Übrigens kenne ich einige wirklich richtig gut erzogene Ridgebacks, die weder jagen noch fremde Menschen und Hunde anfallen.
Ich habe bislang auch fast nur positive Begegnungen mit Rhodesian Ridgebacks gehabt. Einen kannten wir näher, den Poldi, der war nämlich ganz oft mit in dem Betrieb neben der Wohnung meiner Uroma, irgendwo müsste ich sogar noch ein Foto haben, wie Poldi meinen 3-Kilo-Chihuahua ganz lieb und vorsichtig beschnüffelt
Poldi war aber auch sehr misstrauisch gegenüber Menschen, was für die Besitzer manchmal wirklich nicht einfach zu handhaben war. Die Mitnahme in dem Betrieb klappte wohl deshalb so gut, weil die Firma nun einmal ihnen selber gehörte
Denn Poldi hatte durchaus ordentlich Wachtrieb und zeigte Territorialverhalten. Auf Spaziergängen ableinbar war er mWn ebenso wenig.
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es vereinzelt Hundeanfänger gibt, die mit einem Rhodesian Ridgeback total glücklich werden und den Hund adäquat führen können! Allerdings sind dann eben meist auch die passenden Lebensumstände gegeben. Z.b. ein sehr großes eingezäuntes Grundstück, auf dem sich der Hund frei bewegen kann, sollte er auf Spaziergängen nicht ableinbar sein.
Hier stellt sich mir halt auch so die Frage: "Warum?" Warum einen Hund ins Leben holen, der eigentlich gar nicht so richtig passend ist und versuchen, den passend zu "machen"? Es gibt doch so viele Hunderassen oder im Tierschutz auch wunderbare Mixe, die total gut zu den hier genannten Anforderungen und Lebensumständen passen würden, ohne dass sich irgendjemand verbiegen muss oder gegen die Genetik des Hundes gearbeitet werden muss...
Den hier genannten Retriever fände ich z.B. durchaus passend. Wenn es auch ein Hund mit mehr Fell sein darf, vielleicht ein größerer Spitz oder Eurasier? Der Kurzhaar-Collie könnte auch passen, die sind nun normalerweise nicht die totalen "Sonnenschein-Tutnixe", sondern etwas zurückhaltender, aber im Alltag meist deutlich einfach händelbar als ein Ridgeback.