Beiträge von Czarek

    Dann dürfte sich ja jeder Normalo-Hundehalter, der also nicht vor hat, seinen Hund in der usprünglichen Aufgabe, für die er gezüchtet wurde, zu führen, nur noch einen Hund der Gruppe 9, also der Begleithunde, halten. ;)

    Ja wieso denn nicht. Das sind doch tolle nette Hunde.
    Es gibt ja schon viele "Light Versionen", zb die Showlinien einzelner Rassen. Oder eben Terrier, die schon länger nicht mehr auf Jagd selektiert wurden.

    Ich find eure Gedanken dazu sehr interessant :)

    Ich denke schon immer wieder drüber nach, ob sich die Leute all diese Hunde holen "müssen". Uns hier ist ja allen klar, was diese Hundeart so ausmacht, wo die schönen und die schlechten Seiten von Terriern sind.
    Aber Terrier haben ja nicht umsonst nicht den besten Ruf. Weil, wie hier schon gesagt, so quirlig, so süß, so fröhlich, so handlich - und dann werden die süßen kleinen losgelassen.

    Auch zb in meiner Jacky-Gruppe wird sich herausragend viel übers Jagen beschwert und wie blöd das nun gefunden wird und wie hart man dran arbeiten muss. Ich möchte dann gern antworten "Ja, hättest du dir halt keinen Jagdhund geholt" :ugly:

    In einer idealen Hundewelt sollten Hunde ja vielleicht wirklich ihren Aufgaben nachgehen können, evtl sogar gefördert werden. Es spricht ja auch für sich, wenn man wirklich mal solche Spezialisten arbeiten sieht. Ob nun der hütende Border an den Schafen statt durchgeknallt im Agi oder der Jagdterrier als ausgebildeter Jagdhund statt dem fixierten Bällchenfreak. Und es gibt ja durchaus Rassen, die in sehr wenigen Zahlen gezüchtet und nur an Fachleute abgegeben werden, wie die dt. Bracke zb.
    Deswegen begrüße ich auch prinzipiell die Entwicklung der ganzen jungen "Familienallroundern" wie zb dem Elo.

    Vor 2 Wochen war ich mit einem 15 Wochen alten Münsterländerwelpen spazieren. Unglaublich, wie der schon auf Spur gegangen und wie er angezeigt hat. Ich finde es schöner, wenn so ein Hund in qualifizierte Jägershände kommt statt im SUV mit dem 45jährigen rustikalen Herrn in Barbourjacke durch die gegen zu kurven (um mal so überspitzen).

    KEIN Hund passt zu euch, wenn ihr ihn jeden Tag 9Std am Stück alleine lasst.

    Und erst recht keine Dogge passt zu euch, wenn ihr das fast nackte Ding bei Wind und Wetter 8-9Std im Hof oder Zwinger versauern lasst und den Rest des Tages Angst davor haben müsst, dass er auf einen Chi tritt oder ein Kleinkind umreißt.

    Was ist denn besser an einem großen Hund als an einem kleineren/mittleren Hund?

    Schau mal, wenn ihr euch in der Größe anpasst, fallen diese Probleme vermehrt bei euch weg:
    - weniger Risiko mit Kleinkindern in der Familie
    - weniger Risiko im Zusammentreffen mit den schon vorhandenen Familienhunden
    - kleinere Hunde kann vielleicht auch gern die Oma betreuen, also weniger Zeit- und Betreuungsprobleme
    - kleinere Hunde werden lieber von anderen Personen aufgenommen und gesittet (falls Plan A mit dem Chef nicht geht)
    - an mittleren und kleineren Hunden gibt es mehr als an gut erzogenen älteren Doggentieren. Ihr hättet also höhere Wahrscheinlichkeiten einen passenden Hund aus einer Abgabe zu finden, der genau in euer Leben passt und wo ihr den Hund auch schneller allein lassen könntet oder sogar einen nehmen, der Zwingerhaltung kennt und wo eure Lebenssituation eine Verbesserung darstellt
    - Kleinere Hunde leben länger und werden im Kopf schneller erwachsener als so ein Spätentwickler Dogge
    - andere Hunde haben wesentlich mehr Fell und sind viel geeigneter als Doggen für zeitweise Außenhaltung

    Ganz abgesehen davon: wenn ihr eine Dogge möchtet und einem Züchter eure Lebensumstände erläutert - ich kenne keinen Züchter, der sein Baby so abgeben würde.

    Die vielen Nachteile wie sabbern, größe, mehr Kosten usw. sind uns natürlich mehr als bewusst. Aber das wäre nicht im Geringsten ein Problem.

    Für Euch nicht.

    Und was ist mit dem Rest der Familie?

    Hast ja geschrieben, dass es kleine Kinder bei euch im Haus gibt. Finden es deine Geschwister nett, wenn ihre kleinen Kinder von 50kg Hund umgerannt werden, der seine Stelzen einfach nicht unter Kontrolle hat? Oder hast du Lust jedes mal erst vorsichtig aus der Tür zu linsen, ob da jemand steht (Kind, Chi oder Erwachsener), dem es nicht passt, dass der Hund rausstürmt und wen umwirft oder anschnoddert?

