Beiträge von Nabor

    Ich habe die Fesselbeugen immer nur vorsichtig mit Wasser saubergemacht. Die Krusten lösen sich von selbst, wenn die Haut darunter wieder intakt ist. Richtig bewusst abgeknibbelt habe ich die nie, bei solchen Aktionen gibt es nur noch mehr Hautläsionen über die Keime eindringen können. Im ungünstigsten Fall hast du dann zusätzlich noch nen Einschuß.

    Einfach nur vorsichtig mit Wasser sauber machen, mit einem Handtuch trocken tupfen und dann dünn mit Melkfett oder Panthenol- oder Ringelblumensalbe einschmieren.

    Ich hatte das mit der Methode relativ gut im Griff.

    Es gibt von Equine Fusion Hufschuhe die 24/7 getragen werden können. Die hatten wir die letzten Jahre wenn er ein Eisen verloren hatte und der Schmied einige Tage brauchte um ihn neu zu beschlagen.

    "Klebeeisen" hatten wir von Hoofstar, die kann man auch super selber anbringen, dann brauchst du nur noch eine regelmäßige Hufbearbeitung damit sie auch gut passen. Gehalten hatten die immer so 4-6 Wochen auf hangigen Wiesen.

    Als mein Pferd und ich noch im Göttinger Raum wohnten, hatten wir einen sehr guten Hufschmied. Mein Pferd konnte super laufen, verlor nur sehr selten ein Eisen und wir waren alle glücklich.

    Dann sind wir nach Nordhessen umgezogen und das Drama begann. Mein Pferd fing an vorm Schmied Angst zu bekommen, verlor ständig Eisen und lahmte, wegen der nicht so optimalen Hufbearbeitung, des Öfteren. Also wechselten wir insgesamt 5× den Schmied, bis wir endlich wieder an einen gerieten der sein Handwerk verstand. Das Pferd stand wieder ruhig beim Schmied, er konnte wieder laufen und die Eisen hielten.

    Leider zog meine Nichte dann etwas weiter weg und wollte gern dass "unser Pferd" nicht so weit weg wohnte. Also zog er wieder um und damit aus dem Einzugsbereich des guten Schmiedes.

    Aus leider Verzweiflung, wegen eines suboptimalen Schmiedes, wechselten wir zu einer Barhufbearbeiterin, die auch einen guten Ruf hatte. Als Hufschutz wurde entweder geklebt oder es gab Hufschuhe. Das hätte auch gut funktioniert, wenn die Bearbeiterin ihr Handwerk verstanden hätte. Leider kam sie nicht so regelmäßig, wie wir es gern gehabt hätten, die Zehe wurde länger als gut für ihn war und die Rehe war da.

    Ich habe also weder mit Schmieden noch mit Barhufbearbeitern gute Erfahrungen gemacht.

    Wenn dein Pferd so eine flache Sohle hat und es am Besten mit einem gescheiten Hufschutz läuft, lass es ihm. Diese Odysee die wir mit unserem Pferd durchhaben wünsche ich niemandem.

    Bevor jetzt irgendjemand schreibt, die Hufbearbeitung wäre nicht regelmäßig genug gewesen, der Schmied kam alle 6-7 Wochen und geröntgt wurde er auch wegen der öfter auftretenden Lahmheiten. Der TA war damals begeistert von seinen Gelenken, es lag immer nur an der Hufbearbeitung.

    Wenn du einen guten Schmied hast, blas ihm Zucker in den Axxxx und behandel ihn pfleglich. Es gibt nix Blöderes als irgendwelche Dilettanten an Problemhufen und höre bloss immer auf dein Bauchgefühl.

    Meiner hatte auch solche " Moorhufe". Da ich ihn selber gezogen hatte und er von Anfang an regelmäßig beim Hufschmied war, hatte ich die Erfahrung machen müssen, dass da nur ein vernünftiger Hufbeschlag sinnvoll war. Anfangs ging er noch ohne Eisen, wurde aber immer fühliger. Da er ja nicht nur auf der Weide rumstehen sollte und ich mit ihm auch ins Gelände wollte, blieb mir nichts anderes übrig als ihn beschlagen zu lassen.

    Irgendwann ging es zwar im Sommer Barhuf und bei Bedarf mit Hufschuhen, aber im Winter auf dem harten Paddock und den geschotterten Feldwegen konnte er nur mit Eisen vernünftig laufen.

    Wenn er noch Leben würde, wäre er wahrscheinlich in solch trockenen Sommern mit den extrem harten Böden auch beschlagen.

    Ständige Schmerzen beim Laufen sind auch kein Spaß.

    Bei Schmerzmedis scheiden sich ja auch die Geister. Die einen sagen ja natürlich und die anderen sagen bloß nicht ( wegen dem bewegen).

    Unser Pony hat immer Schmerzmittel bekommen aber nicht unbedingt in der höhe, weil er ein großes Ego hat, Pony ist und meint er kann immer laufen, wie er es normalerweise bekommen hätte. Also schon so das er kaum Schmerzen hat aber nicht meint das er jetzt wieder alles kann.

    Wir haben da auch zusätzlich zu den Schmerzmedis und dem Kühle so Tartarbahnkissen unter die Hufe gemacht damit die Hufe entlastet werden.

    LG
    Sacco

    Ohne Schmerzmedis, ist je nach Schmerzgeschehen, auch tierschutzrelevant. Freiwillig gelaufen war er im akuten Geschehen keinen Meter.

    So einen Sohlenverband hatten wir auch gemacht und zusätzlich die Hufe in mit Schafwolle gepolsterte Hufschuhe gepackt.

    Alles was sein Leiden lindern konnte.

    Hatten wir als Notfall Tipp aus einer FB Gruppe, bis meine Schwägerin die Kühlgamaschen fertig genäht hatte.

    Sah ausgesprochen "cool" aus. Schwarzes 700 kg Pferd mit gefüllten Kondomen am Kronrand.

    Wir waren die Attraktion am Stall.

    Kühlgamaschen selber genäht? Das ist ja klasse. Weißt du noch wie deine Schwägerin das gemacht hat?

    LG
    Sacco

    Leider nein, ich kann nur Strricken. Ich weiß nur noch, dass das auch so eine Art Schlauch mit Klettverschlüssen war, in die wir mit Crasheis gefüllte Plastikbeuteln packen konnten.

    Wie bekommt man denn bitte ein stinknormales Kondom über einen Pferdehuf? Nicht so ein Mini Pony, sondern ein wirkliches richtiges Pferd? Ohne das es kaputt geht? U dann sogar noch zum wieder verwenden? :???:

    Die Kondome werden mit den Erbsen gefüllt, zusammengeknotet und dann unterhalb des Fesselgelenks um das Bein gelegt und dort dann zusammengeknotet. Wenn du einigermaßen geschickt bist, kannst du die wieder aufknoten und wieder einfrieren um sie wieder zu verwenden.

    Da ein Pferd sich mit akuter Rehe, wegen der Schmerzen, sehr wenig bewegt, halten die Dinger länger als man denkt.

    Nicht dass jetzt jemand denkt, dass Pferd hätte keine Schmerzmedis bekommen. Hatte es selbstverständlich, aber Rehe tut halt doch sehr weh.