Beiträge von Czarek

    Ich könnte bei deinen eigenen zwei Videos jetzt auch nicht sooo eindeutig sagen, dass es fiddle ist wie oben beschrieben aus einer Notsituation heraus als Panikpogramm. Marie orientiert sich total schön zu dir hin und sucht Hilfe bei dir. Das erkennt man.

    Das erste Video ist sehr eindeutig. Das deckt sich auch in Teilen mit dem, was ich vorher versucht habe zu beschreiben, zB. dieses Rausrennen mit dem Stressgesicht, da man auch als pure Freude am Rennen deuten könnte, wenn man nicht die Gesamtsituation betrachten würde. Danke für dieses Beispiel =)

    Ich würde an eurer Stelle den Hund erstmal gar nicht ableinen, sondern ihn an einer Schleppleine oder einer Flexileine laufen lassen.
    Außerdem würde ich direkt das ganze Ballwerfen und alles, was mit jagen und fangen zu tun hat, unterlassen. Als Alternative könnt ihr zB Futterspuren legen, Kuscheltiere verstecken, zusammen über Baumstämme balancieren und generell nur Dinge machen, woihr merkt, der Hund ist mit dem Kopf bei euch. Dazu passen auch super ganz kurze Sequenzen Sitz und Bleib, Ablegen und Bleib, Leckerchen erst auf Kommando fressen usw. Da gibt es viele Spielchen, wo der Hund wirklich fertig hinterher ist, ohne dass er kopflos hetzt. Alternativ gibt es ja inzwischen wirklich zahllose Beschäftigungen in der Hundeschule oder dem Hundesportverein.

    Das mit dem Hinterherhetzen kenne ich von meinem Terriermix auch in einer bestimmten Situation. Wenn ich weiß, wann es auftritt, nehme ich ihn vorher schon ran und lenke ihn ab oder gehe auf Abstand.
    Anderen Haltern würde ich kommunizieren, dass kein Kontakt gewünscht ist und dass euer Hund auch evtl tackert. Andere Hunde zu blocken, kann man lernen. Klar schafft man das nicht immer nach Lehrbuch, aber dass er sofort ankommende Hunde attackiert, zeigt ja, dass er anscheinend meint sich verteidigen zu müssen und dann lieber nach vorn geht. Herrchen regelt es nicht, also muss ich mich selbst mit Zähnen wehren. Evtl würde da auch ein Maulkorb nach entsprechendem Training gut helfen. Nicht nur wegen des Beißens, sondern weil um Hunde mit Maulkorb ein Bogen gemacht wird.

    Ein Trainer kann euch gut zeigen, welche Methode bei euch Früchten kann, um an der Leine an anderen Hunden vorbei zu gehen, ohne dass es Krawall gibt.

    Ich glaub, ihr müsst euch da nochmal ein bisschen reinfuchsen und ein paar Dinge überdenken, wie ihr das bisher gehandhabt habt.
    Das Ziel ist ja, dass der Hund ausgelastet und ruhiger wird und ihr entspannter spazieren gehen könnt. Das funktioniert aber nur, wenn er vom Kopf her bei euch bleibt und darauf vertraut, dass er nicht selbst handeln soll, wenn ihm die Situation zu viel ist.
    Da ist anscheinend einiges schon in den letzten zwei Jahren gelaufen, von dem ihr aus Hundesicht nicht so viel mitbekommen habt. Nun ist der Rüde fast erwachsen und die Verhaltensmuster haben sich etabliert :ka:

    Ich kann da @Luna77 nur zustimmen, habe mir genau dasselbe gedacht.

    Sucht euch einen Trainer, der euch beim Gassi begleitet und der euch einiges erklärt.
    Seinen eigenen Hund zu lesen und zu verstehen ist manchmal wirklich nicht so einfach. Man muss lernen ihn zu beobachten und einzuschätzen. Dann fällt es einem manchmal wie Schuppen von den Augen und dann hat man erst einen Plan, wie man passend auf das Verhalten einwirkt.

    Noch etwas: es wird sehr oft so suggeriert, dass alle Hunde supi dupi Spaß miteinander haben müssen und alle immer miteinander spielen wollen.
    Das ist nicht so. Viele Hunde haben gar keinen Bock auf fremde Hunde, auf immer wieder neue Begegnungen und erst recht keine Lust auf Spielen.
    Tatsächlich habe ich es bisher nur wirklich selten erlebt, dass zwei fremde Hunde sich treffen und wirklich sofort Spaß miteinander haben.
    Gerade Terrier brauchen das eher nicht. Es wäre also auch ein Tipp meinerseits, dass ihr euch da den Druck raus nehmt zu sagen, dass euer Hund verträglich mit Gott und der Welt sein muss, immer fröhlich und aufgeschlossen und zum Spielen aufgelegt. Das muss er nicht. Und es ist eure Aufgabe das einzuschätzen und es anderen Halten zu kommunizieren, sodass euer Hund das nicht auf seine Art klar stellen muss. Und das ist bei Terriern eben zumeist die Hau-drauf-Manier. Die haben nunmal eine eher kurze Zündschnur und machen sehr sehr deutlich, wenn ihnen was nicht passt. Das kommt euch vielleicht auch gar nicht so ungelegen, gerade die haben oft eine schöne sehr ausdrucksvolle Körpersprache, die man eigentlich recht gut erkennen und dementsprechend eingreifen kann.

    Bei mir schlagen zwei Herzen in meiner Brust... Einerseits stehe ich auf ziemlich nette unkomplizierte Alltagshunde, andererseits liebe ich molossoide dickköpfig grobmotorische große Hunde. Was es wird, hängt stark von meinen Lebensumständen ab :ka:

    Worüber ich aktuell sehr lange nachgedacht habe und wo immer ein Hintertürchen auf bleibt:
    - Chinese Crested PP
    - Dackel (möchte mein Partner unbedingt)
    - Wheaten
    - Bodeguero
    - Großpudel (sollte es ja eigentlich auch jetzt werden, aber bei 28cm Ersthund...)


    Anderseits die Molosser, meine große Liebe:
    -Rottweiler
    -wieder ein Cimarron (diesmal als Welpe und für immer)
    -Großer Schweizer
    -evtl Bullterrier

    Aber die nächsten 10 Jahre ist das alles wahrscheinlich kein Thema. Solange meine Ersthündin lebt, zieht kein Neuer ein. Und wer weiß, was dann im 10 Jahren ist. Vielleicht möchte ich dann ja gar keinen Hund mehr. :???:

    Wir waren heute auch in einer fremden Gruppe unterwegs und ich habe sie mehrmals angerufen und aus Situationen herausgeholt. Mit dabei war auch ein äußerst hormongesteuerter und überaus aufdringlicher Labbi, der ja logischerweise 5mal so schwer war, und ein ganz junger übersprudelnder Terrier, der zu gern mit vollem Körper- und Zähneeinsatz spielt. Beide stürzten sich auf meine Hündin und ich hab kurz laufen lassen, um das ganz objektiv zu betrachten (nein, ich habe sie nicht ewig drangsalieren lassen).

    Also sie hat eine ziemlich feine Körpersprache und zeigt nicht deutlich, wenn ihr was nicht passt. Dann rennt sie eher herum wie bei einer Spielaufforderung, greift wie spielerisch an, schnäuzelt herum und patscht auch mit Pfoten.

    Es sieht wirklich auf den ersten Blick aus wie Spielen. Nur wenn man genauet guckt, ist das kein Maulspiel, sondern sie schnappt leicht ab oder macht Schnauzengriffe und sie rennt nicht herum, um zu spielen, sondern um aus der Situation heraus zu kommen. Sie rennt dann teilweise zurück, um nochmal nachzulegen und klar zu machen, dass es ihr nicht passt, aber es ist so uneindeutig. Mein Terrier hätte schon lange lautstark ordentlich geknurrt, die Lefzen hochgezogen und sehr deutlich abgeschnappt und würde in letzter Konsequenz dann auch einen auf die Zwölf geben.

