Beiträge von Czarek

    Hallo Leute,

    bei mir hat sich überraschend eine neue Möglichkeit aufgetan, dass ich nun vielleicht mit meinem Hund im schulischen Bereich forschen und arbeiten kann. Es könnte ein größeres Projekt über einen längeren Zeitraum werden. Das hängt maßgeblich erstmal von der fachlichen Grundkenntnis und dem Startprojekt ab, das bald anläuft.

    Leider habe ich bei meiner Suche nach allem möglichen, was mit Empirie, Lernleistung und Schulhund zu tun hat, nicht so wirklich was gefunden - und ich meine jetzt nicht irgendwelche Hundetrainer und selbsternannte Experten oder Homepagewissen, sondern wirklich Literatur von Fachleuten, die was vorweisen können. Vor allem Studien und empirische Werte.
    Könnt ihr mir Fachliteratur empfehlen, die sich auf Schulbesuchshunde/tiergestützte Pädagogik und dergleichen bezieht?
    Ein bisschen habe ich da schon und ich bin auch grad dabei Kontakt zu einem Prof zu suchen, der in meiner Forschungsrichtung sogar seinen Schwerpunkt hat. Vielleicht habt ihr ja sogar was zuhause liegen zu dem Thema? Meine Bibliothek hat fast 8 Millionen Bücher und ich finde zu dem Thema vor Ort nur eine kleine Hand voll...

    Ich liebe es, dass ich mit meinem Hund so eine starke Einheit bilde. Ich kann lachend zurückblicken und drüber scherzen, wie nervig und ungezogen sie während ihrer pubertären Zeit war, wie sie mir am ersten Abend in meiner ersten eigenen Wohnung je ein Ei auf beide Kopfkissen gelegt hat, wie sie sich nie einfangen lassen wollte, wie sie mein Höschen gefressen oder meine Kauspange zerknabbert hat.
    Aber je älter sie wird, desto mehr sind wir eine Einheit. Ich verstehe sie blind, sie braucht gar nicht zu reden. Wir beide funktionieren im Team so toll wie ein altes Ehepaar. Am schönsten finde ich es, wenn ich sie gar nicht mehr bemerke oder meine Handlungen bewusst steuere, wir leben wirklich zusammen.

    Sie hat so viele Marotten und ist ein richtiges Mimöschen. Und diese Spleens vermisse ich, sobald der Hund für ein paar Stunden außer Haus ist.
    Ich wollte meinen jetzigen Hund damals nicht haben, er war eigentlich eher von meinem damaligen Freund gewünscht. Aber mein Hund hat mich zum Hundemenschen gemacht. Ich bin direkt ins kalte Wasser gesprungen, hab vorher kein Buch gelesen, hab mich nicht richtig informiert, hab nicht mal den gewünschten Hund geholt (ich wollte eigentlich einen Bologneser damals und keinen Terriermix), hab nie auf die Ratschläge von den ganzen ach so tollen erfahrenen Hundehaltern gehört - wir haben einfach zusammen unser Ding gemacht. Und mein kleiner süßer Teufel war ein verdammt guter Lehrer.

    Ihre Spleens und Marotten machen sie einfach liebenswert und einzigartig, zb muss sie immer ein Kissen vom Sofa schmeißen und sich drauflegen, sodass ich ewig Kissen aufhebe, abflusele, ausschüttle und wieder auf dem Sofa drappiere. Oder dass sie "Rechtshänder" ist und deswegen die angelehnte Tür zum Wohnzimmer nicht aufkriegt. Oder dass sie immer ihren lächerlichen Unterbiss zeigt, wenn sie aufs Sofa möchte. Oder dass sie immer auf der Fensterbank sitzen will, wenn ich am PC arbeite. Dass sie einen umwerfenden Schulterblick besitzt, den sie einem mit diesen großen glupschigen Triefaugen und mit völlig verdrehten Füßchen zuwirft.

    Ich liebe ihre herrliche unkomplizierte Art im Alltag, dass ich sie überall ableinen kann, dass sie sich so stark an mir orientiert und Schutz sucht und noch 100 weitere Dinge.

    Ich hab früher nicht gedacht, dass Hunde wirklich so unterschiedlich sind und so völlig unterschiedliche Charaktere haben können. Und ich freu mich, dass mein Hund so super zu mir passt (obwohl ich ja sozusagen alles falsch gemacht habe) und wir so ein klasse Team sind. Mein Hund war bisher bei den meisten großen Entscheidungen und Einschneidungen in meinem Leben dabei und es war egal, was anstand, er hätte alles mitgemacht und sich auf alles einstellen können.
    Manchmal hab ich das Gefühl zwischen uns passt kein Blatt. Und manchmal denk ich mir "so einen netten unkomplizierten Hund kriegst du nie wieder" und dann überlege ich, ob hier überhaupt noch ein zweiter Hund hinpasst. Für jetzt und heute ist mein Hund der perfekte Begleiter für mich und ich bin sehr dankbar, dass ich, obwohl wir fast mein ganzes Leben lang Hunde hatten, erst durch meine Kleine zum Hundemenschen geworden bin.

