Ich hatte immer Pech mit meinen Reitbeteiligungen.
Die 1.Reitbeteiligung ritt meine Stute im Unterricht obwohl die Stute wegen einer gerade ausgeheilten Lahmheit (Sehnenverletzung) nur auf hartem Boden Schritt gehen durfte.
Die 2. Reitbeteiligung erkannte eine Kolik nicht und ritt die Stute trotzdem. Das Ergebnis war dann ein erworbenes Vorhofflimmern auf Grund der Belastung bei Schmerzen. Im Endeffekt war das drei Jahre später ihr Todesurteil (Lungenembolie)
Die 3.Reitbeteiligung hatte ich dann für ihren Sohn. Angeblich ritt die junge Frau bis Klasse M. Das war dann das erste Mal in meinem Leben dass ich gesehen habe wie ein Pferd mit hoher Krippe galoppiert. Mit noch mehr Hand und noch weniger Bein ging kaum noch. Die Behandlungen wegen der Blockaden waren natürlich meine Sache.
Ich hatte noch mehr Reitbeteiligungen. Bis auf eine waren sie alle unzuverlässig. Ich wollte nie Geld, sondern nur Hilfe bei der Stallarbeit, 1-2× monatlich Teilnahme am Reitunterricht, eine pflegliche Behandlung der Ausrüstung und ein faires Verhalten dem Pferd gegenüber.
Wirklich zufrieden war ich im Endeffekt nur mit seiner letzten Reitbeteiligung (meiner erwachsenen Nichte). Sie hatte ihn genauso geliebt wie ich und hatte wirklich immer alles für ihn gegeben.
Eine gute Reitbeteiligung zu finden ist wie ein Sechser im Lotto. Irgendwie bin ich froh, dass ich damit keinen Stress mehr habe. Einen guten Stall, einen vernünftigen Schmied und Tierarzt und auch noch eine gute Reitbeteiligung zu finden ist fast unmöglich.