Uns sind so langsam die Medikamente ausgegangen. Das Wetter und Krankmeldung haben letzte Woche verhindert, dass wir beim Stammtierarzt (25km entfernt) vorbei kommen konnten. Mein Mann fährt da eigentlich auf den Arbeitsweg vorbei. Letzte Woche sind hier 60cm Schnee gefallen und ich kam eine Woche aus meiner Einfahrt nicht mal raus. Heute war ja Blitzeis angesagt und dass jeder Zuhause bleiben soll, Arbeit ausgefallen.
Ich heute also die Tierärzte in der Umgebung abtelefoniert. Die meisten hatten kein Galliprant da und der Arzt, der es da hatte, der wollte es nicht raus geben ohne den Hund zu untersuchen.
Hallo, 15 Jahre und 8 Monate alter Hund, 28cm hoch und damit nicht mal halb so hoch wie der Schnee, harte Arthroseschmerzen, keine Kreuzbänder, läuft zum Gassi mal eben die Einfahrt noch hoch und runter, soll aber 4km zum Arzt spazieren durch Streusalz und bei Minusgraden?
Was denken die, dass ich die Medikamente selbst einnehme?
Die Antwort war "Hilft ja nichts, wenn Sie den Hund nicht her bringen möchten, dann müssen Sie zu Ihrem Arzt." Ja danke für nichts. Den Spruch "Wenn das Frauchen nach nem Autounfall auf Glatteis im Krankenhaus liegt, ist dem Tier auch nicht gerade geholfen" konnte ich mir nicht verkneifen.
Ich also richtig wütend ins Auto gesetzt und die 50km herumgetuckert für eine Dose Galliprant. Da war die Praxis echt so lieb und hat noch 15min länger offen gehabt, weil ich für die 25km Hinweg wirklich lange gebraucht habe. Man man man, es lebe die Bürokratie...
Warum haben Hunde eigentlich keinen Medipass?