt. Sind auch viel zu unselbständig für die Arbeit.

    Äh, nein, einfach nein, wie kommst du denn darauf?

    Der Spitz als Gebrauchshund für den Personenschutz? Ernsthaft? Wie darf man sich das vorstellen?


    Spitze sind doch DIE klassischen Hofhunde schlechthin. Und hier wird ja meinem Verständnis nach nun nicht nach einem Hund gesucht, der z.B. ausschließlich draußen leben und Menschen ernsthaft stellen soll oder sonstwas.

    Ich finde, ein Spitz passt da gut, wenn man den Typ Hund mag.

    Ansonsten würde ich, wenn man in der Hüti-Ecke bleiben möchte, mal Australian Spherd und evlt. auch Mudi angucken.