Beiträge von Czarek

    Ich hab hier zB beides: Der Toller, den ich auf auf Prüfungen führe und mit dem ich Seminare besuche. Und der Pudel, mit dem ich das ganze just-for-fun mache

    Super zusammengefasst.

    Und oft ist es ja auch so, dass man nicht mit all seinen Hunden "aktiv" trainiert.

    Es gibt aber halt gewisse Typen Hund, die sind eben nicht zufrieden mit bisschen Spielen hier und bisschen Tüddel auf dem Spaziergang da und dazwischen über Stock und Stein querfeldein durch den Wald.

    Die wollen arbeiten. Richtig ernsthaft. Auch vielleicht in Konflikte gehen bei der Arbeit ernst genommen werden und nicht nur aus Spaß an der Freude und die Korrektur ist "schaaaade". Hunde, die ungenaue Führung und Arbeit nicht gut tolerieren und die dann selbst auch nicht 100% mitmachen oder wo man sich ganz nett Dinge einbaut (wie in die Hand beißen).

    Diese Art der Forderung des Hundes muss man doch auch irgendwo her lernen. Und jemand muss da drauf schauen und Tipps geben... Das kann nicht jeder Mensch von sich aus einfach so. Und für viele Dinge braucht man auch Helfer zum trainieren.

    Hie berichtet jeder von den Hunden, die er bei sich Zuhause hat. Es ist aber nun mal nicht jeder denselben Hund zuhause.

    Mir kommt es so vor (auch schon in den anderen Threads), dass genau da der Hase im Pfeffer begraben liegt. Das, was man leisten kann und will, ist nicht das, wie der Hund es bräuchte.

    Das fängt beim vielen Reisen an, beim vielen nicht daheim sein, wechselnde Orte, mal Zuhause bleiben, mal mitkommen, der Partner der TE, der da einen großen Anteil auch hat, wenn er mit Hund tagelang allein umgeht, dann die unregelmäßige oder ungenaue Auslastung, die Führung und das Mindset dazu wahrscheinlich verbunden mit den Nerven des Hundes.

    Der normale Mensch kann nicht sein ganzes Leben auf den Kopf stellen für einen Hund. Wir haben alle Verpflichtungen, die gewisse Rahmen setzen. Und dann kommt es zu Konflikten oder dem berühmten schlechten Gewissen, wenn der Hund die Rahmenbedingungen einfach nicht mitmacht. Wieso auch immer.

    Würde er sie mitmachen, wäre er ein angenehmer Gefährte in allen möglichen Lebenslagen.

    Wie ist das bei euch? Wie weit klaffen Realität und Anspruch auseinander? Was würdet ihr gerne mehr mit euren Hunden machen und was macht ihr vllt nur für eure Hunde?

    Wessen Realität? Wessen Anspruch?

    Naja Physioclaudi eröffnet ab und zu Threads mit eher allgemein gehaltenen Fragen, aber es kristallisiert sich meistens recht schnell heraus, dass es gar nicht so in die Runde geworfen ist, sondern in Bezug auf ihren Lucifer, die Gestaltung des Lebens mit ihm und die bereits öfter breit besprochenen Problematiken.

    Am Ende muss aber jeder selbst entscheiden, wo das schlechte Gewissen reinhaut und dann mal hinsetzen und überlegen warum. Niemand ist hier jemandem Rechenschaft schuldig. Es ist auch beileibe nicht tierschutzrelevant. Aber ob es ideal ist oder nicht, da muss jeder bei sich drüber nachdenken. Letztendlich kennt niemand den Alltag, den Hund und die Menschen dazu so richtig. Was nützen da allgemeine Platzhalter mit “bei ist es aber so und so". Bringt doch für die TE auch keine Erleuchtung.

    , sondern dass man es selbst nicht leisten kann und sich fragt, ob das wirklich essentiell für jeden Hund ist und ob man ein schlechtes Gewissen haben muss, wenn man es NICHT leisten kann

    Die Frage ist aber nicht wirklich so gemeint oder?

