Beiträge von Czarek

    Ich würde raten beide Hunde dauerhaft zu trennen und mit beiden einzeln zu einer guten Hundeschule zu gehen, damit die TE lernt, wie man ein richtiges Frauchen wird. Wahrscheinlich läuft da eine ganze Menge ab und die TE merkt davon noch gar nichts. Hunde können immerhin keine Uhr lesen und schalten ab 19Uhr auf Krieg um.
    Erst wenn die TE ihre Hunde überhaupt lesen kann, würde ich sie wieder kontrolliert zusammen lassen.
    Wenn man das alles nicht möchte (denn der Zeitaufwand wird evtl recht hoch und auch das Management zwischen den Hunden recht stressig) würde ich dazu raten einen der zwei abzugeben. Von Situationsbeschreibungen und Internettipps halte ich in so einer Situation nicht viel.

    Hunde sind halt ein schwieriges Thema. Sie sind ein Hobby, aber für viele Menschen noch viel viel mehr. Sie verlangen mehr Konsequenz und Kontinuität als jedes andere Hobby (wenn ich keine Lust auf den Fußballverein hab, kündige ich halt die Mitgliedschaft - wenn ich keine Lust mehr auf einen Hund habe, geb ich ihn aber weg, reiße ihn aus seinem Leben und gebe ihn in eine ungewisse Zukunft). Hunde sind wirklich ein Hobby, das äußerst einnehmend ist und alle Lebensbereiche betrifft: Freizeit, Urlaub, viel Geld, Zustand der Wohnung, Lebensplanung, Aufmerksamkeit usw...

    Aber ich zb würde nicht sagen, dass ein Hund mehr Zeit einnimmt oder Geld kostet als so manch anderes Hobby. Mein Partner hat zwar nicht wie ich ein lebendiges Hobby, aber auch er nimmt seinen Elektronik-Kram abends mit ins Schlafzimmer. Das ist auch irgendwie immer präsent, es nimmt Zeit in Anspruch, er ist dann unansprechbar, während ich 2Std Gassi gehe, zockt er, und wenn ich für den Hund neue Sachen kaufe, holt er sich ein Spiel für 70Euro. Von den anderen Hobbys, die man noch so nebenbei hat, ganz zu schweigen.
    Und es ist vollkommen ok, denn es ist sein Ding. Auch wenn ich mich manchmal ärgere, bin ich der Partner und unterstütze ihn da, weil es ihm gefällt und es wichtig für ihn ist.
    Ich habe in keinster Weise ein Recht drauf ihm irgendwas zu verbieten. Ich kann nicht einfach sagen "nö, will ich nicht" und Punkt. Das ist keine Option, weil ich nunmal nicht allein lebe und einfach über ihn mitbestimme. Und selbstverständlich gilt das anders herum genauso.

    Wie gesagt, wenn mal der Fall eintreten sollte, dass ich einen Hund will, er aber nicht, zieht trotzdem ein Hund ein, aber ich trage mich dann allein mit allen Konsequenzen und erwarte gar nichts. Das wäre äußerst schade, aber wenn mein Partner mir was verbieten will, als wäre er der Vater und ich die 12jährige dumme Tochter, wäre es schon ein äußerst unausgewogenes Verhältnis zwischen zwei erwachsenen toleranten unabhängigen Menschen.

    Wir haben auch schon seit langem soe Diskussion, ob zweiter Hund oder nicht - und ob nach dem ersten überhaupt noch einer kommt, denn die Aussage "Nach unserem Mäusken kommt kein Hund mehr" hat er auch schon geliefert.

    Ich bin da zwiegespalten. Natürlich hat mein Mann Mitspracherecht. Ich baue auf ihn und möchte ja auch, dass er sich mit engagiert, dieselbe Freude empfindet usw. Im Gegensatz zu anderen sehe ich meinen Hund ja als Hobby - das schönste überhaupt. Und es gibt nicht schöneres als ein gemeinsames Hobby, vor allem weil man den Hund ja 24Std um sich hat.
    Aber wenn es wirklich hart auf hart kommt, dann hole ich mir den zweiten Hund (oder wenn unser jetziger tot ist einen neuen). Da nehme ich alle Konsequenzen, alle Kosten, alle Pipirunden usw auf meine Kappe. Und dann erfülle ich mir meinen Traum, denn das gehört für mich dazu. Auch wenn wir ein Leben teilen, dann bin ich immer noch ein eigenständiges Idividuum und ohne Hund kann ich halt nicht mehr. Er muss dann damit klar kommen. Fertig.

    Da mein Mann mich aber liebt und Liebe auch gegenseitige Anerkennung bedeutet, akzeptiert er mich mit allen Macken und Neigungen. Er möchte keinen zweiten Hund, aber er versuchte es mir zuliebe. Er ist mit mir insgesamt 2500km gefahren, um den Hund mehrmals zu besuchen, hat alles mitfinanziert, sich auch frei genommen. Und dass es mit dem Zweithund nicht klappte, das lag an vielem, aber nicht an seiner Einstellung. Danach haben wir die Ansprache getroffen, ich dürfe einen Sitterhund haben (hab ich jetzt) und wenn sich unsere Lebensumstände festigen, kommt ein zweiter Hund - aber nur ein Welpe von der designierten Züchterin, sonst keiner, keiner aus dem Tierheim, kein "armer" vorgeschädigter Hund, kein Mischling - nur der Pudel aus der tollen Zucht. Und solange muss ich warten. Das ist ok für mich, auch wenn ich alleine wahrscheinlich schon drei Hunde aus dem Tierschutz hätte.

