Zumindest die Bracke unserer Freunde wurde ausschließlich zur jagdlichen Führung abgegeben. Kein Nicht-Jäger hätte einen Hund erhalten. Sowas kann ich doch auch nicht leisten
Dir ist aber bewusst, dass der Ridgeback zu den Lauf- und Schweißhunden und verwandten Rassen gehört und zur Jagd sogar auf Großwild eingesetzt wurde, inklusive Löwen?
Ich hatte doch geschrieben, dass das hier ausgemusterte Hunde sind, die z.B. nicht jagdtauglich waren. Wie oben beschrieben, bringen Meutehunde oft angenehme Eigenschaften mit, obwohl Jagdtrieb natürlich meist durchaus vorhanden ist. Ein bekanntes Beispiel ist der Beagle. Der ist ja auch ein beliebter Begleit- und Familienhund. Sozialverträglich, offen, eigensinnig aber nun auch meist nicht total autark und null am Menschen interessiert.
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Hab mir jetzt mal spaßhalber die VDH-Rassebeschreibung für den Japan Spitz angeguckt. Ich hatte ja noch nie näher Kontakt zu einem.
"Er wacht, obwohl er eigentlich kein Wachhund ist."
Das trifft definitiv zu! Er meldet wirklich viel, wobei es natürlich sein könnte, dass er das zuhause weniger häufig macht als hier bei mir. Aber ich denke durchaus, dass er eine Affinität dazu hat.
"Er ist ein aufgeweckter Begleithund, der alles um sich herum genau wahrnimmt".
Das passt auch total gut.
"Da es dem Japan Spitz jedoch weitgehend an Misstrauen mangelt und er zudem laut Standard auch keinen Lärm machen soll, eignet er sich nur bedingt als Wachhund. Fremde kündigt er allerdings schon an, aber er steigert sich dabei nicht in ausgelassenes Gebell hinein."
Raphaelo ist Menschen gegenüber sehr aufgeschlossen. Er fällt da gelegentlich aber auch etwas ins Fiddeln. Als misstrauisch empfinde ich ihn gar nicht. Aber naja, das mit dem "Lärm machen" - hmm Es ist nun nicht extrem, aber dieses wirklich alles melden und gerne mal kommentieren bin ich in der Art von meinen Hunden nicht gewöhnt. Es ist aber zum Glück auch nicht so, dass er sich da kopflos reinsteigert und gar nicht mehr aufhört.
"Ein Japan Spitz ist am liebsten immer mit dabei und stets bemüht, seinem Menschen zu gefallen. Er braucht seine Bewegung und liebt Ausflüge in die Natur – Wanderungen sind ganz nach seinem Geschmack."
Ja, das stimmt, er ist sehr menschenbezogen und durchaus kooperativ. Bis jetzt hatte Raphaelo auch sehr viel Freude an unseren Spaziergängen. Er liebt es, intensiv zu schnüffeln. Heute waren wir an der Donau, das fand er auch richtig toll. Seine Besitzerin hat mir dann auch geschrieben, dass er die Donau liebt
"Beim Hundesport laufen die agilen und überaus geschickten Spitze zu Hochtouren auf. Die Erziehung des auch für Anfänger geeigneten Hundes ist denkbar einfach. Aber erzogen werden muss auch er."
Okay, das mit dem Hundesport kann ich nicht beurteilen, aber könnte mir schon vorstellen, dass ihm das richtig Freude machen würde! Ich denke, bis jetzt hat er nur etwas Grunderziehung erhalten, das wäre aber sicher problemlos machbar, ihm noch mehr beizubringen.
Finde ihn insgesamt echt angenehm Sozialverträglich, aber auch kein Hund, der unbedingt jeden Artgenossen kontakten möchte. Für Spiel und Spaß zu haben, aber nicht extrem fordernd.
An der Leine zieht er manchmal leider recht ordentlich Aber ich gehe bis auf die Pipirunden eh hauptsächlich so, dass er dann an der Flexi mehr Bewegungsspielraum hat. Er ist futtermotiviert und verträgt auch alles.