    Also ich hab mir Bedingungen auferlegt. Solange ich kein Eigentum und keinen sicheren Garten habe (wo ich mich um niemanden scheren muss), solange das Auto nicht passt (brauche ne gute Hundekarre), solange ich nicht mit der Arbeitszeit runtergehen kann und solange ich in meinem Hundehobby, dem Besuchsdienst, bin, gibt es keinen Traumrotti. Punkt.

    Ich finde den Gedanken übrigens komisch, dass man sich dann aber auch keinen anderen Hund als den einen einzigen Wunschhund zu holen.
    Ich hole mir den Hund, der zu meinem Leben und meiner Lebenssituation passt. Hab auch ein Bild von meinem Traumhaus, Traumauto Traummann und Traumtier im Kopf. Wie überall muss man im Leben Kompromisse machen.

    Naja, klar ist es immer etwas egoistisch sich ein Tier zu holen.
    Was magst du denn an der Deutschen Dogge?
    Oder anders herum: was muss ein Traumhund für dich mitbringen (wenn du mal nicht an deine spezielle Rasse oder ans Aussehen denkst)?

    Ich kann nur aus Erfahrung sagen, dass Leute, die kein professionelles Verhältnis zu Tieren haben und die man zb wie einen Hundesitter dafür bezahlt auf den Hund aufzupassen, sehr oft abspringen.
    Da ist man krank und mag grad nicht, da fährt einer in den Urlaub, da hat grad einer keine Lust oder sagt spontan ab, da stört sich wer dran, dass der Hund die Nachbarn anbellt, da bricht sich wer den Arm usw usf.

    Wenn ihr also den ganzen Tag arbeitet, müssen verlässliche Alternativen gefunden werden und bei der Rasse müssen evtl Abstriche gemacht werden, zb muss man drauf eingehen, was sich die Betreuer an Hund zutrauen, was ins Budget passt oder was sonst mit dem Hund passiert, wenn ein Betreuer absagt oder er plötzlich krank ist.

    Es gibt soooo viele tolle Hunderassen. Vielleicht gibt es ja eine, wo ihr euch mit der Familie mehr einig werdet und wo selbst der Chihuahua deiner Oma voll mit zufrieden ist - immerhin ist der schon länger da. Denn eine derart belastete Beziehung ist doch nicht schön und dann ist ein Hund mehr Stress als Freude.
    Ob jetzt eine Dogge oder eine andere Rasse: ein Hund gibt dir immer ganz viel zurück und liebt dich - DU bist sein ganzer Lebensinhalt. Deswegen bist du in der Pflicht, dass es ihm auch super geht und er nicht 8-9Std allein irgendwo rumlungert, wenn es dazu noch schneit, friert oder in Strömen regnet.

    Sprich dich doch nochmal mit deinem Partner und deiner Familie ab, was die so zum Thema Hund beitragen können und was die so für Vorstellungen haben.

    Und irgendwann werden sich ja auch eure Umstände ändern. Besserer Job? eigenes Haus? Keine Treppen? Flexiblere Arbeitszeiten? Dann ist auch der Weg für DEN Traumhund frei.
    Ich warte auch noch drauf :) Es wird bei mir noch ewig dauern, aber bis dahin werden noch einige andere ganz tolle Hunde ein Zuhause bei mir finden, die ich alle genauso lieb habe wie meinen Traumrotti :)

    Mein absoluter Traumhund ist ein Rottweiler. Ich liebe sie sooo sehr. Aber ich kann keinen haben.
    Wieso? Weil ich zb im zweiten Stock wohne. Weil ich mit meinem Hund teilweise arbeiten gehe und ein Rottweiler sich dafür eher nicht eignet. Weil ich nicht die räumlichen und zeitlichen Voraussetzungen habe und aktuell auch keine Lust hätte in einen Sport einzusteigen, um ihn seiner Natur gemäß auszulasten.
    Der Rotti ist mein Traum. Aber ich kann ihn mir (noch) nicht gönnen, weil die Voraussetzungen nicht gegeben sind. Ich hole ihn mir nicht, weil ich ICH ihn so gern haben will.
    Stattdessen habe ich einen tollen Hund, der perfekt in meine jetzige Situation passt. Er sieht nun echt nicht aus wie mein Traumhund, aber er fügt sich toll in mein Leben ein und er hat die Größe und den Charakter, dass ich ihn auch jederzeit wo zwischenparken kann, weil die meisten Freunde von mir sich ever einen süßen kleinen netten Hund statt 45kg sabbernden Bollerkopfrotti zutrauem. Der passt einfach jetzt zu mir - nicht der Rotti.