    Als Partner gibt man sich gegenseitig Raum und lässt den anderen Mensch sein. Man übt sich in Toleranz und Geduld - das ist meine Definition von Beziehung. Und zu mir wird immer mindestens ein Hund gehören, wenn ich es irgendwie mit mir vereinbaren kann.

    Hallo ihr Lieben, da es am Weihnachtstag ja öfter stressig wird, wünsche ich euch schon am Abend zuvor ein frohes Fest! Hoffentlich entspannt ihr euch gut mit den kleinen Terrorhunden und eurer Familie. Lasst es euch gut gehen! :xmas_kilroy:

    Wäre ein Sennenhund vielleicht eine Option? Ein Berner mit dem dicken Fell, freundlichem Gemüt, familiär, wandern kann der auch...
    Ich kenne nur gut sozialisierte Bernersennenhunde, die find ich allesamt super einfach, freundlich, toll mit Kindern und auch offen. Kenne aber auch die Berichte vom negativen Hund.
    Übrigens haben wir auch einen Neufundländer als Besuchshund, der macht seine Sache auch toll!

    Ah ok Danke!
    Schade eigentlich, ich hatte dich immer so als Molosserlady im Kopf und ein Boxer würde wahrscheinlich schon gut zu euch passen.
    Ich kenne zwei Toller, die arbeiten aber in Jägershänden fleißig mit. Soweit ich mit den Besitzern gesprochen habe, sind zumindest die der Meinung, die Rasse gehöre auch nur in solche Hände (könnte ein bisschen parteiisch sein ;) ) Sonst sind es einfach nur nette Hunde, ich kann da weder was besonderes positives noch negatives an ihnen erkennen. Hübsch sind sie in jedem Fall :winken:

    Kurze Frage, hattest du nicht erst einen Cane Corso-Welpen an der Hand, den du doch nicht genommen hast, und wolltest nun längere Zeit einen Boxer haben? Was ist denn mit diesem Wunsch geworden? Und wie kommt man von den beiden Rassen auf einen spezielleren Retriever? Oder verwechsle ich da was? :???: LG :)

    @Maady Unter Hundehasser stelle ich mir aber was anderes vor... Die alte Dame war wohl eher auf dem Trip: Hauptsache Kommunikation (egal ob positiv oder negativ).

    Wie gesagt, ich hatte bisher nur Erfahrungen mit einem Katzenhasser/mörder. Ich kenne zum Glück auch niemanden, der wirklich einem Hund was antun würde.
    Höchstens kriege ich mal Sprüche ab, mein Hund sei hässlich oder so was in die Richtung, aber da hat ja keiner Probleme mit dem Hund, sondern mit sich selbst :hust:

    @InaDobiFan@Zuckerfee
    Und ich würde euch den Hintern versohlen, wenn ich euer Mann, eure Mutter, euer Kind oder beste Freundin wäre und ihr wegen eines Hundes überfahren worden wäret. Ich könnte DAS niemals verzeihen.
    Nicht (nur) der Hund ist wichtig, IHR seid wichtig. Und zwar nicht nur dem Hund, sondern vielen Menschen um euch herum. :bussi:
    Was wirklich super sinnvoll ist, ist den Erste-Hilfe-Kurs regelmäßig zu wiederholen und auch vielleicht einen am Hund zu machen. Da wird aber auch IMMER als erstes gesagt, dass man sich selbst nie in Gefahr bringen soll. Und das erste, was man auch bei Gefahr machen sollte, ist nicht grad den Kopf auszuschalten und nicht mehr nachzudenken :bussi: Dem Hund bringt es ja nachher auch nichts, wenn Frauchen dann tot oder schwerstbehindert ist :mute:

    Ich finde schade, dass ich so einen schönen ausführlichen Fragenkatalog gemacht habe und der einfach so abgefertigt wird a la "Ach da sind schon Hunde im Haus".
    Außerdem wurde ich falsch verstanden: Die 50-100Euro sind eigentlich fast nur für Leckerlies und Futter PLUS alles andere (Steuer, Versicherung, TA - und allein beim TA solltest du locker mal sofort 1000Euro zur Verfügung haben, beim Züchter kostet ein Hund sowieso 800-1800Euro und je nach Land und Wohngebiet kostet ein Hu erheblich mehr als anderswo).
    Was heißt denn, du hast Zeit? Bist du arbeitslos? Wann fängst du wieder an zu arbeiten? Und was ist dann mit dem Hund? Welche Sicherheiten hast du?

    Es klingt irgendwie alles so wenig durchdacht. Wenn du einen Hund nimmst, solltest du schon drauf achten, dass du ihn auch behältst und er nicht wieder zum Wanderpokal wird.
    Es ist also wirklich wichtig, dass du dir ganz grundsätzlich Gedanken dazu machst, was du bieten kannst, was du genau für Eigenschaften willst und wie dein Leben die nächsten paar Jährchen aussieht.
    Erst DANN kann man dir überhaupt zu einer Rasse oder einem Hund raten.