Manchmal ist er etwas aufgedreht und quirlig. Aber meist einfach nur auf eine lebensfrohe Art. Bloß wenn man die Wohnung verlässt, ist er manchmal vor Erwartungshaltung etwas sehr drüber und bellt dann rum. Da kann es ihm nicht schnell genug gehen, rauszukommen.
Ach ja, und er ignoriert meist weiterhin total brav Radfahrer, Jogger etc. Allerdings hat er die Macke, dass er stehende Autos, bei denen der Motor läuft, anbellt. Und heute hat er auch auf einen Skateboardfahrer reagiert. Generell mag er diese Roller nicht, mit denen Lieferdienstleute unterwegs sind, da rastet er dezent aus
Was er cool findet: Wasser, mit netten Hunden rumtollen, sich genüsslich draußen wälzen und Matschpfützen, um sich das weiße Fell etwas einzusauen
Mir gefielen nach Kennenlernen im Stall auch mal Italienische Windspiele und allgemein Windhunde (kurzhaar)- wird mit Katzen aber grenzwertig?,
Wenn der Hund Katzen kennt bzw. von Welpe an mit euch lebt und ihr klare Regeln für das Zusammenleben aufstellt, kann das mit einem Windspiel oder allgemein Windhund mit Katzen völlig problemlos klappen. Da würde ich mir nun nicht mehr Sorgen machen als bei einem Rhodesian Ridgeback
Was uns zum Resumee gebracht hat, wir wollen künftig die Aufzucht selber managen.
Der Gedanke ist verständlich, aber wenn man hier im Forum querliest, haben halt auch vorbildlich aufgezogene Hunde vom Züchter so ihre "Eigenheiten", entwickeln sich anders als erwartet etc. Und ich finde einfach so wichtig, zu verstehen, dass nicht alles mit Erziehung oder "Bindungsarbeit" gelöst werden kann, weil die Genetik ein so wichtiger Faktor ist. Man kann immer Glück haben wie eure Nachbarn und einen Hund bekommen, der anfängertauglich ist und unkompliziert, du kannst aber eben durchaus einen RR "erwischen", der da ganz anders tickt und deutlich schwieriger händelbar ist.
Ich hab das mit "mal ein Turnier laufen" inzwischen aufgegeben Bis jetzt kam einfach noch jedes Mal etwas dazwischen. Deshalb habe ich die Lust verloren, mich irgendwo anzumelden.
Wir machen weiter Rally Obedience, aber nur just for fun. Letztes Jahr war ich wegen Erkrankung meiner Mama ohnehin nur sehr sporadisch am Platz. Inzwischen bin ich außerdem umgezogen und ich mag meinen Verein und die Rally-Truppe total, weshalb ich mich bislang nicht zu einem Wechsel durchringen konnte. Bedeutet aber eine recht mühsame Anfahrt zum Training. Außerdem habe ich jetzt auch jede zweite Woche meist genau zur Trainingszeit einen anderen Termin, weshalb wir eh maximal im 14-Tage-Rhythmus zum Rally-Training kommen. Ich glaube, vor allem auch durch diese Unregelmäßigkeit hat die Motivation von Rex leider inzwischen nachgelassen und er ist teils sehr abgelenkt und unkonzentriert unterwegs. Ich werde das nun in Angriff nehmen mit wirklich hochwertigen Belohnungen beim Training. Außerdem überlege ich, vielleicht doch spätestens im Herbst zu einem anderen Verein, der Rally anbietet und für mich besser erreichbar ist, zu wechseln. Ich habe hier mindestens 4 Optionen und glaube, dass dann auch der Spaß eher zurückkommen wird.
24.3. Welchen Tagträumen hast du dich heute hingegeben?
Dritter Hund
Und außerdem so bisschen in Richtung "Was ich gerne noch alles mit meinen Hunden machen würde". Da setze ich vielleicht zwar noch das ein oder andere wirklich um, aber eigentlich sind wir meist eh schon ausgelastet genug.
Nicht jeder Hund ist ein großer Fan von Streicheleinheiten. Natürlich kommt es manchmal auch darauf an, wie gestreichelt wird. Unter Umständen meint man es zwar gut, aber pusht den Hund durch die Kuscheleinheiten unbeabsichtigt hoch oder krault auf eine Art, die ihm unangenehm ist.
