Das wäre mir ja aufgefallen, wenn es Anzeichen gegeben hätte?
Du formulierst das als Frage, scheinst also doch nicht sicher zu sein. Glaub mir, sehr viele Hundebesitzer können ihre Hunde nicht adäquat lesen. Und dann ist hinterher von einem Vorfall aus heiterem Himmel die Rede, obwohl durchaus Anzeichen da waren, die aber für Laien eben nicht immer so easy ersichtlich sind. Das können mitunter wirklich winzige Signale in Körpersprache oder Mimik des Hundes sein.
Aber sich einen Schäferhundmischling aus Rumänien holen und dann nach einem Vorfall alles hinschmeißen und den Hund abgeben wollen? Typisch Wegferfgesellschaft.
Naja, der Mops der Freundin hat beide Augen verloren, das ist für mich ehrlich gesagt so heftig, dass ich nicht finde, dass man aus der jetzigen Überlegung, den Hund abzugeben, irgendwie einen Schluss auf "die heutige Wegwerfgesellschaft ist schuld" ziehen kann. Man kann da schließlich auch als Mensch, der so etwas mitansehen muss, ein heftiges Trauma davontragen, jeder reagiert da anders drauf 
ICH z.B. gebe ganz ehrlich zu, dass ich diesen Hund vermutlich nie wieder unbefangen liebhaben und führen könnte. Vielleicht auch, weil mir bei der Vorstellung, einem meiner 3-Kilo-Zwerge würde so etwas Schreckliches zustoßen, derart das Herz blutet...
Klar wurde hier ein massiver Fehler gemacht, sich als scheinbare Hundeanfängerin so einen Hund aus Rumänien zu holen! Aber wenn sie sich nun mental nicht in der Lage mehr dazu sieht, den Hund adäquat zu führen und entsprechend zu trainieren, ja, dann verstehe ich eine Abgabe voll und ganz.
Und ganz ehrlich? Besser man schätzt sich selber realistisch ein und schaut, dass der Hund bei jemandem mit entsprechender Hundeerfahrung landet, als dass man einen weiteren blöden Fehler begeht und ein weiterer anderer Hund zu Schaden kommt. Nicht jeder kann so ein Kaliber führen, manchmal ist Einsicht da schon besser, finde ich.
Ich muss aber ganz klar allgemein dazu sagen, dass es mich als Kleinsthundehalterin auch furchtbar wütend macht, wenn immer wieder verletzte oder gar getötete Kleinhunde als "kann passieren" dargestellt wird. Nein, so was darf eigentlich nunmal nicht passieren, verdammt, und ich würde mir echt wünschen, weniger Menschen würden sich Hunde holen, die sie nicht oder erst dann gescheit führen, wenn schon was passiert ist.