    Grad gibt es eben drei Hypes, wenn es um "Zucht" geht:
    - Hunde in silberner Optik ("reinrassige" Labradore, Dobermänner usw)
    - überall muss Blue Merle drin sein
    - ein Pudel wird eingekreuzt (Aussiedoodle, Labradoodle, Maltipoo, Yorkiepoo und noch viele andere möglichst extravagante Namen)

    Natürlich alles reinrassig, aus ganz wunderbarer liebevoller Hobbyzucht für einen wirklich unverschämt hohen und nicht rechtzufertigenden Preis (für einen Mischling sowieso nicht), ohne Zuchtverein im Hintergrund, ohne Überprüfung, ohne Gesundheitschecks, ohne Regulierung.

    Das ist halt grad voll in. Dementsprechend super ist es, wenn du da nochmal genau nachhakst und dich informierst, wieso es nun plötzlich silberne Labbis gibt :bindafür:

    Mein Hund ist aus einem Ups-Wurf und genau das wollte ich damals auch (u.a. weil ich das Geld für einen Rassehund nicht ausgeben wollte, weil ich viele kranke Rassehunde kannte, weil ich keine Lust auf dieses Bewerben bei einem Züchter hatte und noch paar Gründe mehr). Hier wird das sehr verteufelt und ja, irgendwo ist es ja auch ein größeres Risiko.
    Auch bei Züchtern ist nicht alles Gold was glänzt, das ist aber auch klar. Es gibt ebenso viele kranke Rassehunde wie Mischlinge. Irgendwo müssen die Krankheitsdispositionen ja auch herkommen...
    Aber mit einem Rassehund kann man sich zumindest die Wahrscheinlichkeit ausrechnen, dass der Hund eine bestimmte Prädisposition besitzt. Eine Garantie gibt es nicht und der Züchter ist ja auch nicht allein dran Schuld, wenn man vielleicht doch einen Hund besitzt, der HD hat.
    Wenn du aber sehr viel Wert drauf legst, dass der Hund nicht krank wird, würde ich an deiner Stelle auch keine Rasse holen, die für bestimmte Krankheiten besonders bekannt ist und mit deren Krankheit ich schlecht leben kann. Die würden für mich rausfallen.

    Wenn du noch zwischen Eurasier, Labrador und Goldie schwankst, würde ich mir an deiner Stelle ganz viele Hunde von der Rasse anschauen und zusehen, was so an ehesten mein Typ Hund wäre. Die sind ja schon relativ unterschiedlich, besonders der Eurasier fällt da bisschen raus.

    Mein nächster Hund wird vom Züchter kommen und da ich anfangs von der Rasse relativ wenig Ahnung hatte, bin ich mit einigen Hunden der Rasse spazieren gewesen, war auf einem Rassetreffen mit dabei, hab mich im Rasseforum angemeldet und die Leute ausgequetscht. Und am Ende hab ich auch gefragt, wer denn einen Züchter in meiner Wunschfarbe empfehlen kann. Das war dann sogar eine, die nicht mal ne aktuelle Homepage hat und die ich ganz am Anfang schnell weggeklickt habe. Nun warte ich noch einen Wurf von ihr ab, schaue mir bei Gelegenheit die Nachzucht und den Deckrüden an und dann kann der Welpe kommen. Deswegen kostet die Suche nach einem Züchter auch so viel Zeit und manchmal wartet man auf seinen Traumwelpen ewig ;)

    Hund zu klein, zu plüschig, das Geschirr zu pink, die Leine zu affig.... Die Frau hat sich dann einfach mit "Der einzig affige hier bist du!" rumgedreht und ist gegangen.

    Genau das wäre meine Reaktion gewesen :bindafür: Find ich richtig klasse.

    Ich weiß nicht, es gehört doch mehr dazu als sich wegen irgendwelchen Gründen wie der Hunderasse besonders männlich oder weiblich zu fühlen.

    Wir hatten auch vorher einen Kuvaszmix, vorher bin ich mit einem altdeutschen Schäferhund jeden Tag Gassi gegangen und ich war dementsprechend solche Brecher auch gewohnt. Ich hab bei meinem ersten Hund aber einen kleinen gewollt - einfach, weil ich in einer Einzimmerwohning gelebt habe, mit dem Welpen in die Großstadt ziehen musste, weil ich kein Auto hatte und kleine Hunde in der Tasche umsonst im Zug fahren dürfen, kleine Hunde weniger auffallen, weniger andere stören und sozial akzeptierter sind, weniger kosten usw.

