Beiträge von tinybutmighty

    Mein Gottchen, ein Baby-Rupert:

    https://www.animalcare-hungary.hu/de/tiere/hunde…-ungarn/rupert/

    Mein regelmäßiger Urlaubs-Gasthund ist ja auch ein weißer Wuschel namens Rupert, deshalb war ich jetzt ganz so auf "Awww, ein Junior-Rupert!"

    Und Hessy gefällt mir auch total gut. Das wäre so ein etwas größerer Hund, den ich mir super bei mir vorstellen könnte.

    https://www.animalcare-hungary.hu/de/tiere/hunde…t-ungarn/hessy/

    Hmmm - kann es nicht auch sein, dass vermehrt Pferdehalter heutzutage Kranken- und OP-Versicherungen nutzen? Und man sich deshalb eher traut, sich ein Pferd anzuschaffen, weil "kann ich ja versichern lassen"?

    (Ich traue den Tier - OP- und Krankenversicherungen ja nach wie vor nicht so richtig... jedenfalls nicht als alleinige Form der Absicherung. Ist mir jetzt nur eingefallen, weil das mit diesen Versicherungen für Haustiere ja ein relativ neues Phänomen ist).

    Ich finde diese "Rechte" grundsätzlich einleuchtend und nachvollziehbar.

    Bei Artikel 6

    "Der Hund hat das Recht auf körperliche Auslastung

    Der Wolf ist ein ausdauernder Traber über weite Strecken. Auch die meisten Hunde sind aufgrund ihrer Anatomie in der Lage, täglich zehn bis zwölf Stunden zu laufen. Daher ist es unbedingt erforderlich, seinen Hund auch körperlich zu fordern."

    würde ich persönlich aber wahrscheinlich schon noch hinzufügen, dass es nun wirklich nicht nötig ist, täglich stundenlang mit dem Hund unterwegs zu sein. Meine Hunde sind insgesamt sicher überdurchschnittlich viel mit mir unterwegs, da ich ausgiebige Spaziergänge und Wanderungen mag, aber von zehn bis 12 Stunden sind wir natürlich im Normalfall auch weit entfernt und ich glaube, der Artikel könnte manche Hundehalter verunsichern, gibt ja immer noch genug Leute, die glauben, man müsse den Hund richtiggehend "müde laufen".

    Bei Artikel 7

    "Der Hund hat das Recht auf freie Bewegung

    Der Hund sollte überwiegend frei, d. h. unangeleint, laufen dürfen. Nur so kann er weitgehend ungestört die überaus wichtigen Sozialkontakte zu seinen Artgenossen aufnehmen. Außerdem ermöglicht ihm der Freilauf die Erkundung der Umwelt."

    Ich halte viel Freilauf ja auch für optimal, aber bei jedem Hund ist das mMn halt nicht hinzukriegen. Hunde, die sich Menschen oder Artgenossen ggü aggressiv verhalten, gehören meiner Ansicht nach nämlich wirklich gut gesichert - Freilauf sehe ich da eher nicht oder nur in einem sicher eingezäunten Gebiet. Und Hunde mit stark ausgeprägtem Jagdtrieb können oft auch eher nicht von der Leine.

    Sozialkontakte zu Artgenossen haben zu dürfen finde ich für Hunde prinzipiell wichtig, denke aber auch, man sollte da individuell durchaus Unterschiede machen. Meine Hündin z.B. ist oft an Fremdhunden gar nicht weiter interessiert, möchte mitunter auch keinen Kontakt. Und dann gibt es ja auch noch Hunde, die ausreichend Kontakt zu anderen im Haushalt lebenden Hunden haben oder halt ihre festen Hundefreunde, und darüber hinaus keine Fremdhundekontakte wollen und brauchen.

    Zuletzt gelesen: "Stella Maris" von Cormac McCarthy (Ich glaube, du hattest dazu schon was geschriebe jennja ? )


    Hier handelt es sich ja sozusagen um den "Begleitroman" zu "The Passenger". Mir hat es aber tatsächlich besser gefallen als "The Passenger". "Stella Maris" gehört zu jenen Büchern, von denen ich wünschte, sie wären mindestens doppelt oder dreifach so lang. Der ganze Roman besteht nur aus Unterhaltungen in direkter Rede zwischen der weiblichen Protagonistin, Alicia Western, und ihrem Psychiater. Die Gespräche finden in der Einrichtung Stella Maris für Menschen mit mentalen Problemen statt.

    Alicia Western ist 20 Jahre alt und ein hochbegabtes Mathematikgenie. Seit früher Jugend wird sie immer wieder von "Gestalten" (als "personages" werden die von ihr eingangs bezeichnet) besucht, allen voran vom "Kid", einem kahlköpfigen Wesen mit Flossen anstelle von Händen, der für Alicia "Show-Akte" aufführen lässt und merkwürdige Reden über Gott und die Welt schwingt, ständig Redewendungen falsch zitiert und Alicia mit allen möglichen Name anspricht, nie aber mit ihrem richtigen. Somit steht bei Alicia die Diagnose der paranoiden Schizophrenie im Raum, doch so richtig schlau wurde man bisher nicht aus ihr. In den Gesprächen mit ihren Psychiatern beschreibt sie hochkomplexe mathematische Fragestellungen, hinterfragt den Begriff der Realität, und versucht, möglichst nicht über ihren geliebten älteren Bruder Bobby zu sprechen. Sie blickt auf ein schon bislang bewegtes Leben zurück, denn ihre Eltern arbeiteten unter anderem am Manhattan Project mit, also an der Schaffung der Atombombe, die gegen Ende des Zweiten Weltkrieges Hiroshima und Nagasaki zerstörte und für unsagbares Leid sorgte.

    Für mich hat McCarthy hier einen wahren Geniestreich geschaffen. Ich bin nun so gar keine Mathematikerin oder Physikerin, aber Alicias Gedankengänge empfand ich teils auf fast bestürzende Weise als schlüssig und nachvollziehbar, ihr Ringen mit der Frage nach - ja, nach was? Realität? Wahrheit? Verständnis ?, verpackt in fast monologartigen Abhandlungen über Topologie, Sprache, das Unbewusste, ist zutiefst bewegend und fordert dem Leser höchste Konzentration ab, denn McCarthy stattet seine Protagonistin mit einem erstaunlichen Wissen aus, welches sie aber nicht vor ihren eigenen Dämonen retten zu können scheint.

    Für mich ein literarischer Genuss und eines meiner Lesehighlights des Jahres.