Beiträge von Nabor

    Tilde hat gestern, mal wieder, eine Katze gejagt. Die Katze mäuselte gerade so vor sich hin, als mein kleines Teufelchen wie eine besenkte Sau Richtung Katze düste. Meine Reaktionszeit ließ, wegen der frühen Morgenstunde ein wenig zu wünschen übrig. Die Katze suchte selbstverständlich ihr Heil in der Flucht, was ihr auch gelang. Ich pfiff Tilde zurück, sie machte sich auch brav auf den Weg. Mittendrin bog sie jedoch nochmal ab, rannte zu der Stelle, an der vorher die Katze saß, suchte dort etwas, machte einen Maussprung, schmiss die Maus mehrmals in die Luft und schüttelte sie kräftig. Auf meinen zweiten Pfiff hin, machte sie sich wieder freudig auf den Weg zu mir, mit der erlegten Maus in der Schnute. Als sie bei mir ankam, schmiss sie mir ihre Beute vor die Füße und schaute mich voller Stolz an.

    Wie kann man denn dann noch sauer sein, wenn ein kleiner Zwergschnauzer so stolz und glücklich mit leuchtenden Augen vor einem sitzt. :herzen1:

    Es hagelte also ganz viele Kekse, ich musste meine kleine Mäusejägerin ja schließlich für ihre Heldentat vernünftig belohnen. :hust:

    Ich mag am liebsten Rauhhaar mit Bart. An erster Stelle Schnauzer, egal welche Größe, wobei ich mir, wegen meines körperlichen Handycaps, keinen Riesen antuen würde. Farbe am liebsten ps, dicht gefolgt von schwarz, ss und weiß finde ich nicht ganz so schön.

    Also gingen bei mir, rein von der Optik auch

    DD

    Russischer Terrier

    Jagdterrier :hust:

    PRT in Rauhhaar

    Dackel

    und alles was es da sonst noch so gibt.

    Was ich an Farbe noch schön finde ist dunkel gestromt. Ansonsten kommt es sehr auf die Ausstrahlung des Individuums an, bei besonders charmanten Modellen ist mir die Optik nicht so wichtig.

    Ein absolutes No Go sind alle brachycephalen Rassen, da ginge auch nix aus dem Tierschutz. Die Nerven hätte ich nicht, einem Tier jahrelang dabei zuzusehen wie es sich quält. Auch alles mit zu Fell, Hängelidern, zulangen Lefzen und zuvielen Falten ist nichts für mich.

    So verschieden können die "alten Herren" sein.

    Ich habe jedenfalls unglaublich viel von dem ehemaligen Offizier gelernt.

    Er war immer sehr fair zu den Pferden, hat uns beigebracht sie immer mit Respekt zu behandeln. Reitstunden ohne Lob für Pferd und Reiter gab es bei ihm nicht. Ebenso wurde mit jeglichem Zubehör pfleglich umgegangen, die Boxen hatten immer sauber zu sein, ebenso die Futtertröge und Tränken. Ich glaube, er hatte den Spruch "Reiten lernt man nur durch Fegen" erfunden :nicken:

    Alle seine Pferde hatten im Sommer Weidegang und bekamen im Winter Auslauf auf dem Hof.

    Da könnten sich viele Reiter auch heute noch ein Vorbild dran nehmen.

    Leider verstarb er vor 5 Jahren im Alter von 98 Jahren. Er hatte bis zu seinem Tod einen Trakehner, den er immer noch 2-3 mal die Woche im Schritt im Gelände ritt. Die junge Frau, die sich immer mit um seinen Trakehner kümmerte, übernahm das Pferd auch nach seinem Tod, so wie er es in seinem Testament verfügt hatte.

    Ich denke immer noch gern an seine Reitstunden und unzähligen Pferdegeschichten aus Trakehnen, die er immer erzählte zurück.

    Gelernt habe ich es vor ca 50 Jahren von einem Kavalleristen. Da musste man immer in der Mitte stehen, da wurde sogar noch ein Kreis mit dem Fuß gemacht, der nicht verlassen werden sollte. Man ging nur zum Handwechsel und zum Abschluß der Longeneinheit zum Pferd. Es wurde auch niemals länger als eine halbe Stunde longiert mit regelmäßigen Handwechseln.

    Erst fortgeschrittenen Longierern wurde beigebracht auch mitzulaufen um z.B. Trab- und Galoppverstärkungen zu üben.

    Was ich davon beibehalten habe, ist, dass das Pferd niemals zum Longenführer kommt, sondern der Longenführer geht immer zum Pferd. Finde ich persönlich sehr praktisch, minimiert die Unfallgefahr und verhindert Longensalat.

    Tilde, diese kleine treulose Tomate :wallbash:

    Meine Nichte und ihr Freund haben, nach einem netten Abend mit Essen und Bier, bei mir auf der Couch übernachtet. Tilde schläft IMMER, auch bei 40°Grad im Schatten, bei mir mit unter der Decke und auch ganz dicht angekuschelt, so dass max das Näschen unter der Decke rausguckt. So gegen halb fünf werde ich wach, weil meine atmende Wärmflasche nicht mehr da ist. Ich stehe also auf und gehe gucken, da liegt doch dieses undankbare kleine Hundchen, zufrieden und glücklich, zwischen der Nichte und ihrem Freund :herzen1: Sie war noch nichteinmal einfach auf die Couch gesprungen, sie hat die Beiden wachgejammert, damit sie ihr hochhelfen. Armes bedauernwertes kleines Hundchen. Mich hat natürlich niemand bedauert, musste ich doch tatsächlich den Rest der Nacht alleine in meinem Bett verbringen. :ka: