Beiträge von Czarek

    Ich kann nicht sagen, wann sie es macht und wann nicht. Die Winterstiefel von der Nachbarin stehen vor der Tür. Ich lasse sie zB vor der Tür absetzen, dann dürfen sie nach mir raus. Manchmal schwänzelt sie dann zu den Stiefeln und fiddled rum. Manchmal geht sie hin und schnuppert nur normal an ihnen. Manchmal ignoriert sie sie komplett. Da die Stiefel dort seit Ewigkeiten stehen und nicht bewegt werden und wir uns die Stiefel schon zusammen angeschaut haben, sie ausgiebig Zeit zum Beschnuppern hatte, sollte es ja eigentlich abgespeichert sein und nichts mit Stress zu tun haben, oder?

    Das Verhalten war schon von Beginn an da. Es gab bisher noch keine großartig unangenehmen Kontakte zu anderen Hunden oder Menschen.

    Was machst Du denn bei Begegnungen, in denen sie nicht "rumschwänzelt"?

    Ich bestätige die Ruhe und lobe, wenn sie "normal" auf andere Hunde zugeht. Generell ist bei Aufregung eh Kontakt verboten und sie wird erst losgemacht, wenn sie sich von sich aus ruhig hinsetzt und ansprechbar ist.
    Wenn sie zB einen Hund vor mir sieht und schon loslegt, gehe ich mit ihr ein paar Schritte weg und versuche sie auf mich zu konzentrieren und Ruhe reinzukriegen. Ich versuche sie auf so einem Abstand zu bringen, dass sie sich die Lange anschaut, anstatt direkt hinzustürmen und sich übertrieben zu freuen.

    Meine Hunde sind jeweils sichtlich froh, wenn ich sie in Situationen in denen sie sich nur noch mit "fiddeln" zu helfen wisse, unterstütze.

    Das hat nichts mit "überfürsorglich" zu tun. Auch nicht, dass meine Hunde selber nichts regeln dürfen. Aber den Stress braucht der Hund nicht (über länger), ich versuche dann die Situation aufzulösen oder andersweitig zu entspannen.

    Wie löst du die Situation auf oder entspannst diese? Bin dankbar für konkrete Verhaltenstipps.

    Eigentlich sind das auch alles keine Situationen, in denen man Angst haben muss. Die anderen Fs passen sozusagen einfach nicht. Gestern hat sie zB eine Kuh mit Kalb entdeckt, rannte zu mir, kläffte sie an, rannte ein bisschen voran, suchte wieder Schutz. Dann gingen wir zusammen ein bisschen näher, haben uns das zusammen angeschaut und dann war gut (ok, weit entfernt von Fight, aber klare Unsicherheit).
    Letztens irgendwann ging es über ein Stück Bodengitter, da hat sie blockiert, die Beine gespreizt, ging dem Po runter und bockte. Da kann man Freeze deuten. Mit gutem Zuspruch und ein bisschen Zeit und Lob ging sie dann normal drüber. Das sind Situationen, die ich kenne und einschätzen kann.

    Dieses übertriebene Freuen, hinwollen, ablecken und teilweise auch Bellen kann ich nicht so recht einschätzen.

    Das Verhalten zeigt, dass Dein Hund unsicher ist und versucht einen weg für sich zu finden mit der Situation umzugehen. Je nach Rasse ist das auch ein bevorzugtes Stressverhalten. Kurzum: Es ist keine Katastrophe, aber es ist halt (unnötig?) stressig.

    Das ist Training zur Vermeidung der Situation. Du wartest "auf den Fehler" und willst dann, dass der Hund was komplett anderes macht.

    Dann trainier das doch auch so.

    Wie mache ich es denn dann richtig?
    Mit "dann trainier das auch so" kann ich wenig konstruktives anfangen...

    Ich finde halt seltsam, dass sie so unsicher zu sein scheint. Sie macht das auch bei Hunden, die sie seit Wochen kennt, regelmäßig sieht und einschätzen kann. Gerade, weil sie sonst auch immer eher vorn mit dabei ist als vorsichtig oder ängstlich zu reagieren. Sie hat es eher faustdick hinter den Ohren und ich muss sie eher bremsen als motivieren.

    Hey,

    Ich glaube, ich habe hier ein Paradebeispiel für das hier sitzen, was man unter "fiddle about/around" versteht.

    Mein Hund ist 6 Monate alt und zeigt bei jedem Hund und auch bei Menschen dieses total übertriebene Freuen bzw. Flirten. Sie macht sich klein und klingelt sich wie vor Freude, schleicht ganz viel herum, springt am Hund und am Menschen hoch und kommt mir völlig gaga vor. Wie ganz übertriebenes Welpengehabe mit Spielaufforderung.

    Das macht sie schon auf mehrere Meter Entfernung, auch von Beginn an. Sie hört damit generell nicht von selbst auf, sondern "nervt" andere Hunde damit so lange, bis die sich abwenden, genervt anraunzen oder ich sie aus der Situation raus bringe.
    Das tut sie sowohl bei jungen als auch bei älteren Hunden, wie gesagt bei manchen Menschen und auch bei Gegenständen wie zB Stiefeln oder Mülltonnen. Sobald wir die Person passiert haben, läuft sie normal weiter und hat alles vergessen.

    Nun habe ich zum fiddle around nicht sooo viel im Netz gefunden. Kennt sich jemand von euch damit besser aus und kann mir erklären, wie dieses Verhalten zustande kommt und was es genau bedeutet?
    Soweit ich weiß, kann das ja mehrdeutig sein. Woran erkenne ich, ob das Stress, Vermeidung oder "tu mir nix!" Ist?
    Ist fiddle around welpentypisch und wird das mit der Zeit weniger?

    Ich mache es aktuell so: sobald ich merke, dass sie wieder irgendwas oder irgendein anschwänzelt, spreche ich sie an und gehe ein, zwei Schritte zurück. Sie setzt sich dann vor mich und schaut mich konzentriert auf Kommando "Schau" an (klappt natürlich in dem Alter nicht so super lang). Sobald ich merke, sie beruhigt sich ein wenig, kriegt sie ein Leckerlie und ich löse auf.
    Sie fällt aber schnell wieder zurück in das fiddlen. Aktuell üben wir also Situationen, in denen zB ein Hund vorbei kommt und ich merke, sie will wieder hin. Sie kann sich allerdings noch nicht einfach hinsetzen und einfach nur gucken. Entweder ihre Aufmerksamkeit ist bei mir oder sie fiddled rum.

    Ist es überhaupt nötig, dass ich daran mit ihr arbeiten oder soll ich sie machen lassen? Mir persönlich wäre es lieber, wenn sie sich gruselige Dinge anschaut, indem sie sich ruhig hinsetzt, und höflicher Kontakt zu anderen Hunden aufnimmt, anstatt auf die zu zu stürmen und sie zu umschwänzeln.

    Ansonsten würde ich sie nicht als ängstlich oder gestresst beschreiben. Sie geht mutig überall mit hin, blockiert sehr deutlich, wenn ihr etwas doch zu gruselig ist, kläfft auch gern Gruseliges an und in einer bekannten Hundegruppe verhält sie sich ausgesprochen schön. Ein bisschen muss ich nach wie vor auf das Überdrehen achten, das liegt aber wahrscheinlich ein Stück weit an der Rasse und dem Alter. Ich erkenne die Anzeichen inzwischen zuverlässig und höre ein Stück weit vorher auf.

    @Czarek
    Du argumentiert hier ganz stark mit pauschalen Aussagen. Das finde ich richtig schade. Weil so entsteht ein ganz schwieriger Eindruck ....
    Bsp ich habe neulich eine Frau mit Yorkie gesehen der so voller Filz war und super schmutzig aussah. Hier kann man nun aber nicht den Schluss ziehen das der Großteil der Yorkie Halter schlecht informiert sind und wenig pflegen.