Aber ich kenne auch ein paar Hunde, die einfach keine Streichelmonster sind, das hat sich bei den meisten dann auch schon recht früh gezeigt.
Aussies sind oft sehr reizoffene Hunde. Ich könnte mir gut vorstellen, dass dein Hund eigentlich zu viel Programm hat. Er ist ja auch noch sehr, sehr jung. Es ist gut, dass er meist entspannt wirkt und anscheinend ausreichend schläft. Die von dir beschriebenen kurzen Sequenzen deuten aber eben doch darauf hin, dass da möglicherweise zu viele Anforderungen an den Hund gestellt werden.
. Diese Sequenzen kommen vor allem am Ende oder während eines Spaziergangs vor, auf dem Weg zur Schule (also wenn wir morgens ankommen) oder wenn wir zb im Café sitzen und er daneben liegt.
Am Ende/während eines Spaziergangs klingt für mich nach Überforderung. Zu viele Reize auf der Strecke, womöglich zu lange unterwegs, Spaziergang entspricht den hündischen Bedürfnissen deines Vierbeiners nicht...
Ich würde hier versuchen, die Spaziergänge etwas zu kürzen und so zu gestalten, dass sie für den Hund auch tatsächlich möglichst reizarm und entspannt ablaufen. Wie sehen eure Spaziergänge denn zurzeit typischerweise aus? Könnte es sein, dass er manchmal auch in einer Erwartungshaltung dir gegenüber ist, weil du ihn z.B. auf den Spaziergängen irgendwie beschäftigst?
Dass er beim Ankommen in der Schule so drauf ist, könnte auch einer Überforderung geschuldet sein. Wie oft kommt er mit in die Schule und für wie lange? Und: Wie sieht der Morgen aus und euer Weg zur Schule?
Im Café ruhig auf dem zugewiesenen Platz zu verweilen kann gerade für junge Hunde durchaus anstrengend sein. Hier ist die Frage, wie oft du ihn da mitnimmst, und ob das auch an Tagen oder zu Zeiten geschieht, wo eigentlich schon viel Programm gelaufen ist.
usgelastet ist er eigentlich genug durch Schule und Übungen beim spazieren, Futter suchen oder was man eben so macht.
Für mich klingt das schon nach ganz schön viel Input. Ich sag' mal so, manche Hunde hätten damit kein Problem, aber Hütehunde sind da oft besonders sensibel.
Ach, und noch eine etwas ungewöhnlichere Rasse-Empfehlung: Schau dir mal die Anglo-Francais de petit Venerie an. Ich habe mich mal vor ein paar Jahren intensiver mit denen beschäftigt. Mir wurde von einer lieben Forums-Userin damals die Laufhunderettung Deutschland empfohlen. Die haben auf Facebook auch eine total nette Gruppe "Anglos - die vergessenen Hunde Frankreichs", wo viele Adoptanten sich tummeln und vom Alltag mit ihren Hunden berichten und die Leute von dem Verein waren echt offen für Fragen und Austausch.
Optisch könnten diese Hunde - es werden in dem Verein übrigens auch mal andere Jagdhunde vermittelt, nicht ausschließlich Anglos - durchaus was für dich sein, wenn du gerne einen größeren, kurzhaarigen, athletisch gebauten Hund mit Schlappohren möchtest.
Auch hier bräuchte man, falls der Hund nicht ableinbar sein sollte, idealerweise eine Möglichkeit, dass der Hund mal im eigenen Tempo in umzäunten Gebieten rumfetzen kann - stelle ich mir bei einem RR aber nochmal schwieriger vor. Etliche von diesen Anglos und anderen Laufhunden kommen auch gerne mit zum Joggen oder Radfahren. Bei meiner Ex-Partnerin und mir stand damals Canicross (Zughundesport mit Hund) auf der Liste, was wir gerne mit dem Hund machen wollten. Nasenarbeit kommt bei diesen Rassen natürlich auch meist super an, das wäre, wenn du eh gerne allein unterwegs bist, z.B. auch gut auf Spazierrunden einzubauen.