    Ich würde dir deswegen raten, eure Zeitplanung als Paar bzw Familie ganz genau zu überdenken und so zu strukturieren, dass ihr Routine kriegt. Und vor allem sich nicht abhängig zu machen von einigen Personen, sonst stehst du dann ohne Plan B da.
    Grade bei einem so riesigen Hund muss die räumliche Voraussetzung passen und auch die Betreuer müssen sich im klaren drüber sein, was auf sie zu kommt. Was machst du denn, wenn dein Chef dir kündigt und du eine neue Arbeit kriegst, wo der Hund nicht warten kann? Was ist, wenn er schlicht den Hund nicht mehr betreuen will oder kann? Wo kommt er dann unter? Bei deiner Oma mit dem Chi ganz bestimmt nicht.
    Ist euer Garten gesichert für so einen riesigen Hund? Ist dir und deiner gesamten Familie und deinen Chefs der Putzaufwand mit all dem Schlabber bewusst? Habt ihr eine Urlaubsbetreuung? Was macht ihr, wenn der Hund krank ist und riesige Doggenflitzekacke schiebt? Habt ihr überhaupt genug Geld für so ein großes Tier, das schon erheblich mehr kostet (mehr Futter, höhere Dosis beim TA kostet mehr usw).
    Wozu wollt ihr denn einen Hund, wenn ihr 10Std außer Haus seid? Und wieso nehmt ihr euch dann nicht einen von der Familie zum spazierengehen?

    Ich würde es an eurer Stelle so machen: Es ist total gut, dass ihr in einem Mehrgenerationenhaus lebt. Ich würde mich mit den Familienmitgliedern absprechen, ob die es ok finden würden, dass ich mir jetzt auch einen Hund hole und dann würde ich fragen, ob sie ihn mitbetreuen, so 1-2 Tage in der Woche. Es ist doch ideal, dass deine Oma zb da ist. Dann würde ich fragen, wenn sie drauf aufpassen mag, was sie sich so vorstellen kann von der Größe her.
    Bei einer Arbeitswoche von 40std wäre der Hund so zb schon 2 Tage betreut. Und wenn deine Chefs so gut mit euch können, würde ich fragen, ob man da was an den Arbeitszeiten machen kann. Zb dass dein Mann/Freund früher zur Arbeit geht und du später, sodass ihr zeitversetzt arbeitet und zb an den 3 Tagen den Hund dadurch nur 5Std alleine lasst statt 8-9Std.

    So machen das viele Leute. Wechselschichten mit dem Partner, Gleitzeit, Hund mitnehmen, Familie betreut den Hund, man arbeitet Teilzeit oder von zuhause aus oder es gibt noch die Möglichkeit einer Hundetagesstätte.
    Es ist aber klar, dass für die meisten Hunde, die es gut kennengelernt haben alleine zu bleiben, danach eben fast die komplette Freizeit drauf geht.
    Du siehst, man muss nicht gleich Hausfrau sein und Zuhause versauern. Man ist auch nicht 24Std für den Hund verfügbar und bespaßt ihn.

    Bitte lass deine patzigen Antworten. Du hast gefragt und viele Leute lesen die Seiten hier und geben dir Tipps, beschäftigen sich mit DEINER Frage, investieren Zeit, um dir zu antworten und dir Hilfestellung zu geben - obwohl dich hier niemand kennt. Das ist sehr nett und es ist sehr unhöflich von dir, dass du dermaßen drauf reagierst.

    Ich finde schon, dass bei all den Arten an Terriern eben genau diese Spezialisten herausgezüchtet wurden. Deswegen gibt es ja so viele Arten von Terrier. Der Border ist ja auch ein sehr spezialisierter Hund - eben einer für eine ganz bestimmte Aufgabe unter all den Hütehunden, die es so gibt. Und wenn man sich einen Hund holt, der eben exakt fürs Parforcejagen gezüchtet wurde, wäre es vielleicht die sinnvollste Art ihn damit auch zu beschäftigen statt ewig am Hetzen zu üben und immer runterzudrosseln und zu managen.

    Just my two Cents ;)
    Ich bin Terrierfan. Aber ich kann einem Arbeitsterrier bzw Spezialisten nicht bieten, wozu er gemacht wurde. Deswegen bin ich doch recht froh über meinen halben Terrier, dem die Jagd vollkommen abgeht, da hatte ich Glück. Und der nächste Hund wird sehr wahrscheinlich kein Terrier und ebenfalls kein Spezialist werden.

    Meine Hündin hatte bisher zwei Scheinträchtigkeiten mit fast 6, die ich als relativ schlimm empfand. Der Rest war eher unauffällig bis hin zu absolut niedlich. Sie ist dann schon etwas zickiger drauf, aber dafür bei uns umso verschmuster und schrecklich anhänglich. Auch eher ruhig, die vergräbt sich dann ein wenig und braucht viel Liebe.

    Würde sich die Scheinträchtigkeit jedes mal so stark auf den Körper und den Charakter auswirken (meine gab einmal sogar recht viel "Milch"), würde ich über eine Kastration nachdenken... Wenn das hier nochmal in der starken Ausprägung vorkommt, muss ich mir dazu auch nochmal Gedanken machen. Bei den schweren Scheinträchtigkeiten hat sie richtige Symptome von Schwangerschaftsübelkeit, war matt, gab Milch, hat sich vergraben, achtete vermehrt auf ihren Biber und die Ente und war dauerhungrig auf Apfelschnitten :D Das gab sich dann recht schnell mit bisschen Ablenkung und Homöopathie vom TA. Nochmal muss weder der Hund noch ich das so stark haben.