Als mein Pferd und ich noch im Göttinger Raum wohnten, hatten wir einen sehr guten Hufschmied. Mein Pferd konnte super laufen, verlor nur sehr selten ein Eisen und wir waren alle glücklich.
Dann sind wir nach Nordhessen umgezogen und das Drama begann. Mein Pferd fing an vorm Schmied Angst zu bekommen, verlor ständig Eisen und lahmte, wegen der nicht so optimalen Hufbearbeitung, des Öfteren. Also wechselten wir insgesamt 5× den Schmied, bis wir endlich wieder an einen gerieten der sein Handwerk verstand. Das Pferd stand wieder ruhig beim Schmied, er konnte wieder laufen und die Eisen hielten.
Leider zog meine Nichte dann etwas weiter weg und wollte gern dass "unser Pferd" nicht so weit weg wohnte. Also zog er wieder um und damit aus dem Einzugsbereich des guten Schmiedes.
Aus leider Verzweiflung, wegen eines suboptimalen Schmiedes, wechselten wir zu einer Barhufbearbeiterin, die auch einen guten Ruf hatte. Als Hufschutz wurde entweder geklebt oder es gab Hufschuhe. Das hätte auch gut funktioniert, wenn die Bearbeiterin ihr Handwerk verstanden hätte. Leider kam sie nicht so regelmäßig, wie wir es gern gehabt hätten, die Zehe wurde länger als gut für ihn war und die Rehe war da.
Ich habe also weder mit Schmieden noch mit Barhufbearbeitern gute Erfahrungen gemacht.
Wenn dein Pferd so eine flache Sohle hat und es am Besten mit einem gescheiten Hufschutz läuft, lass es ihm. Diese Odysee die wir mit unserem Pferd durchhaben wünsche ich niemandem.
Bevor jetzt irgendjemand schreibt, die Hufbearbeitung wäre nicht regelmäßig genug gewesen, der Schmied kam alle 6-7 Wochen und geröntgt wurde er auch wegen der öfter auftretenden Lahmheiten. Der TA war damals begeistert von seinen Gelenken, es lag immer nur an der Hufbearbeitung.
Wenn du einen guten Schmied hast, blas ihm Zucker in den Axxxx und behandel ihn pfleglich. Es gibt nix Blöderes als irgendwelche Dilettanten an Problemhufen und höre bloss immer auf dein Bauchgefühl.