    Schau zb mal hier im Forum da gibt es ja 3 Leute die Bilder eingestellt haben von ihrem Doodle. Die sind alle Topf gepflegt. So wie meiner ja auch.
    Privat treffen wir uns immer mal mit mehreren Doodle ... Die sind alle gepflegt.

    Die Wahrscheinlichkeit das jemand 1.200 bis 3.000 Euro zahlt und sich nicht informiert hat dürfte doch echt gering sein? Und ja ich denke das ein hoher Preis vor schlechter Haltung schützt.

    Ich weiß nicht, was ich da pauschalisiere, wenn ich sage: je mehr die Pudelmixe hier in Mode kommen, desto mehr von ihnen sehe ich eher ungepflegt. Mein Eindruck wird mir dazu noch vom Groomer bestätigt, die ja jeden Tag solche Tiere auf dem Tisch vor sich stehen hat.

    Die Leute hier im Forum haben natürlich eher gepflegte Hunde, weil sie sich für alles rund um den Hund interessieren und auch noch sehr gern Fotos von ihren Hunden ins Netz stellen. Ich werde als Trainer teilweise angeschaut wie ein Auto bei manchen Dingen, die ich völlig selbstverständlich finde. Und der Großteil der "normalen" Leute haben sich tatsächlich noch nie Gedanken drüber gemacht, dass man Fell zwischen den Ballen kürzen oder Ohrenhaare rausziehen muss.
    Tatsächlich habe ich noch nie real einen so gepflegten Doodle gesehen wie deinen. Ich hatte letztens einen hier zur Pflege hier, dem hab ich erstmal unter den Achseln die Platten rausgeschnitten.

    Und nein, ich finde nicht, dass Geld vor Dummheit schützt. Wer Geld hat und so einen Hund will, kriegt so einen Hund. Wieso sollten Menschen mit viel Kohle informierter sein als welche mit weniger Geld?

    Wobei das mit dem Pflegezustand neuerdings wohl auch bei den Pudel zum Problem wird, deren Halter auf den Strubbelnaturlook stehen. Gibt ja inzwischen sogar Züchter die ihre Hunde Naturpudel nennen...

    Ja, weil Pudel ohne Frisur in sind. Ich werde ja auch immer gefragt "Aber du lässt dem süßen Pudelkind ja nicht so eine hässliche Pudelfrisur machen, oooooder?" :roll:
    Auch bei der ganzen Mittelpudel-Pro-Contra-Diskussion habe ich den Eindruck, dass die größte Errungenschaft der Leute ist ihren Pudeln das Gesicht nicht zu scheren und deswegen seien sie irgendwie alternativer als die Standardgrößen...
    (Übrigens haben wir einen im Verein und meine Kleine hat den Mittelpudel aktuell überwachsen.. dann fällt da halt auch dieses Argument weg).

    Das finde ich auch sehr unlogisch und erschreckend.

    Ich sag doch nicht, dass es die Schuld der Hunde ist, dass die so ungepflegt rumlaufen. Was lest ihr denn alle in letzter Zeit? Also irgendwie wird das Forum mir hier in letzter Zeit zu bunt und macht keinen Spaß mehr.

    Leute, die diese Hunde holen, informieren sich oftmals nicht vorher, weil das allesamt Moderassen sind. Und da die den Natur/Wuschellook so süß finden, wird an denen nicht so viel gemacht. Das führt dazu, dass ich vermehrt Pudelmixe sehe, die echt :hust: aussehen.

    So hat mir zB die Frau aus der Welpengruppe mit dem Bollipoo erzählt, dass sie mit dem Hund beim TA war, weil der Hund nicht mehr Kot abgesetzt hat. Das lag daran, dass der Po komplett zugeklebt mit Haaren, Urin und sonstigem war. Sie wusste es nicht besser und hat darüber noch nie nachgedacht.
    Solche Sachen sehe ich mehr, je mehr Wuschelmixe ich kennenlerne.

    Zusätzlich wird da von Haus aus nicht so viel Wert auf die Pflege gelegt. Und dann pflegt man nicht regelmäßig, weil der Arme Arme Hund Stress hat. Ein Teufelskreis.

    Ich sehe die "süßen Wuschel" leider vermehrt sehr ungepflegt. De facto haben die meisten ja lockiges bis welliges Fell, fast wie ein Pudel. Raues Fell ist ja eher nicht so erwünscht. Das muss leider gepflegt werden, es geht nicht anders, sonst filzt es schnell. Da geht es mir gar nicht um die Frise, das ist ja Geschmackssache, sondern um die Grundpflege wie Ohren, Kämmen, Ungeziefer erkennen, Freischneider.

    Nun sehe ich hier alle möglichen Wuschelmixe und mir graust es zusehends. Filzplatten, Klettenkügelchen, entzündete und zugewachsene Augen, Pfoten, auf denen man nur noch rumrutscht, verpfropfte Ohren... :ill:

    Ich habe beim letzten Groomerbesuch der Hundefriseurin von meinem Eindruck erzählt und sie hat mir leider beigepflichtet. Der "Naturlook" ist in und sie hat immer mehr Hunde auf dem Tisch, die in keinem guten Zustand sind. Gerade die ganzen Pudelmixe landen oft bei ihr, wenn nur noch quasi auf der Haut langgeschoren werden kann.

    Darin sehe ich wirklich einen sehr großen Nachteil bei all den Wuschelmixen... Ich sehe viele Pudelmixbabys in Anzeigen, die einfach null Pflege zu kennen scheinen. Und seitdem ich selbst einen Pudel habe, weiß ich, wie wichtig es ist, dass er stressfrei die Behandlung mitmacht. Ich bin dankbar dafür, dass meine Hündin das schon mit wenigen Wochen mitbekommen hat...

    Viele schreiben hier von eben mal swiffern. Lohnt sich also so ein Swiffer Bodenwischer für zwischendurch?

    Ich mache das als Allergiker fast jeden Tag. Habe aber kein Original Teil, sondern genau dieselben Tücher von Discounter.

    Ich finde es super praktisch, weil ich dann den nassen Lappen nicht ewig rumliegen habe. Mir reicht 1 Tüchlein für 40qm, das finde ich für schnell mal zwischendurch ideal. Vor allem ist bei uns dann das ganze Tuch gelb von den Pollen...

    Ich finde es auch super schwer. Und jetzt seitdem ich zweie habe finde ich es noch viel viel schwerer... Mein kleiner Hund kann ja noch nicht lange alleine bleiben, überdreht schnell, nervt schnell andere Hunde und hört natürlich nicht immer zuverlässig (also ein ganz normaler aufgeweckter Junghund). Da will ich ihn wirklich in guten Händen wissen :/

    Aber bei mir liegt es daran, dass ich auch schlechte Erfahrungen gemacht habe. Mein absoluter Vertrauensmensch ging dann doch nicht so mit dem Hund um, wie ich es gern hätte.


    Ich habe bis heute auch jemand gesucht, der für einige Tage auf unsere Hunde aufpasst. Wir fliegen in die Flitterwochen... und letztendlich geb ich sie getrennt weg.

    Aber mir fehlt auch jemand, der mal so kurz am Wochenende für einen Tag oder über eine Nacht beide nimmt und "verwahrt". Dabei habe ich absolut liebe nette verträgliche kleine Hundis. Ich suche also auch noch :pfeif:

    Meine Freunde sind gerade tatsächlich größenteils weggezogen, in meinem Verein hat ja jeder schon zumeist 2 Hunde und möchte dann nicht unbedingt noch 2 weitere rumspringen haben, kann ich verstehen.
    Und einem Großteil der Leute möchte ich die tatsächlich auch nicht geben, die haben keinen Plan von Tieren :ka:

    Mich treibt das schon länger um. Ich habe sogar mal eine Anzeige geschaltet, wo sich unter vielen kurzen Anfragen auch zwei richtig schöne Nachrichten gefunden haben. Davon habe ich mich mit einer Person getroffen, aber irgendwie war die nicht zuverlässig genug und der Kontakt lief aus. In einer ruhigen Minute möchte ich gern die zweite Person mal anschreiben und mich mit ihr treffen.