Beiträge von Czarek

    @pardalisa Bei einer Angststörung sind da Gedankenkreise, in die man sich reinzieht und die man äußerlich nicht ansieht. Man findet es noch nicht schlimm, dann geht man weiter, dann will man trotz aufkommender Angst nicht blöd auffallen, kriegt deswegen noch mehr Panik, (dazu noch die schlauen Ratschläge von Menschen im Kopf, man könne nur über Konfrontation seine Angst besiegen), währenddessen frisst man sich immer in die Gedankenstrudel rein, dann bewegt sich der Körper automatisc, während man innerlich schon längst im Ausnahmezustand ist. Und irgendwann paar Meter vorher platzt die Bombe und als HH wundert man sich dann arg, was die Person für ein Problem hat :???: So gesehen ist ein "ich sehe den Hund, ich geh drauf zu, ich krieg immer mehr Angst, ich bin mit der Konfrontation gescheitert" noch viel schlimmer als eine plötzliche kurze Begegnung.

    @pardalisa Solche Situationen kenne ich auch. Aber wie gesagt, Menschen mit Ängsten sind irrational und können nicht wie normale Menschen handeln. Da ist es egal, ob man die Situation auf sich zukommen sieht oder sie sich plötzlich auftut.
    Ängstliche Menschen geraten auch oftmals von jetzt auf gleich in einen Panikmodus, auch wenn die 2m vorher noch völlig normal auf einen zugelaufen sind. Im Gegenteil, die versuchen oftmals noch normal auf einen zuzugehen und normal zu handeln, die Angst zu unterdrücken - und dann geht es doch nicht mehr und alle Dämme reißen.

    Deswegen hilft es oftmals nicht zu sagen, man solle sich nicht anstellen, oder dass der Hund angeleint ist oder Sitz kann oder ein pinkes Geschirr trägt oder sonstwas.

    Richtige Ängste sitzen tiefer. Und woher die nun herkommen oder ob Kinder heutzutage völlig verweichlicht werden (wie Avocado andeutet - sowas sagt man auch nur, wenn man keine Todesängete bisher ausgestanden hat), das geht mich nichts an und ich bilde mir kein Urteil drüber. Ich bin dann auch nicht dafür da die Leute zu therapieren oder sie für ihre Angst auch noch lächerlich zu machen oder ihnen helfen zu wollen. Ich geh vorbei und trage nur meinen Teil dazu bei, dass die Begegnung möglichst kurz und schmerzlos ist. Das hilft mir zumindest bei meiner Angst.

    Ich glaube es ist so schwierig, weil Menschen mit richtigen Ängsten nicht normal kommunizieren können. Ich hab (in einem ganz anderen Bereich) auch (angeworbene) Ängste, da kann ich nicht sagen "Ich habe Angst, bitte tu dies oder das".
    Leute, die richtige Angst vor Hunden haben, machen ja meistens genau das falsche: Sie bleiben stehen, sagen entweder gar nichts und fixieren, oder sie schreien, laufen und fuchteln und werden grad erst deswegen interessant oder bedrohlich. Das darf man nicht persönlich nehmen, die machen das nicht so, weil sie es so möchten.
    Oftmals weiß dann auch der HH gar nicht wie ihm geschieht, das frisst wieder Zeit und in dieser Zeit steigern sich die armen Menschen noch mehr rein.

    Ich habe da auch schon eine Erfahrung gemacht, wo ich einfach nur den Kopf schütteln kann (auch völlig hysterische muslimische (?) Mutter mit angstvollem schreienden Kind), obwohl mein kleiner weißer langhaariger und glupschäugiger Hund nun wirklich nicht aussieht wie der Klischeekampfhund aus dem TV.

    Ich mache da eigentlich auch nicht mehr als ihr schon schreibt. Anleinen, zeigen, dass man Hundi unter Kontrolle hat, zügig weitergehen, kein Blickkontakt des Hundes. Mehr kann man da nicht tun.

    Ich stimme euch auch zu, grad um die anerzogene Angst von Kindern tut es mir sehr leid. Wer nun wirklich so Stress hat, dass das Leben einem Spießrutenlauf gleicht, dem würde ich am liebsten auch mal nahelegen, was zu tun. Aber ich bin nun wirklich nicht in der Position völlig Fremden Ratschläge zu erteilen oder sie für irgendetwas zu verurteilen.

