Das Grundproblem ist halt, dass der öffentliche Verkehr irrsinnig lange vernachlässigt wurde, insbesondere außerhalb von Großstadtmetropolen. Das ist eher ein politisches und gesellschaftliches Versäumnis als den öffentlichen Verkehrsbetrieben anzulasten. Es wurde sich viel zu lange einfach nicht darum gekümmert, kleinere Ortschaften gut öffentlich anzubinden bzw. auch Möglichkeiten zu schaffen, wie Menschen entspannt, bequem und ohne großen zeitlichen Zusatzaufwand von ihrem Zuhause zum nächsten Bahnhof zu kommen.
Fokus war halt (viel zu) lange der Individualverkehr. Maximale individuelle "Freiheit" und Bequemlichkeit, auch auf Kosten der Umwelt und Natur. Jetzt würden manche Menschen gerne auf die Öffis umsteigen - ganz oder zumindest teilweise -, aber neue Bahnstrecken sind ja nicht von heute auf morgen gebaut. Das ist natürlich jammerschade, und dafür gibt es auch keine einfache Lösung. Ich finde aber schon, dass sich gerade in den letzten Jahren einiges tut , hier werden gerade im Wiener Umland - es fahren ja täglich zig PendlerInnen von Niederösterreich und dem Burgenland und teils auch aus anderen Bundesländern - ständig Bahnhöfe modernisiert, Strecken ausgebaut und Intervalle verdichtet.
Hilfreich kann es als Öffi-InteressierteR zumindest sein, z.B. einen Verkehrsbetrieb zu kontaktieren und Interesse an Schaffung b zw. Ausbau einer Strecke zu bekunden, z.B. an einer Bus-Anbindung von Dorf X zum nächsten Bahnhof. Man kann sich da auch mit anderen Anwohnern zusammenschließen.