Beiträge von Nabor

    Ich hatte mein letztes Pferd selbst gezogen und ihm alles gezeigt was mir so einfiel. Er kannte Autobahnbrücken, sowohl zum drunterdurch gehen, als auch obendrüber, zudem kannte er Panzer, Mähdrescher, Schlepper, LKWs, Radfahrer, Inlineskater, Regenschirme, Plastikplanen, ganze Kompanien marschierender Soldaten und keine Ahnung was uns sonst noch alles in den ersten 3 Jahren seines Lebens über den Weg gelaufen war. Außerdem hatte er alle Zeit der Welt beim Anreiten und auch sonst in seiner Ausbildung, er wurde nie zusammengezogen und misshandelt, stand die meiste Zeit seines Lebens im Offenstall, hatte auch absolut keine Angst vor seinem Reiter und war trotzdem ein Fluchttier. Er war auch, genau wie seine Mutter, sehr menschenbezogen. Trotzdem ist er mir 4 jährig beim Aufsteigen aus heiterem Himmel durchgegangen und ich wachte erst wieder auf der ITS auf.

    Ein etwas älteres Pferd ist für uns nun mal eine etwas sicherere Bank.

    Nach einer bestimmten Rasse sucht sie nicht. Ich glaube aber, dass ihre Ansprüche an die Optik recht hoch sind. Sie hatte die letzten 6 Jahre meinen selbstgezogenen Hannoveraner mitbetreut und sie sucht sowas ähnliches

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    Nur dumm, dass es ihn nicht nochmal gibt.

    Wobei er wirklich toll war, geländesicher, super sozial, Dressur bis M ausgebildet (wobei sie das nicht reiten konnte und auch nicht wirklich braucht), für jeden Scheiß zu haben, Schmiede- und verladefromm und ausgesprochen neugierig auf alles was das Leben so zu bieten hatte.

    Da hängt die Messlatte schon recht hoch.

    Meine Nichte sucht seit mittlerweile 1 Jahr ein Pferd. Sie sucht ein Pferd zwischen 170 und 180 cm, 6-10 Jahre alt, geländesicher und für ein bißchen Dressurarbeit auf dem Platz, sozial und gesund. Zusammengespart hat sie sich 12000 €. Da sollte man doch meinen für die Menge Geld gibt es etwas adäquates.

    Gibt es aber nicht, die größte Unverschämtheit wurde ihr von einer gemeinsamen Bekannten angeboten. 6-jähriger Wallach, turniersauer (was nicht schlimm ist, da hat sie sowieso keine Ambitionen) und auf dem Verkaufsvideo deutlich lahm. Kosten sollte der Kerl 17000 €. Auf den gängigen Portalen sieht es auch nicht besser aus. Da werden Pferde für über 10000 € angeboten, die man nicht probereiten kann, oder welche deren Röntgenbefunde auch schon so sind, dass man da die Finger von lassen sollte, die aber auch bei 7000 € liegen.

    Ich bin die letzte die sagt, ich will ein Schnäppchen, ich habe selber mal ein Fohlen großgezogen und weiss wieviel Geld das kostet, aber das was im Moment angeboten wird geht gar nicht.

    Meine Mutter war auch so drauf, ich fand es einfach nur ätzend.

    Wenn du die Treppe runtersemmelst und auf der 12. Stufe zum halten kommst wegen einer scharfen Linkskurve und deine Mutter, blöd grinsend oben an der Treppe steht und sagt: Warum hast du es denn so eilig?

    Ich fand das nicht sonderlich witzig. Wegen der vielen Prellungen und blauen Flecken konnte ich mich tagelang nur eingeschränkt bewegen. Aber wehe, sie hat selbst was, dann ist Polen offen.