    Die liebe Terrierhalterin hat mich auch von sich aus gebeten, dass ich ihr sofort Bescheid sage, sobald es ihr zu viel wird, weil sie die Körpersprache meines Hundes überhaupt nicht deuten kann.

    Ich hab heute also eine Menge gelernt. Klassisches Fiddle ist es wirklich nicht, sie versucht sich schon irgendwie auszudrücken und schaltet in keinen Notmodus. Sie bleibt auch fast immer ansprechbar.
    Ich muss jetzt einfach noch genauer drauf achten, die Zeichen noch früher deuten und sie schneller abschirmen.

    Das andere an der Leine Herumwuseln, sobald etwas Fremdes bzw Spannendes entgegenkommt, scheint sich gerade einfach als Unart zu etablieren. Darauf kann ich also wie anfangs beschrieben reagieren und sie auf mich umlenken und Ruhe rein bringen, Frustration üben und Ruhewort etablieren.

    Ich lasse da wie gesagt nächste Woche meine Trainerin nochmal drauf gucken. Aber der Austausch, das Lesen über die Fs und das Beobachten heute haben echt ganz viel für mich gebracht =)

    Ich finde es total schade, dass so viele Menschen das nicht erkennen. Ich sehe durchaus ab und Leute mit ihren Spielhunden. Da ist viel Aufregung und Stress dabei und am Ende wird auch noch gegähnt (Oh bist du müde vom Spielen?) und aufgeritten (aber Paulchen, das ist doch ein Rüde, bist du schwul?).

    Meinen Hund hat sich meine Züchterin erstmal für sich selbst zurückgehalten. Er war quasi nicht in der Wahloption und stand auch öffentlich als "reserviert" im Netz. Als klar war, dass sie ihn frei gibt und wir ihn nehmen, haben wir eine Anzahlung gemacht. Dann war der Hund an uns "vergeben" und das stand auch so auf der Homepage.

    Die Züchterin nimmt auch in der Reservierungszeit weiterhin Interessenten-Anfragen an und stellt Sie quasi hinten an. Sie meinte aus Erfahrung, dass sie den Leuten erst glaubt, wenn sie den Hund auch wirklich ins Auto packen. Bis dahin hat sie schon alles erlebt.

    Eine Reservierung ist demnach für mich eine mündliche Vereinbarung, in der der Hund für einen zurückgehalten wird, ohne dass bisher Geld bezahlt oder was fix gemacht wurde.

    Wenn klar ist, dass man den Hund nimmt, würde ich aber ganz schnell eine Anzahlung machen und mir auch schriftlich bestätigen lassen, weil dann beide Parteien in der Pflicht stehen. So hat ja auch der Züchter mehr Sicherheit und kann die Anzahlung einbehalten, wenn der Interessent ohne Angabe von Gründen abspringt. Und der Käufer ist sich sicher, dass er den angezahlten Hund auch wirklich Wochen später kriegt.
    Den Kaufvertrag habe ich bei Abholung unterschrieben und den Rest bezahlt.

    Es wäre ja auch zu ärgerlich, wenn zB der Verkäufer einen passenderen/besseren Interessenten als Rico findet und der reservierte Hund doch an wen anders geht :pfeif:

    Es ist schon berechtigt. Weil er noch nie zuverlässig war. Ich bin der Meinung dass er mir damit nur wehtun will. Sicher hat er auch eine Beziehung zu Joker gehabt aber wir haben auch nicht zusammen gewohnt und er hat ihn einmal die Woche gesehen.
    Und wenn er mich beleidigt und mich runter macht dann ist das für mich ein persönliches Ding.

    Achso, dann ist die Lage ja klar.

    Dann einmal Klartext reden und sagen, dass das dein Hund ist und du ihn nicht hergibst und er auch rechtlich dir gehört. Wenn er wolle, könne er ja zum Anwalt gehen, der wird sich kaputt lachen und ihm spätestens dann den Kopf waschen.

    Und dann einfach nicht mehr antworten oder drauf eingehen. Manchmal reizen die Verflossenen einen nach dem Motto: besser schlechter Kontakt als gar keiner. Wegen des Hundes mache dir keine Sorgen, er hat keine Ansprüche drauf.