Ich hab eine Yorkiemix-Hündin aus dem Ausland. Als sie zu mir kam, war sie 3,5 Jahre alt und hatte noch nie Fellpflege erlebt. In den ersten Jahren war ich mit ihr mehrmals bei Hundefrisören. Bin aber immer dabeigeblieben, weil meine Maus Trennungsstress hat und in solchen Situationen tatsächlich noch unkooperativer und verängstigter ist, wenn ich nicht anwesend bin. Es war schon jedes Mal anstrengend, eine Trainerin und Bekannte hat sich dann zum Glück immer extra viel Zeit für uns genommen, weil irgendwie machen muss man das Fell der nichthaarenden Rassen ja, damit es nicht völlig verfilzt.
Mittlerweile schere ich Jasmin selber, zuhause. Sieht zwar weniger professionell und hübsch aus, aber dafür spare ich mir Kosten, Anfahrtszeit und Nerven, jemand Neuen auf sie vorzubereiten (die Trainerin und Bekannte ist tragischerweise vor 2 Jahren gestorben). Jasmin findet Fellpflege immer noch überwiegend doof. Es stresst sie, aber meiner Ansicht nach steht sie nun auch keine Todesängste währenddessen aus, da sie z.B. sehr wohl dazu in der Lage ist, zwischendurch Kekse zu nehmen (das mag aber auch daran liegen, dass sie generell irre verfressen ist.^^). Ich bin ehrlich, ich zieh' das einfach mehr oder weniger durch. Mache meist nicht den ganzen Hund auf einmal, weil es für sie schon mit der Zeit auch nochmal fordernder wird, aber eben verteilt auf ein paar Tage bzw. greife ich halt immer wieder mal zur Schermaschine, wenn ich dran denke, Zeit und Muse habe. Ich belohne zwischendrin auch mal, aber halte sie durchaus auch fest und mache einfach, so gut es geht.
Ja, Jasmin kann da auch mal zum Schnappidil mutieren, aber dahinter steckt keine echte Beschädigungsabsicht und sobald ich fertig bin, ist sie wieder ihr übliches Selbst, meidet mich weder noch sonstwas, von daher fahre ich bei ihr tatsächlich am besten mit der "Augen zu und durch"-Methode und indem ich da möglichst nicht noch mehr drauf eingehe.