    Ist doch klar, dass Hunde je nach Rasse (und innerhalb derer eben auch Linie), Alter, Gesundheit und generelles Temperament unterschiedliche Ansprüche stellen. Es gibt kein Patentrezept für jeden Hund. Das weißt du doch aber auch selbst?

    Und ja, ich persönlich finde schon, dass man sich wirklich Gedanken machen sollte, wenn man einen Hund hält, dem man wirklich gar nicht gerecht werden kann oder möchte. Also nicht nur kurzzeitig oder phasenweise, sondern durchgehend. Dann hätte ich ein schlechtes Gewissen und würde mir eine Alternative überlegen.

    Der Hund hat mich nicht drum gebeten bei mir zu leben, ich als Mensch bin dafür verantwortlich, dass er nicht nur Grundbedürfnisse erfüllt bekommt, sondern unterm Striche ein gutes erfülltes Leben führt. Das ist mein eigener Anspruch an Hundehaltung.

    Und zu meiner Trainingsregelmäßigkeit, nein auf den Platz komme ich nur selten 2x die Wo, weil entweder bin ich nicht da, oder Trainer krank, oder es fällt aus wegen Regen/ Sturm,... da war in letzter Zeit so einiges. Dennoch übe ich ja die Dinge, die wir gezeigt bekommen. Mal täglich, mal alle zwei Tage bin ich mit Lucifer dran. Halt hier im Garten. Das sollte ja wohl auch als Auslastung zählen

    Ich persönlich finde nicht, dass eine 5min Übung im Garten den gleichen Effekt hat wie Training auf einem Hundeplatz mit Trainer anbei. Alleine schon wegen des Inputs, der Korrektur, der Besprechung, der Ablenkung usw.

    Yelly

    "Hunde sind ja Meister darin sich anzupassen aber genau das ist es was mir immer so Kopfschmerzen bereitet, hat mein Hund einfach resigniert?"

    Genau das ist mE immer die Frage bei 'zufriedenen' Familienhunden. Das beschäftigt mich auch.

    Naja wenn ich mir so den Nachbarshund anschaue. Großfamilie, immer Trubel, mehrfach die Woche kommt ein Gassigeher. Dieser Hund ist bestimmt auch groggy am Ende des Tages. Aber ich find schon sehr beeindruckend, dass er so nett bleibt bei allem, was er so aushalten und mitmachen muss. Dafür kommt man seinem Bedürfnis nicht so wirklich nach. Und das ist eben Bewegung Bewegung Bewegung. Dieser Hund will laufen. Er wäre so toll, wenn man ihn da auch noch fordern würde, Canicross oder ähnliches. Nur weil er das alles mitmacht, wenn ein Kind auf seinem Rücken sitzt und mit den Ohren Flugzeug spielt, heißt es nicht, dass er wirklich happy ist. Andererseits kümmert man sich immerhin darum, dass er raus kommt. Aber eben in einem Maß, das ihn wahrscheinlich nicht in diesen ruhigen komatösen zufriedenen Schlaf versetzt wie Hunde, die ihre Aufgabe erfüllen dürfen.

    Hier klafft auch nichts auseinander, aber ich hab vorher lange überlegt, welcher Hund als Dritter einzieht. Ich hab schon stark drüber nachgedacht so richtig sportlich loszulegen und nicht nur phasenweise mit Prüfungsziel viel da zu sein und sonst gern schleifen zu lassen. Aber das Gewicht auf der Waageschale fiel dann doch in Abstimmung mit Job, Umwelt, bereits vorhandener Rasseerfahrung und Kenntnis von Zucht auf das bekannte nette "alles kann, nichts muss". So fiel die Wahl auf einen Hund, der (wenn man das bei meiner Rasse überhaupt sagen kann) aus einem sehr sportlichen Haus ist, aber eben immer noch Pudel. Und er macht richtig Spaß, auch wenn er natürlich nicht dran kommen wird an einen Gebrauchshund. Aber dafür hab ich eben auch die Vorteile von nettem Begleiter, der auch so zufrieden ist.