    Ich bin ja nun nicht so ein Verfechter eines Futters oder einer Fütterungsart. Aber die Kombi TF mit bisschen NF Schmankerl gibt es hier auch öfter, ebenso oft wie Fertigbarf (aber aus dem Laden meines Vertrauens um die Ecke).
    Was findest du denn daran schlecht oder nicht zufriedenstellend? Dein Hund scheint doch das TF gut zu verwerten? Wenn neben dem Output Fell, Gewicht, Stimmung, Agilität ok sind, dann würde ich nicht auf Gedeih und Verderb barfen, weil es grad so in ist und jeder sagt, wie super gesund es ist. Und ein bisschen Barf kanns ja auch zwischendrin geben, wenn man sich mehr Mühe machen möchte. Es geht doch nicht drum, was allgemein als gut oder schlecht angesehen wird (in der DF Welt), sondern obs der Hund verträgt.

    Nein, leider hast du immer noch im.Kopf, dass DU der Retter bist. Du hast den kleinen Süßen gerettet, du hast ihm dasLeben geschenkt.
    Und nicht falsch verstehen, es ist ein schwieriges Thema. Natürlich hast du den Welpen genommen und es ist dir hoch anzukreiden, dass du alles gemacht hast, um ihn gesund zu machen.
    Leider ist es nun so, dass du EINEN Hund rausgeholt hast - Du hast den Leuten dafür ordentlich Geld in die Hand gedrückt und da jetzt ein Platz frei ist, werden die sehr wahrscheinlich den freien Platz und das Kapital nutzen, um noch mehr Welpen hierher zu holen und wieder kranke Welpen an den Mann zu bringen. Du hast einen Welpen vielleicht gerettet, aber du hast anderen Welpen den Weg frei gemacht für Leid, ganz zu schweigen von den Tieren, die da zur Vermehrung hinzugezogen werden, denen es noch schlimmer geht als deinem Welpen und die das teilweise über Jahre mitmachen müssen.
    Deswegen ist die allgemeine Meinung, dass man (auch wenn der Welpe sterben sollte) die Finger von Welpen dubioser Herkunft lässt (also wenn man nicht mal Mutti oder Vati sieht, die Welpen nicht gesund aussehen usw) und die Händler eher "ausbluten" lassen sollte. Nun ist aber klar, wessen Blut das ist.... Es ist eine schlimme Sache, wenn ein Baby nur Profit bedeutet, aber so ist das nun mal. Liebe auf den ersten Blick ist beim Welpenkauf eine blöde Idee. So kommen Leute oftmals zu Hunden, die krank sind oder gar nicht zu ihnen passen.
    Und grad hier ist es der Fall: einmal Bandog bei Google eingeben und schon merkt man, dass was faul ist.

    Dein Süßer hatte enormes Glück, dass er bei dir gelandet ist. Es lässt sich nichts mehr ändern. Ich hoffe, dass er sich gut entwickelt, vollkommen gesund wird und in dein Leben passt.
    Was da nun drin ist oder nicht, das ist vielleicht gar nicht so gut zu wissen. Wenn du in einem Bundesland lebst, das Auflagen besitzt, würde ich mich an deiner Stelle mal ganz schnell dran machen alle möglichen Auflagen zu erfüllen. Sollte das Ordnungsamt auf den Trichter kommen, du hättest einen Listenhundmischling (ein Bandog als Pittimix?), bist du nämlich in der Pflicht, das OA vom Gegenteil zu überzeugen und das kannst du nicht. Im schlimmsten Fall würde der Hund eingezogen werden.
    Es ist nun vielleicht weniger wichtig sich als schicksalhafter Retter zu fühlen als dass du schnell alle Bedingungen für einen eventuellen Listenhund erfüllst, den Hundeführerschein usw machst.
    Alles Gute euch zweien!

    Ich würde nicht Rottimix sagen. Ich hab mir bei unserer Suche sooo viele Rottiwelpen und Nachzuchten angeschaut, die sahen nicht so aus.
    Ich glaub, da ist so ziemlich alles und nichts drin. Bei der Herkunft ist es auch unwahrscheinlich, dass da echt Rassehunde hinzugezogen wurden.
    Übrigens das mit dem "gerettet"... Ok ich sag nichts dazu.

    Edit zu meinem Beitrag:
    Kurz zusammengefasst kannst du, wenn du deinen Hund in Pflege gibst oder andere Hunde zu dir nimmst, fast nur auf deinen Hund einwirken, den du kennst und den du auch das restliche Jahr steuerst. Ebenso der Sitter, der muss doch seinen Hund einschätzen und ihm zb ein Abbruchkommando sagen können, wenn man sich als Sitter schon anbietet einen Hund in Pflege zu nehmen.
    Ich würde meinen Hund nirgendwo hingeben, wo er dann ohne mich schutzlos gemobbt würde oder wo der andere Hund auch nur ansatzweise aggro drauf ist oder wo mein Hund sich doch überlegen fühlt und jagen darf. Und andersherum würde ich von niemandem den Hund aufnehmen, der sich mit meinem so in den Haaren hat, dass es nur knallen kann.
    Dann muss man sich halt noch mehr um die Erziehung des eigenen Hundes bemühen und sich einen Sitter suchen, wo es einfach besser passt.