    Welchen Hund man sich nimmt, hat doch auch vor allem was mit der Lebenssituation zu tun, in die er passt.
    Wäre es nach mir gegangen, ich hätte am liebsten einen Schäferhund damals geholt, ging aber nicht. Wenn ich an meinen schon erwähnten Bruder mit den 3 Chis denke, hat er sich auch genau die Hunde geholt, die in sein Leben passen - in eine Tasche im Flieger oder im Auto, wo sie immer mit dabei sind und wo auch ein Hotel nichts gegen solche Hunde hat. Mach das mal mit nem Labrador oder Rottweiler, das geht nicht (teilweise schon allein wegen der Einreisebestimmungen).
    Nie habe ich aber bei der Wahl meines Hundes drüber nachgedacht, dass ich deswegen irgendwie anders oder lächerlich rüber komme, auch wenn ich doch manchmal den ein oder anderen Spruch abkriege von bestimmten Männern. Ich denk mir dann meinen Teil.... :pfeif:

    Bei mir stehen zumindest zwei große Rassen auf meiner "Irgendwann einmal"-Liste, für die mein Herz schon ewig schlägt. Die kommen aber erst, wenn ich ihnen die Umstände bieten kann. Mein Ego wird durch die Hunde dann aber nicht wachsen (genauso wie mir kein Penis wachsen wird), nur weil die dann 4mal so viel wiegen und "echte Männerhunde" sind :ka:

    Ich glaub, da wird öfter so eine Art Urangst bedient. Männer müssen "die Bestien" kontrollieren können und Statussymbole besitzen, sonst "wirken sie schwul". Und das heißt ja in erster Hinsicht, dass Frauen für den Mann unattraktiv sind und sie ihn nicht im sexueller Hinsicht verführen können (haben selbst kein Machtinstrument), also haben sie eine Abneigung gegen alles, was den Mann "gay" wirken lassen könnte (und Männer sind deswegen noch mehr drauf bedacht). So hat uns zumindest mal ein Psychologiedozent in einer Vorlesung die Abneigung bzgl homosexueller Männer erklärt. Ob das so stimmt, keine Ahnung. Könnte aber erklären, wieso anscheinend einige Frauen Probleme damit haben bzw sich daran wirklich stören, wenn irgendwelche Männer kleine Hunde an der Leine führen... :???:

    Es gibt ja durchaus Hunde, die mehr zittern. Ich habe auch so ein Exemplar, das bei allem möglichen zittert: besonders natürlich bei Aufregung (positiver und negativer), bei Angst, bei Stress, bei Schmerzen...manchmal auch im Schlaf, wenn sie wieder runter kommt usw.
    Sie ist (auch außer leichter PL) kerngesund, die Mutterhündin ist ein Jack Russell Terrier und die sind ja durchaus für dieses "Terrierzittern" bekannt.
    In welchen Situationen zittert denn deine Hündin? Kannst du es Situationen zuordnen?
    Mein Hund wendet inzwischen das Zittern auch mal gezielt ein. Zieht halt sofort ;)
    Unabhängig davon würde ich die Patella auch operieren lassen, wenn es so stark ist und so oft passiert.

    Bei deinem zweiten Hund würde ich nochmal eine Meinung einholen, die dir auch empfohlen wird (mal Freunde oder Gassibekanntschaften fragen?). Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass Problemchen wie struppiges Fell recht schnell auf die inzwischen ziemlich beliebte Allergiediagnose geschoben und damit abgetan wird. Und viele Ärzte haben dann ja auch noch so einen schönen Vertrag mit bestimmten Futtermittelherstellern... Kann sein, muss aber nicht.

    Mein Hund hasst den Nachbars-Akita.
    Keine Ahnung wieso, aber da geht sie voll ab und macht den Macker. Der hat ihr noch nie was getan, wird von einer souveränen jungen Halterin geführt und ist im Wohngebiet immer an der Leine :???: Gegen die drei anderen Akitas eines Nachbarn hat sie nichts.

    Nach dem großen Beißvorfall waren erstmal alle größeren und dunklen Hunde sehr beängstigend, aber das hat sich mit viel Training gelegt.

    Ich selbst mag Labradore und französische Bulldoggen nicht sooo doll. Die sind mir in 95% der Begegnungen zu aufdringlich und nerven sowohl mich als auch meinen Hund. Eine richtige Abneigung ist es nicht, aber ich würde mir persönlich sowieso die meisten Rassen nicht selbst holen. Aber ich mag einfach diese aufdringliche heranstürmende Art nicht, das sind meistens eben Labradore und Frenchies hier in der Umgebung.
    Und auf Hütehunde, die sich schon in 50m Entfernung auf den Boden legen und dann lossprinten, um in meinem Hund einen Schafsersatz zu finden, für die hab ich auch kein gutes Wort übrig. Aber deswegen finde ich ja nicht gleich alle BCs oder Aussies doof.

    Wir wären auch gern mal dabei (gern eher Richtung Hildesheim raus, dann spart es mir viel Zeit) und mit @corrier ist ja eh schon länger was geplant =)
    Meine Hündin ist klein, lieb und unkompliziert, aber ich möchte nicht, dass sie umgerannt wird oder unbedingt gegen aufdringliche Hunde keifen muss ;)

    Hier wird doch behauptet, solche Hunde könnten nicht dominiert werden. Ist ja scheinbar doch möglich, wenn auch ein wenig tierschutzwidrig.

    Kopf meets Tischplatte.
    Weiß nicht ob ich lachen oder heulen soll...
    Du kannst doch nur ein Troll sein.

    Und am Ende freut sich der Hund ja, weil er mit dem Schwanz wedelt und entspannt liegt und sogar gähnt, oder?

    Naja ich bin hier raus.