    Hier gehts wochentags morgens 30min raus, nachmittags noch 1-1,5h oder Laufen 8-10km am Rad, am Wochenende sind Ausstellungen, Besuche bei der Familie mit Kleinkindern, Wandern mit Freunden und teils vielen anderen Hunden, Ausflüge usw angesagt. Und dazwischen habe ich immer wieder stark sportliche Phasen, wo wir bis zu 3x die Woche auf den Hundeplatz fahren.

    Leider ist auch meine Zeit begrenzt, alles zusammen bekomme ich einfach nicht hin.

    Rest ist viel Ruhe. Die Hunde schlafen, wir arbeiten. Sie sind überall mit Begeisterung dabei und chillen sonst. Das Spielen im Garten oder mal 10 Min Übungen für Kopf oder Physio zähl ich jetzt nicht extra...

    Man merkt schon, dass die Hunde nach einiger anstrengenden Zeit, bei viel Arbeit, Projekt am Haus oder bei Erkältung, ohne Kopfarbeit bisschen unter Dampf sind, aber das ist sehr moderat und in einem guten Rahmen.

    Eine Welpenkäuferin von mir hat gerade auf einem sehr ambitionierten Hundeplatz nach der IBGH1-3 jetzt auch die UPr 1 und die UPr 2 gemacht. Da sieht man mal, dass an durchaus was raus kitzeln kann, wenn Erfahrung, Zeit und Engagement da ist. Auch bei einem Nicht-Sporthund.

    Ich leb da ganz gut damit, wie es jetzt ist. Die Hunde scheinen auch zufrieden. Die Hunde könnten mehr. Das könnte aber wohl jeder gesunde fitte Hund?

    Mein Terrier war immer ganz zufrieden als Stadt- und Begleithund und mit seinem gelegentlichen Dienst als Besuchshund. Da wollte ich mehr, deswegen zog der zweite Hund überhaupt ein.

    Hätte ich mir einen Hund extra für den Sport gekauft, dann wären wir halt 2x die Woche auf dem Hundeplatz und am Wochenende Fährten oder so. Dann eben mit aller Konsequenz. Da ich die nicht aufbringen wollte mit Hinblick auf andere Baustellen, freu ich mich darüber, wie es hier ist.

    In einer Phase, in der die Hunde sich im letzten Lebensabschnitt befinden, ist Erhaltung der Lebensqualität und möglichst hohe Schmerzfreiheit alles, was wir für unsere Tiere tun können. Die Leber wird nicht mehr viele Jahre arbeiten müssen. Dementsprechend verstehe ich diese Einstellung absolut nicht. Aber wenn sie Tierärztin und Chiropraktikerin ist, dann kann sie euch ja einstellen und verschreiben.

    Wieso soll man auf konventionelle Analgetika verzichten, wenn sie von Tierarzt, der deinen Hund kennt, verschrieben wurden?

    Es weiß doch keiner hier, was dein Hund in welcher Ausprägung hat und wie seine Krankheitsgeschichte ist.

    Zitat

    „Das Prinzip ist zwar nachvollziehbar und weist auch in eine gute Richtung, aber aus wissenschaftlicher Sicht liegen bislang keine ausreichenden Informationen vor, in wie weit die Effekte tatsächlich auf den Wirkstoff selbst zurückgeführt werden können“, sagt Professor Matthias Karst, Leiter der Schmerzambulanz an der Medizinischen Hochschule Hannover. „Die bisher existierenden Studien hatten entweder den Charakter von Pilotstudien oder wurden nicht in internationalen Journalen publiziert. Unklar ist auch das Sicherheitsprofil von PEA, wenn es über längere Zeiträume eingenommen wird.“

    Quelle