    Wir haben hier den Fall, wenn wir bei der Familie sind, haben die Schwiegereltern einen recht problematischen Hund, der ziemlich abgeht, auch mich und meinen Hund gebissen hat usw. Sie arbeiten nach einem ziemlich großen Krach intensiv mit Trainer und allem drum und dran, es ist inzwischen echt sehr viel besser geworden.

    Meine Schwiemu erkennt inzwischen sooo toll das geringste Anzeichen ihres Hundes nach vorn zu gehen. Es ist nicht mein Hund und ich kenne den Ausdruck nicht so gut, aber sie verweist ihren Hund je nach Situation entweder in die Schranken, schickt ihn an unserem vorbei oder beruhigt ihn über die Stimme. Und sie hat permanent ein Auge drauf, sie reagiert schon, da hab ich noch gar nichts bemerkt.
    Mein Hund hingegen beschwichtigt dauernd und ist ziemlich gestresst. Es ist dann meine Aufgabe ihr Stresslevel niedrig zu halten und ihr Sicherheit zu geben. Das tue ich vor allem, indem mein Hund bei mir Schutz sucht und ich "safe zone" bin und mich dauernd drauf besinne entspannt zu bleiben. Wenn deren Hund zb ankommt und meiner schon beschwichtigend hinter mich geht, dreh ich mich zu deren Hund hin und stelle die Beine breit. Inzwischen habe ich mir Respekt erarbeitet und das reicht schon meistens. Außerdem hat mein Hund seine Rückzugsräume von zuhause mitgebracht (Box, Hundedecke), die sind tabu und das klappt super, sodass auch mein Hund immer mehr entspannt.
    Wenn wir nicht 100% Aufmerksamkeit garantieren können, dann tun wir immer je einen Hund weg.
    Es ist schon sehr anstrengend und mein Hund tut mir oftmals auch ein wenig leid. Aber es klappt inzwischen ziemlich gut und wir sind nun nicht so oft länger als ein paar Tage da. Jeder kümmert sich um seinen Hund und gut is. Wäre ich aber auf der Zweithundsuche und hätte deren Hund zu meinem hinzugenommen, das ginge einfach nicht.


    Mein Bruder hat wiederum einen ganz anderen Hund: einen netten völlig überdrehten und durchgeknallten Mopsmischling, der leider auch wenig erzogen ist und mit dem selten raus gegangen wird. Der versteht ein Nein weder von Hunde- noch in Menschensprache.
    Er bedrängt meinen Hund auf seine Tutnix-Art und die sagt dann aber sofort, dass es ihr reicht. Weil der Mops es nicht so richtig checkt, wird sie da recht offensiv. Habe ich den Mops zur Pflege, reicht es aber eigentlich schon, dass wir länger spazieren, er sich auspowert und ich dann zuhause sehr effektiv Ruhe (und mein Hund auch) einfordere. Der Mops ist stur und schwer von Begriff und protestiert öfter, aber ich setze mich durch, notfalls mit Auszeit an der Leine im Körbchen. Schade, dass er keine Regeln kennt, aber an sich ist er ja freundlich und lieb. Wie ein lieber MiniBulldozer. Aber auch hier ist es nunmal nicht mein Hund. Ich manage also und mache meine Regeln klar, aber erziehen kann bitte der Besitzer.

    Wenn man jegliche Einwände und Argumente damit abtut, es seien Luftschlösser, kann man halt auch nicht zu einem Punkt kommen.
    Wenn es zb Eifersucht wäre - wieso wäre das denn kein Argument gegen einen Hund oder zumindest gegen eine Änderung im Umgang mit einem Hund? Das ist doch ein total triftiges Argument.
    Wenn ich manche Leute sehe, wie die mit ihrem Partner umgehen und im Gegensatz dazu, wie eitidei die mit Schatzihundi sprechen, kann ich das durchaus auch nachvollziehen (gab es dazu nicht mal einen Rütter-Gag Vergleich Mann und Hund?).

    @Helemaus Ich glaub nicht, dass man die Gründe einfach so aufzählen und abtun kann. Für dich bedeutet ein Hund keine Einschränkung - super. Hast ja auch einen netten Hund. Vielleicht sähe es anders aus, wenn du keinen netten Hund hättest, zb einen, der permanent kläfft und Wände zerfrisst oder unsauber ist. Und erst recht muss ein anderer Mensch nicht so empfinden wie du.