Ich bin bei solchen Sachen natürlich besorgt und ja, manchmal mehr, als mir gut tut. Aber ich steigere mich da nicht hinein - ich bin nicht der Mensch dafür.
Die anderen Hunde brauchen einen normalen Alltag und auch auf der Arbeit MUSS ich abliefern, meine Kunden können nichts für meinen privaten Kummer.
So geht's mir auch. Ich habe noch andere Hunde, ich genieße die Zeit mit ihnen ebenso und ich muss auch einfach funktionieren. Und das ist gut so. Ich habe keine Zeit mich reinzusteigern.
Seitdem baut er natürlich noch mehr ab, morgen wird er 16, aber für uns ist es einfach Kür. Wir nehmen jeden Tag und schauen, dass er keine Schmerzen hat und es ihm so gut wie möglich geht
Genau so. Ehrlich, irgendwann muss man einen Gutteil einfach loslassen, sonst trauert man, bevor der Hund überhaupt weg ist. Der Hund wird bestmöglich versorgt (und ich ärgere mich, dass mir die Physiotherapie einen Tag vor dem Termin unfallbedingt abgesagt hat, auch wenn sie dafür natürlich nichts kann, aber Fussel braucht einfach ihre Physio-Besuche und nach hinten schieben tut ihr nicht gut) und sie ist alt und hatte ein super Leben. Sie war schon so oft wegen irgendwas totgesagt oder außer Gefecht und sie hat sich immer und immer wieder berappelt. Ich habe mich aber abgefunden, dass irgendwann die Zeit kommt, wo sie sich nicht mehr berappeln wird und dann sind wir genauso für sie da und gehen den letzten Weg. Ich kann ihr nur ein schönes Leben machen und sie hatte jetzt auch schon ein überaus langes nettes Leben. Nicht viele Hunde werden 15 und mehr Jahre alt, ich bin einfach dankbar für die Zeit statt Angst vor dem Ende zu haben.
Ich freu mich einfach über die guten Tage und schönen Momente. Andernfalls hätte ich seit Jahren daran denken müssen, dass jederzeit etwas passieren kann. Noch ist sie da, noch betrauern wir sie nicht.
Wenn es so weit ist, wird und darf er gehen. Mir hilft das Bild, das ich aus einem Walter Moers Roman kenne, nämlich das des Lebensfässchens.
Wenn das Lebensfässchen voll ist, ist es ok, wenn ein Hund oder Mensch geht. Natürlich ist es traurig, aber es ist ok.
Da muss ich auch öfter dran denken.